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    Delphi

    Griechenland

    Delphi

    StadtKultur

    Delphi liegt am Südhang des Parnass, rund zweieinhalb Autostunden nordwestlich von Athen. In der Antike war das Heiligtum des Apollon mit seinem Orakel eines der wichtigsten Kultzentren Griechenlands, heute ist es UNESCO-Welterbe.

    von Felix Gillen

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    Delphi liegt am Südhang des Parnass, rund zweieinhalb Autostunden nordwestlich von Athen. In der Antike war das Heiligtum des Apollon mit seinem Orakel eines der wichtigsten Kultzentren Griechenlands, heute ist es UNESCO-Welterbe. Die Heilige Straße führt an Schatzhäusern vorbei zum Apollontempel, darüber liegen Theater und Stadion mit Blick über das Pleistos-Tal. Im Museum steht der bronzene Wagenlenker von Delphi. Komm früh am Morgen oder am späten Nachmittag und trag feste Schuhe, das Gelände ist steil und uneben.

    Sehenswürdigkeiten in Delphi

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Apollontempel in Delphi

    1Apollontempel in Delphi

    Der Apollontempel war der Mittelpunkt des Heiligtums, in seinem Inneren gab die Pythia als Priesterin des Apollon die Orakelsprüche. Die heute sichtbaren Reste gehören zum dritten Bau an dieser Stelle, der nach einem Erdbeben von 373 v. Chr. errichtet und um 330 v. Chr. fertiggestellt wurde. Es war ein dorischer Ringhallentempel mit sechs mal fünfzehn Säulen, erhalten sind die Fundamente, die große Terrasse und einige wieder aufgerichtete Säulen. Unterhalb liegt die Polygonalmauer, deren Steine mit Hunderten Inschriften zur Freilassung von Sklaven bedeckt sind. Die Heilige Straße führt in Serpentinen vom Eingang an den Schatzhäusern vorbei hinauf zum Tempel.
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    Stadion von Delphi

    2Stadion von Delphi

    Das Stadion liegt am höchsten Punkt des Heiligtums, oberhalb des Theaters. Hier fanden die sportlichen Wettkämpfe der Pythischen Spiele statt, die alle vier Jahre zu Ehren des Apollon ausgetragen wurden und neben Sport auch Musik und Dichtung umfassten. Die Laufbahn misst rund 178 Meter, an beiden Enden sind die steinernen Startschwellen erhalten. Die Sitzreihen aus Stein für etwa 6.500 Zuschauer ließ im 2. Jahrhundert n. Chr. Herodes Atticus anlegen. Vom Theater führt ein steiler Pfad in einigen Minuten hinauf.
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    Schatzhaus der Athener

    3Schatzhaus der Athener

    Das Schatzhaus der Athener steht an einer Biegung der Heiligen Straße und diente zur Aufbewahrung von Weihgeschenken der Stadt Athen. Nach der antiken Überlieferung wurde der kleine dorische Bau aus parischem Marmor aus der Beute der Schlacht bei Marathon 490 v. Chr. finanziert, die genaue Datierung ist in der Forschung umstritten. Französische Archäologen setzten ihn 1903 bis 1906 aus den originalen Blöcken wieder zusammen. Die Metopen mit den Taten des Herakles und des Theseus sind im Museum ausgestellt, am Bau sitzen Abgüsse. In die Wände sind zahlreiche Inschriften gemeißelt, darunter zwei Hymnen an Apollon mit Notenzeichen.
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    Korykische Grotte

    4Korykische Grotte

    Die Korykische Grotte, im Volksmund Sarantavli genannt, liegt hoch über Delphi am Rand der Parnass-Hochebene. In der Antike war sie Pan und den Nymphen geweiht, Grabungen brachten Tausende Terrakottafiguren und Astragale, also Spielknöchel, als Weihgaben zutage. Nach Herodot flüchteten die Bewohner von Delphi beim Persereinfall 480 v. Chr. hierher. Die Höhle besteht aus einer großen Halle mit Tropfsteinen und ist nicht beleuchtet, eine Lampe ist nötig. Von Delphi führt ein alter Pfad in mehreren Stunden hinauf, kürzer ist die Anfahrt über eine Piste von der Hochebene mit anschließendem Fußweg.
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    Kastalische Quelle

    5Kastalische Quelle

    Die Kastalische Quelle entspringt in der Schlucht zwischen den beiden Felswänden der Phaidriaden, östlich des Apollonheiligtums an der Straße nach Arachova. Pilger und Priester reinigten sich hier vor der Befragung des Orakels. Erhalten sind zwei Brunnenanlagen: ein archaisches Becken aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. und ein jüngeres, direkt in den Fels gehauenes Brunnenhaus mit Nischen für Weihgaben aus hellenistisch-römischer Zeit. In späterer Zeit galt das Wasser als Quelle dichterischer Eingebung.
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    Theater von Delphi

    6Theater von Delphi

    Oberhalb des Apollontempels liegt das Theater, in seiner Grundform aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., später mehrfach umgebaut, unter anderem im 2. Jahrhundert v. Chr. mit Mitteln von König Eumenes II. von Pergamon. Die 35 Sitzreihen boten rund 5.000 Zuschauern Platz, gespielt und gesungen wurde hier bei den musischen Wettbewerben der Pythischen Spiele. Von den oberen Rängen überblickst du den Tempel und das Pleistos-Tal. Der Weg führt weiter hinauf zum Stadion.
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    Rundgänge in Delphi

    Kuratierte Spaziergänge zu den Highlights der Stadt, von erfahrenen Reisejournalisten zusammengestellt.

    Delphi: Auf den Spuren des Orakels – Ein Spaziergang durch die antike Welt

    Erleben Sie die magische Aura des antiken Delphi auf diesem ca. 2-stündigen Spaziergang. Von der lebendigen Neustadt führt der Weg zu den heiligen Stätten, wo einst das Orakel weissagte. Tauchen Sie ein in Geschichte, Mythologie und eine atemberaubende Landschaft.

    ~2 Std.
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    Stopps (6)

    Essen & Trinken

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    Athanasios & Kon/Nos Mamarelis O.E.

    Gastronomiebetrieb am westlichen Ortsrand des modernen Delphi, geführt unter dem Firmennamen der Familie Mamarelis. Zum Heiligtum sind es knapp einen Kilometer entlang der Hauptstraße.
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    2

    Tavern DION

    Die Taverne Dion liegt im modernen Ort Delphi, wenige Minuten zu Fuß vom Zentrum. Auf der Karte stehen griechische Tavernengerichte, Gegrilltes und Ofengerichte.
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    3

    In Delphi Restaurant

    Das In Delphi Restaurant liegt im modernen Ort Delphi, einige hundert Meter westlich des Heiligtums. Serviert wird griechische Küche mit Mezedes, Grill- und Ofengerichten.
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    4

    Taberna Ta Skalakia

    Die Taverne Ta Skalakia liegt im modernen Ort Delphi. Der Name bedeutet kleine Treppen, wie sie die parallel am Hang verlaufenden Straßen des Dorfs miteinander verbinden. Die Küche ist griechisch mit Tavernenklassikern und Salaten.
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    Essen und Trinken in Delphi

    Delphi lebt vom Tagestourismus, entsprechend viele Lokale sind auf Busgruppen eingestellt. Wer eine Straße weiter geht oder ins Nachbardorf Chrissó fährt, isst meist besser und günstiger. Die Küche ist die des Parnass: Ziege, Hülsenfrüchte, Wildkräuter und Käse, dazu Olivenöl aus der Ebene von Amfissa direkt unterhalb.

    Formaella

    Der Schaf- und Ziegenkäse aus dem benachbarten Arachova trägt eine geschützte Ursprungsbezeichnung und steht auf fast jeder Karte, meist als saganaki mit Zitrone. Er ist fest, salzig und wird heiß serviert.

    Ziege und Lamm vom Parnass

    Ziege wird hier geschmort oder mit Kartoffeln im Ofen gegart und läuft oft als Tagesgericht statt auf der Karte. Frag nach dem, was in der Küche im Topf steht, das ist meist die bessere Wahl.

    Amfissa-Oliven und Olivenöl

    Aus dem Olivenhain zwischen Delphi und Itea kommen große, dunkle Tafeloliven mit geschützter Ursprungsbezeichnung. In Delphi und Chrissó verkaufen mehrere Läden Öl und Oliven direkt von den Erzeugern.
    Hortopita

    Hortopita

    Die Pita aus Wildkräutern, Lauch und Feta gehört in den Bergdörfern zum Alltag und wird oft nach Gewicht verkauft. Die Bäckereien im Dorf haben sie in der Regel ab dem Vormittag.

    Tavernen mit Talblick

    Die Lokale entlang der oberen Dorfstraße haben Terrassen über dem Olivental bis zum Golf von Korinth. Für die Zeit um Sonnenuntergang lohnt es sich, früh da zu sein oder zu reservieren.

    Orakel, Spiele und Ausgrabung

    Das Heiligtum des Apollon am Südhang des Parnass war ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. eines der wichtigsten Kultzentren der griechischen Welt. Städte und Herrscher befragten hier die Pythia, bevor sie Kolonien gründeten oder Kriege begannen. Nach dem Mythos markierte der Omphalos-Stein in Delphi den Mittelpunkt der Welt.Bauten und SpieleEntlang der Heiligen Straße stifteten Städte wie Athen und Siphnos Schatzhäuser für ihre Weihgeschenke. Theater und Stadion dienten den Pythischen Spielen, die ab 582 v. Chr. alle vier Jahre stattfanden und neben Sport auch Musik und Dichtung umfassten. Sie zählten zusammen mit den Olympischen, Isthmischen und Nemeischen Spielen zu den vier panhellenischen Spielen.Ende und WiederentdeckungMit dem Verbot heidnischer Kulte unter Kaiser Theodosius I. Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr. endete das Orakel. Das Dorf Kastri wuchs über den Ruinen, bis französische Archäologen ab 1892 die Grabungen begannen und der Ort verlegt wurde. Seit 1987 ist Delphi UNESCO-Welterbe.

    Vor Ort unterwegs

    AnreiseOhne eigenes Auto erreichst du Delphi mit den Überlandbussen des KTEL Fokidas ab dem Busbahnhof Liossion in Athen, die Fahrt dauert rund drei Stunden. Mit dem Auto sind es etwa zweieinhalb Stunden. Die Haltestelle liegt an der Hauptstraße im Dorf, Tickets gibt es dort oder beim Fahrer.Vor OrtDorf, Ausgrabung und Museum liegen an derselben Straße und sind zu Fuß erreichbar. Innerhalb der Stätte geht es steil bergauf bis zum Stadion. Das Heiligtum der Athena Pronaia liegt rund einen Kilometer weiter Richtung Arachova an der Straße, dort gibt es keinen Gehweg. Für Ausflüge nach Arachova, Galaxidi oder zum Kloster Hosios Loukas brauchst du ein Auto oder ein Taxi.

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      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
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      12 Tage · 4 Stopps

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      Delphi-Reise

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      Delphi
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    In der Umgebung

    Arachova

    Arachova

    Arachova ist ein Bergort am Südhang des Parnass, rund zehn Kilometer östlich von Delphi. Im Winter ist er der wichtigste Stützpunkt für das Skizentrum Parnassos, an Wochenenden kommen dann viele Gäste aus Athen, im Rest des Jahres übernachten hier vor allem Besucher von Delphi.Der Ort ist bekannt für Webwaren wie Teppiche und Decken und für den Käse Formaela, der eine geschützte Ursprungsbezeichnung trägt. Abseits der Hauptstraße führen steile Gassen und Treppen zwischen Steinhäusern hinauf zum Uhrturm und zur Kirche Agios Georgios, im Frühling und Herbst beginnen hier Wanderungen am Parnass.
    Galaxidi

    Galaxidi

    Galaxidi ist eine kleine Hafenstadt an der Nordküste des Golfs von Korinth, rund 30 Kilometer südwestlich von Delphi. Im 19. Jahrhundert war sie einer der wichtigsten Reederorte Griechenlands, in den 1860er und 1870er Jahren zählte ihre Handelsflotte über 400 Segelschiffe. Die steinernen Kapitänshäuser aus dieser Zeit prägen bis heute das Ortsbild.Nach Galaxidi kommst du für einen ruhigen Abend am Hafen nach dem Besuch in Delphi, für das Schifffahrtsmuseum und für Spaziergänge zwischen den beiden Häfen und durch den Pinienwald gegenüber. Am Kathara Deftera, dem Reinen Montag zu Beginn der orthodoxen Fastenzeit, zieht die Mehlschlacht Alevromoutzouroma viele Besucher an.
    Thermopylae

    Thermopylae

    An den Thermopylen hielt 480 v. Chr. ein griechisches Aufgebot unter dem spartanischen König Leonidas das persische Heer des Xerxes drei Tage lang auf. Damals verlief hier zwischen dem Kallidromo-Gebirge und dem Meer ein schmaler Küstenpass, heute liegt die Küste durch die Ablagerungen des Spercheios mehrere Kilometer entfernt.Vom Engpass selbst ist im Gelände wenig zu erkennen. Wer hier anhält, sieht das Leonidas-Denkmal, den Kolonos-Hügel der letzten Stellung und das Informationszentrum, das die verschwundene Landschaft erklärt. Der Halt lässt sich gut in eine Fahrt zwischen Athen und Nordgriechenland einbauen.
    Zentralgriechenland

    Zentralgriechenland

    Zentralgriechenland, auf Griechisch Sterea Ellada, reicht vom Golf von Korinth über das Parnass-Massiv bis an den Malischen Golf. Zwischen dem Orakelheiligtum von Delphi, dem Engpass der Thermopylen und den Bergdörfern Evrytaniens liegt eine Landschaft, die viele Reisende auf dem Weg nach Norden nur durchqueren. Wer anhält, findet antike Stätten ohne Gedränge und ein Gebirge, das im Winter Schnee trägt.
    Korinth

    Korinth

    Korinth liegt am Isthmus, der schmalsten Stelle zwischen Peloponnes und griechischem Festland, und kontrollierte damit über Jahrhunderte den Verkehr zwischen zwei Meeren. Die antike Stadt wurde 146 v. Chr. von Rom zerstört und ein Jahrhundert später als Kolonie neu gegründet, hier predigte der Apostel Paulus. Apollon-Tempel, die Festung Akrokorinth und der 1893 eröffnete Kanal stehen für drei sehr unterschiedliche Epochen an einem Ort.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash, Pexels. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI