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    Thermopylae

    Griechenland

    Thermopylae

    StadtKultur

    An den Thermopylen hielt 480 v. Chr. ein griechisches Aufgebot unter dem spartanischen König Leonidas das persische Heer des Xerxes drei Tage lang auf.

    von Felix Gillen

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    An den Thermopylen hielt 480 v. Chr. ein griechisches Aufgebot unter dem spartanischen König Leonidas das persische Heer des Xerxes drei Tage lang auf. Damals verlief hier zwischen dem Kallidromo-Gebirge und dem Meer ein schmaler Küstenpass, heute liegt die Küste durch die Ablagerungen des Spercheios mehrere Kilometer entfernt.Vom Engpass selbst ist im Gelände wenig zu erkennen. Wer hier anhält, sieht das Leonidas-Denkmal, den Kolonos-Hügel der letzten Stellung und das Informationszentrum, das die verschwundene Landschaft erklärt. Der Halt lässt sich gut in eine Fahrt zwischen Athen und Nordgriechenland einbauen.

    Sehenswürdigkeiten in Thermopylae

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    1Leonidas-Denkmal

    Das Leonidas-Denkmal an der alten Nationalstraße Athen–Lamia erinnert an die Schlacht bei den Thermopylen im Jahr 480 v. Chr., in der König Leonidas I. mit den Spartanern und ihren Verbündeten den Pass gegen das persische Heer des Xerxes hielt. Das Monument des Bildhauers Vasos Falireas wurde 1955 eingeweiht.Im Zentrum steht eine Bronzestatue des Leonidas in Kampfhaltung, auf dem Sockel die ihm zugeschriebenen Worte „Molon labe“ (Komm und hol sie dir). Zwei liegende Marmorfiguren stehen für den Fluss Eurotas und das Taygetos-Gebirge, also für die Heimat Spartas.Auf der anderen Straßenseite liegt der Kolonos-Hügel, auf dem die letzten Verteidiger fielen, das Informationszentrum befindet sich in unmittelbarer Nähe. Das Denkmal ist frei zugänglich, ein Parkplatz liegt direkt an der Straße.
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    Thermalquellen von Thermopylen

    2Thermalquellen von Thermopylen

    Die schwefelhaltigen Thermalquellen haben dem Ort seinen Namen gegeben: Thermopylai bedeutet „heiße Tore". Das warme Wasser tritt am Fuß des Kallidromo-Gebirges aus und war schon in der Antike bekannt.Am Austritt fließt das Wasser in einem kleinen Wasserfall und in naturbelassene Becken, die frei zugänglich sind und vor allem von Einheimischen genutzt werden. Es gibt keine Spa-Anlage, der Schwefelgeruch ist deutlich wahrnehmbar.Die Quellen liegen wenige hundert Meter westlich des Leonidas-Denkmals. Badesachen und ein Handtuch solltest du selbst mitbringen.
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    3Informationszentrum Thermopylen

    Das Historische Informationszentrum liegt in unmittelbarer Nähe des Leonidas-Denkmals und ordnet ein, was am Pass selbst kaum noch zu sehen ist. Mit Filmen, Touchscreens und 3D-Darstellungen werden die Perserkriege und der Ablauf der drei Kampftage des Jahres 480 v. Chr. erklärt.Wichtig ist vor allem die geografische Erklärung: In der Antike verlief die Küstenlinie unmittelbar am Fuß des Kallidromo, der Durchgang war an der engsten Stelle nur wenige Meter breit. Der Spercheios hat seither so viel Schwemmland abgelagert, dass das Meer heute mehrere Kilometer entfernt liegt und du eine breite Ebene siehst statt eines Engpasses.Das Zentrum ist der sinnvolle erste Halt, bevor du zum Denkmal und auf den Kolonos-Hügel gehst. Für den Rundgang reicht eine gute halbe Stunde.
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    Kolonos-Hügel und Phokische Mauer

    4Kolonos-Hügel und Phokische Mauer

    Der Kolonos-Hügel gegenüber dem Leonidas-Denkmal ist der Ort, an dem die Schlacht endete und die Gefallenen bestattet worden sein sollen. Nachdem der Einheimische Ephialtes den Persern den Anopaia-Pfad über das Kallidromo-Gebirge gezeigt hatte, zogen sich die verbliebenen Griechen, die Spartaner und die Thespier, auf diese Erhebung zurück und wurden dort eingeschlossen.Am Hang liegen die Reste der Phokischen Mauer, einer älteren Sperre, die die Griechen vor der Schlacht wieder instand setzten und hinter der sie zwei Tage lang standhielten. Viel ist nicht erhalten, die Linie im Gelände lässt sich aber nachvollziehen.Auf dem Hügel steht eine Marmortafel mit dem Epigramm des Simonides, das die Gefallenen bitten lässt, den Lakedaimoniern zu melden, dass man hier liege, ihren Weisungen gehorchend. Ein kurzer Weg führt vom Parkplatz hinauf, Schatten gibt es keinen.
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    5Denkmal der 700 Thespier

    Wenige Schritte neben dem Leonidas-Denkmal steht seit 1997 ein zweites, deutlich jüngeres Monument: das Denkmal für die 700 Thespier. Es korrigiert eine Lücke in der Erinnerung, denn neben den Spartanern blieben auch die Bürger der böotischen Stadt Thespiai bis zum Ende am Pass und fielen dort vollständig.Die Bronzefigur ohne Kopf stellt Eros dar, dem Thespiai geweiht war; der fehlende Kopf steht für die Anonymität der Gefallenen, der abgebrochene Flügel für ihr Opfer. Anders als bei den Spartanern sind ihre Namen nicht überliefert.Das Denkmal liegt direkt an der Straße und ist frei zugänglich. Zusammen mit dem Leonidas-Denkmal und dem Kolonos-Hügel ergibt es den vollständigen Rundgang über das Schlachtfeld.
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    Rundgänge in Thermopylae

    Kuratierte Spaziergänge zu den Highlights der Stadt, von erfahrenen Reisejournalisten zusammengestellt.

    Auf den Spuren der 300: Ein Gang durch die heißen Tore

    Tauchen Sie ein in die epische Geschichte der Schlacht bei den Thermopylen. Dieser rund zweistündige Spaziergang führt Sie zu den ikonischen Stätten, wo Spartanerkönig Leonidas und seine tapferen Krieger der persischen Übermacht trotzten. Entdecken Sie Denkmäler, das Museum und die natürlichen heißen Quellen, die diesem historischen Pass seinen Namen gaben.

    ~2 Std.
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    Stopps (5)

    Essen & Trinken

    1

    Καφενείο Ψητοπωλείο Η Τασία

    I Tasia verbindet Kafeneio und Psitopoleio, also Dorfcafé und Grilllokal. Es liegt rund sechs Kilometer östlich des Leonidas-Denkmals Richtung Küste. Auf den Grill kommen Souvlaki und Koteletts.
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    2

    Diamantoula

    Die Taverne Diamantoula liegt wenige hundert Meter östlich des Leonidas-Denkmals an der alten Nationalstraße. Serviert werden Grillgerichte und griechische Tavernenküche, praktisch als Halt vor oder nach dem Besuch des Schlachtfelds.
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    3

    Tavern 'Archóntissa'

    Die Taverne Archontissa liegt an der alten Nationalstraße nahe dem Leonidas-Denkmal. Auf der Karte stehen Grillgerichte und Ofengerichte der griechischen Tavernenküche.
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    Essen und Trinken an den Thermopylen

    Am Pass selbst ist die Auswahl überschaubar: ein paar Psistaria und Kafenia an der alten Nationalstraße, sonst nichts. Wer in Ruhe essen will, fährt nach Kamena Vourla an die Küste oder nach Lamia. Gekocht wird, was in Fthiotida üblich ist: Gegrilltes, Suppen und Hülsenfrüchte aus der Ebene des Spercheios.

    Psistaria an der Durchgangsstraße

    Die Grilllokale an der alten Nationalstraße leben von Durchreisenden und Fernfahrern. Bestellt wird Souvlaki, Kotelett oder Kokoretsi, portionsweise und ohne viel Umstand. Mittags ist hier am meisten los.
    Fasolada und Hülsenfrüchte

    Fasolada und Hülsenfrüchte

    Die Ebene des Spercheios ist Anbaugebiet für Bohnen und Kichererbsen. In der kalten Jahreszeit steht in den Kafenia oft Fasolada auf dem Herd, die dicke Bohnensuppe, die in Griechenland als Alltagsgericht gilt.

    Fisch in Kamena Vourla

    An der Küste zehn Kilometer östlich servieren Tavernen gegrillten Fisch und Meze mit Blick auf die Nordspitze Euböas. Der Ort ist zugleich Thermalbad, das Angebot ist entsprechend größer als an den Thermopylen.

    Tavernen in Lamia

    In der Regionshauptstadt 20 Kilometer nordwestlich liegen die Tavernen rund um die Plateia Laou dicht beieinander. Dort isst du besser als an der Durchgangsstraße und zahlst Preise ohne Touristenaufschlag.

    Tsipouro am Nachmittag

    Nach dem Essen kommt in Fthiotida meist Tsipouro auf den Tisch, oft mit ein paar kleinen Tellern dazu. In den Kafenia gehört er zum Nachmittag wie der Kaffee.

    Geschichte und Kultur

    Die Schlacht von 480 v. Chr.Der Name Thermopylai bedeutet „heiße Tore“ und verweist auf die Thermalquellen am Fuß des Kallidromo. Hier sperrten 480 v. Chr. Spartaner, Thespier und weitere Verbündete unter Leonidas den Küstenpass gegen das Heer des Xerxes. Nachdem der Einheimische Ephialtes den Persern den Pfad über das Gebirge gezeigt hatte, wurden die verbliebenen Verteidiger auf dem Kolonos-Hügel eingeschlossen und fielen.ErinnerungAuf dem Hügel erinnert eine Tafel an das Epigramm des Simonides, das im Deutschen meist als „Wanderer, kommst du nach Sparta“ zitiert wird. Das Leonidas-Denkmal des Bildhauers Vasos Falireas wurde 1955 eingeweiht, 1997 kam das Denkmal für die 700 Thespier hinzu.Eine veränderte LandschaftDie Ablagerungen des Spercheios haben die Küste seit der Antike um mehrere Kilometer nach Osten und Norden verschoben. Der Engpass, um den gekämpft wurde, ist deshalb im Gelände nicht mehr zu sehen.

    Unterwegs vor Ort

    AnreiseAm einfachsten erreichst du die Thermopylen mit dem Auto: Von der Autobahn A1 zwischen Athen und Lamia führt die Ausfahrt auf die alte Nationalstraße, an der die Gedenkstätte liegt. Von Athen rechnest du mit knapp zwei Stunden, von Lamia mit einer Viertelstunde. KTEL-Busse verbinden Athen mit Lamia, für die letzte Strecke zur Gedenkstätte bleibt meist ein Taxi aus Lamia.Vor OrtDenkmäler, Kolonos-Hügel und Informationszentrum liegen nah beieinander und sind zu Fuß erreichbar, ein Parkplatz liegt direkt an der Straße. Zu den Thermalquellen weiter westlich sind es knapp ein Kilometer.

    Unterkünfte in Thermopylae

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    1. 1
      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
      1234

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      12 Tage · 4 Stopps

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    2. 2

      Thermopylae-Reise

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    In der Umgebung

    Zentralgriechenland

    Zentralgriechenland

    Zentralgriechenland, auf Griechisch Sterea Ellada, reicht vom Golf von Korinth über das Parnass-Massiv bis an den Malischen Golf. Zwischen dem Orakelheiligtum von Delphi, dem Engpass der Thermopylen und den Bergdörfern Evrytaniens liegt eine Landschaft, die viele Reisende auf dem Weg nach Norden nur durchqueren. Wer anhält, findet antike Stätten ohne Gedränge und ein Gebirge, das im Winter Schnee trägt.
    Delphi

    Delphi

    Delphi liegt am Südhang des Parnass, rund zweieinhalb Autostunden nordwestlich von Athen. In der Antike war das Heiligtum des Apollon mit seinem Orakel eines der wichtigsten Kultzentren Griechenlands, heute ist es UNESCO-Welterbe. Die Heilige Straße führt an Schatzhäusern vorbei zum Apollontempel, darüber liegen Theater und Stadion mit Blick über das Pleistos-Tal. Im Museum steht der bronzene Wagenlenker von Delphi. Komm früh am Morgen oder am späten Nachmittag und trag feste Schuhe, das Gelände ist steil und uneben.
    Arachova

    Arachova

    Arachova ist ein Bergort am Südhang des Parnass, rund zehn Kilometer östlich von Delphi. Im Winter ist er der wichtigste Stützpunkt für das Skizentrum Parnassos, an Wochenenden kommen dann viele Gäste aus Athen, im Rest des Jahres übernachten hier vor allem Besucher von Delphi.Der Ort ist bekannt für Webwaren wie Teppiche und Decken und für den Käse Formaela, der eine geschützte Ursprungsbezeichnung trägt. Abseits der Hauptstraße führen steile Gassen und Treppen zwischen Steinhäusern hinauf zum Uhrturm und zur Kirche Agios Georgios, im Frühling und Herbst beginnen hier Wanderungen am Parnass.
    Galaxidi

    Galaxidi

    Galaxidi ist eine kleine Hafenstadt an der Nordküste des Golfs von Korinth, rund 30 Kilometer südwestlich von Delphi. Im 19. Jahrhundert war sie einer der wichtigsten Reederorte Griechenlands, in den 1860er und 1870er Jahren zählte ihre Handelsflotte über 400 Segelschiffe. Die steinernen Kapitänshäuser aus dieser Zeit prägen bis heute das Ortsbild.Nach Galaxidi kommst du für einen ruhigen Abend am Hafen nach dem Besuch in Delphi, für das Schifffahrtsmuseum und für Spaziergänge zwischen den beiden Häfen und durch den Pinienwald gegenüber. Am Kathara Deftera, dem Reinen Montag zu Beginn der orthodoxen Fastenzeit, zieht die Mehlschlacht Alevromoutzouroma viele Besucher an.
    Pilion (Pelion)

    Pilion (Pelion)

    Die Halbinsel Pilion schließt östlich von Volos den Pagasitischen Golf zur Ägäis ab. Ihr bewaldeter Gebirgsrücken reicht bis auf über 1.600 Meter, an den Hängen liegen Steindörfer mit Schieferdächern, Platanenplätzen und alten Herrenhäusern. In der griechischen Mythologie gilt der Pilion als Heimat der Zentauren.Du kommst zum Wandern auf alten gepflasterten Maultierpfaden, für die Strände an der Ägäisküste und für die Bergdörfer wie Makrinitsa, Milies oder Tsagarada. Frühling und Herbst sind die angenehmsten Reisezeiten, im Winter wird am Berg Ski gefahren.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI