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    Pilion (Pelion)

    Griechenland

    Pilion (Pelion)

    Stadt

    Die Halbinsel Pilion schließt östlich von Volos den Pagasitischen Golf zur Ägäis ab.

    von Felix Gillen

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    5. Pilion (Pelion)
    Die Halbinsel Pilion schließt östlich von Volos den Pagasitischen Golf zur Ägäis ab. Ihr bewaldeter Gebirgsrücken reicht bis auf über 1.600 Meter, an den Hängen liegen Steindörfer mit Schieferdächern, Platanenplätzen und alten Herrenhäusern. In der griechischen Mythologie gilt der Pilion als Heimat der Zentauren.Du kommst zum Wandern auf alten gepflasterten Maultierpfaden, für die Strände an der Ägäisküste und für die Bergdörfer wie Makrinitsa, Milies oder Tsagarada. Frühling und Herbst sind die angenehmsten Reisezeiten, im Winter wird am Berg Ski gefahren.

    Sehenswürdigkeiten in Pilion (Pelion)

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Aussichtspunkt Damouchari

    1Aussichtspunkt Damouchari

    Der Aussichtspunkt liegt an der Straße oberhalb von Damouchari, dem kleinen Hafenort an der Ägäisküste unterhalb von Mouresi. Von hier überblickst du den Naturhafen mit den Steinhäusern und daneben die Kiesbucht Palia Damouchari. Am Hafen stehen die Ruinen einer Burg, die die Byzantiner mindestens im 11. Jahrhundert anlegten und die Venezianer später nutzten, dazu die Kirche Agios Nikolaos von 1744. Im September 2007 wurden in Damouchari Szenen des Films Mamma Mia gedreht. Von Volos sind es rund 46 Kilometer.
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    Strand Mylopotamos

    2Strand Mylopotamos

    Der Strand von Mylopotamos liegt an der Ägäisküste des Pilion, rund sechs Kilometer von Tsagarada entfernt. Ein Felsen mit einem natürlichen Bogen teilt ihn in zwei Buchten aus Kies und Sand, die du durch den Durchgang im Fels erreichst. In der einen Bucht gibt es eine Strandbar mit Getränken und Snacks, die andere ist ruhiger und hat eine Höhle, die Schatten spendet. Vom Parkplatz führt ein kurzer Weg mit Stufen hinunter zum Wasser.
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    3Goritsa-Hügel über Volos

    Der Goritsa-Hügel erhebt sich am östlichen Rand von Volos und trägt die Reste einer befestigten Stadt aus dem späten 4. Jahrhundert v. Chr. Erhalten sind Mauerzüge, Türme und das rasterförmige Straßensystem, das für eine Neugründung dieser Zeit typisch ist.Wer die Siedlung gründete, ist nicht geklärt; diskutiert wird eine Anlage aus der Zeit Philipps II. oder Demetrios' I., die zur Kontrolle des Pagasitischen Golfs diente. Bewohnt wurde sie offenbar nur wenige Jahrzehnte.Vom Kamm überblickst du den Golf, den Hafen von Volos und die Auffahrt ins Pilion. Der Aufstieg ist kurz, aber ohne Schatten, und lohnt sich am ehesten am frühen Morgen oder gegen Abend.
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    Makrinitsa und sein Dorfplatz

    4Makrinitsa und sein Dorfplatz

    Makrinitsa klebt auf rund 600 Metern am Hang über Volos und wird der Balkon des Pilion genannt, weil der Blick von fast jeder Terrasse über den Pagasitischen Golf reicht. Autos bleiben am Ortseingang stehen, alles Weitere geht über Treppen und gepflasterte Wege.Der Dorfplatz liegt unter alten Platanen, in seiner Mitte steht ein Marmorbrunnen mit Reliefs. An den Platz grenzt die Kirche Agios Ioannis Prodromos, deren Arkade und freistehender Glockenturm typisch für die Pilion-Architektur sind.Im alten Kafeneio am Platz hat der Volksmaler Theophilos Hatzimichail Anfang des 20. Jahrhunderts eine Wandmalerei hinterlassen, die den Kämpfer Katsantonis zeigt. Theophilos lebte lange im Pilion und malte gegen Kost und Logis.
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    5Historisches Museum Portaria

    Portaria liegt wenige Kilometer unterhalb von Makrinitsa und war im 18. und 19. Jahrhundert ein wohlhabender Ort, in dem Seide verarbeitet und mit Volos gehandelt wurde. Das historische Museum sammelt, was von dieser Zeit blieb: Hausrat, Werkzeug, Dokumente und Fotografien.Der Bestand ist klein, macht aber nachvollziehbar, wie die Pilion-Dörfer wirtschaftlich funktionierten, bevor Straße und Eisenbahn den Handel nach Volos verlagerten. Ergänzt wird er durch Material zur Geschichte des Orts im 20. Jahrhundert.Für den Rundgang reicht eine gute halbe Stunde. Sinnvoll ist die Kombination mit einem Gang durch Portaria selbst, dessen Platz mit der Platane und den Quellen am Ortsrand gleich nebenan liegt.
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    Pilion-Bahn Moutzouris

    6Pilion-Bahn Moutzouris

    Die Pilion-Bahn, im Ort Moutzouris genannt, ist eine Schmalspurstrecke mit 600 Millimetern Spurweite, die zwischen 1895 und 1903 von Volos in die Bergdörfer gebaut wurde. Verantwortlich für die Trassierung war der Ingenieur Evaristo de Chirico, der Vater des Malers Giorgio de Chirico.Erhalten ist der obere Abschnitt von Ano Lechonia nach Milies, rund 15 Kilometer, für die der Zug etwa anderthalb Stunden braucht. Die Strecke windet sich an Hängen entlang, quert Schluchten auf steinernen Viadukten und überquert bei Milies eine gekrümmte Eisenbrücke, die als technische Besonderheit gilt.Gefahren wird saisonal, üblicherweise von Frühjahr bis Herbst und an Wochenenden, teils mit Dampflok, teils mit Diesel. Die Plätze sind begrenzt, eine Buchung vorab ist sinnvoll. Milies selbst lohnt den Aufenthalt wegen seiner Schulbibliothek von 1814.
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    Essen & Trinken

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    Agora 1955 (Portaria)

    Lokal in Portaria, das Taverne, Café und kleinen Laden unter einem Dach verbindet. Tagsüber wird vor allem Kaffee ausgeschenkt, abends gibt es warme Küche mit den üblichen Gerichten der Halbinsel. Es liegt direkt an der Durchgangsstraße im Ortskern.
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    To Katofli tis Ketis

    Kleine Taverne im Dorfbereich von Portaria, abseits der Hauptdurchfahrt. Die Küche arbeitet mit dem, was die Pilion-Tavernen üblicherweise führen: Schmorgerichte, Pites und Salate der Saison. Der Betrieb ist familiär und entsprechend klein.
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    Kritsa (Portaria)

    Restaurant in Portaria, das zu einem Haus mit Zimmern gehört und auch von außen besucht werden kann. Der Schwerpunkt liegt auf der Küche der Halbinsel, also Ofen- und Schmorgerichten. Von den Tischen reicht der Blick über den Pagasitischen Golf.
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    Taverna Ortansies (Portaria)

    Taverne in Portaria mit Außenbereich, ausgerichtet auf die klassische Tavernenkarte: Mezedes, Schmorgerichte, Gegrilltes und Salate. Sie liegt im südlichen Teil des Orts, etwas unterhalb des Dorfplatzes.
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    Archontiko (Portaria)

    Traditionelles Restaurant in Portaria in einem der alten Steinhäuser des Orts. Auf der Karte steht die Regionalküche der Halbinsel, darunter Spetzofai und Ofengerichte.
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    Essen und Trinken im Pilion

    Das Pilion ernährt sich vom eigenen Hang. Von den Terrassen kommen Äpfel, Kastanien, Walnüsse und Oliven, aus dem Wald Pilze und Wildkräuter, vom Meer Fisch und Oktopus. Die bekannteste Esskultur der Gegend sitzt allerdings unten in Volos, wo die tsipouradika den Takt vorgeben.

    Spetzofai

    Das Gericht der Halbinsel: derbe Landwurst, Paprika und Tomate, geschmort und in der Pfanne serviert. Es steht in fast jedem Dorf auf der Karte, die Schärfe fällt von Küche zu Küche unterschiedlich aus.

    Tsipouradiko in Volos

    Am Fuß des Pilion bestellst du keine Speisen, sondern eine Karaffe Tsipouro; die Mezedes kommen automatisch dazu und wechseln mit jeder Runde. Der Ablauf zieht sich über Stunden, plane keinen Anschlusstermin.

    Firiki-Äpfel aus Zagora

    Die kleine, längliche Apfelsorte von den Nordosthängen trägt eine geschützte Ursprungsbezeichnung. In Zagora sitzt die Genossenschaft, im Herbst wird auch direkt an der Straße verkauft.

    Kastanien und Walnüsse

    Die Nordhänge sind mit Kastanienwald bewachsen, im Oktober richten mehrere Dörfer Kastanienfeste aus. Aus den Walnüssen entstehen Löffelsüßigkeiten und Likör, beides wird in den Dörfern verkauft.

    Fisch an der Ostküste

    In Agios Ioannis, Chorefto und Damouchari kommt der Tagesfang auf den Grill und wird nach Gewicht abgerechnet. Auf der Westseite am Pagasitischen Golf ist das Angebot kleiner, dafür sind die Tavernen dort ganzjährig geöffnet.

    Kulturelles Erbe und Historie Pelions

    Die Halbinsel Pelion ist tief in der griechischen Mythologie verwurzelt, bekannt als Heimat der Zentauren und Ausgangspunkt der Argonauten auf ihrer Suche nach dem Goldenen Vlies. Ihre Geschichte erstreckt sich von antiken Siedlungen über die byzantinische Ära, die sich in zahlreichen Klöstern und Kirchen widerspiegelt, bis zur osmanischen Zeit. Während der osmanischen Herrschaft genoss Pelion eine relative Autonomie, was einen kulturellen und wirtschaftlichen Aufschwung ermöglichte, dessen Spuren bis heute sichtbar sind.Charakteristisch für die Region sind die traditionellen Dörfer mit ihrer einzigartigen Architektur. Die sogenannten Pelion-Häuser, oft dreistöckig mit robusten Steinmauern, Schieferdächern und geschnitzten Holzbalkonen, sind typisch und zeugen vom Wohlstand der Region im 18. und 19. Jahrhundert. Zahlreiche byzantinische und post-byzantinische Kirchen, oft mit beeindruckenden Fresken verziert, prägen die Landschaft und dienen als wichtige Zeugnisse religiöser Kunst und Handwerkskunst.Pelion pflegt bis heute seine Bräuche, die sich in regionalen Festen, traditioneller Musik und Tanz sowie im lokalen Handwerk manifestieren. Die Gastronomie, basierend auf lokalen Produkten wie Olivenöl, Obst und Wildkräutern, ist ein weiterer zentraler Bestandteil der kulturellen Identität und verbindet Besucher mit der authentischen Lebensweise der Einheimischen.

    Unterwegs vor Ort

    Mit dem AutoEin Mietwagen ist auf dem Pilion die praktischste Lösung. Die Straßen sind asphaltiert, aber kurvig und schmal, für Strecken zwischen West- und Ostseite brauchst du mehr Zeit, als die Karte vermuten lässt. Mietwagen bekommst du in Volos oder am Flughafen Nea Anchialos.Bus und ZugDie KTEL-Busse der Region Magnesia fahren ab Volos in die größeren Dörfer, außerhalb der Saison aber nur wenige Male am Tag. Die Schmalspurbahn zwischen Ano Lechonia und Milies ist ein saisonaler Ausflugszug, kein Verkehrsmittel für den Alltag. Prüfe die Fahrpläne vorab.Zu FußDie Dorfkerne erkundest du am besten zu Fuß. Ein Netz alter gepflasterter Pfade, die Kalderimia, verbindet viele Dörfer miteinander und mit der Küste. Taxis gibt es in Volos und in einigen größeren Orten.

    Unterkünfte in Pilion (Pelion)

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      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
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    Larissa ist die Hauptstadt der Region Thessalien und liegt mitten in der weiten thessalischen Ebene am Fluss Pinios. Die Stadt ist überwiegend modern geprägt, doch auf und um den Frourio-Hügel liegen ihre historischen Schichten dicht beieinander: das hellenistische Erste Antike Theater, eine frühchristliche Basilika und die osmanische Markthalle Bezesteni.Du kommst für das Diachronische Museum, die belebte Fußgängerzone und den Alkazar-Park am Fluss. Im Hochsommer wird es in der Ebene sehr heiß, Frühling und Herbst sind angenehmer.
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    Thessalien liegt zwischen dem Pindos-Gebirge und der Ägäis und besteht zum größten Teil aus einer weiten Ebene, die Griechenland mit Getreide und Baumwolle versorgt. An ihren Rändern stehen die Klosterfelsen der Meteora, steigt die Pilion-Halbinsel über der Küste auf und markiert der Olymp die Nordgrenze. Wer von Athen nach Thessaloniki fährt, durchquert die Region in zwei Stunden; wer abbiegt, findet Bergdörfer, Badebuchten und Städte, die vom Tourismus kaum berührt sind.
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    Zentralgriechenland, auf Griechisch Sterea Ellada, reicht vom Golf von Korinth über das Parnass-Massiv bis an den Malischen Golf. Zwischen dem Orakelheiligtum von Delphi, dem Engpass der Thermopylen und den Bergdörfern Evrytaniens liegt eine Landschaft, die viele Reisende auf dem Weg nach Norden nur durchqueren. Wer anhält, findet antike Stätten ohne Gedränge und ein Gebirge, das im Winter Schnee trägt.
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    An den Thermopylen hielt 480 v. Chr. ein griechisches Aufgebot unter dem spartanischen König Leonidas das persische Heer des Xerxes drei Tage lang auf. Damals verlief hier zwischen dem Kallidromo-Gebirge und dem Meer ein schmaler Küstenpass, heute liegt die Küste durch die Ablagerungen des Spercheios mehrere Kilometer entfernt.Vom Engpass selbst ist im Gelände wenig zu erkennen. Wer hier anhält, sieht das Leonidas-Denkmal, den Kolonos-Hügel der letzten Stellung und das Informationszentrum, das die verschwundene Landschaft erklärt. Der Halt lässt sich gut in eine Fahrt zwischen Athen und Nordgriechenland einbauen.
    Chalkidiki

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    Die Halbinsel Chalkidiki südöstlich von Thessaloniki läuft in drei schmale Landzungen aus: Kassandra, Sithonia und Athos. Pinienwälder reichen hier bis an Sandstrände und klare Buchten. Dazu kommen die Mönchsrepublik am Heiligen Berg, die Tropfsteinhöhle von Petralona und Stagira, der Geburtsort des Aristoteles.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash, Pexels. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
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