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    Thessalien

    Griechenland

    Thessalien

    Region

    Thessalien liegt zwischen dem Pindos-Gebirge und der Ägäis und besteht zum größten Teil aus einer weiten Ebene, die Griechenland mit Getreide und Baumwolle versorgt.

    von Felix Gillen

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    4. Thessalien
    Thessalien liegt zwischen dem Pindos-Gebirge und der Ägäis und besteht zum größten Teil aus einer weiten Ebene, die Griechenland mit Getreide und Baumwolle versorgt. An ihren Rändern stehen die Klosterfelsen der Meteora, steigt die Pilion-Halbinsel über der Küste auf und markiert der Olymp die Nordgrenze. Wer von Athen nach Thessaloniki fährt, durchquert die Region in zwei Stunden; wer abbiegt, findet Bergdörfer, Badebuchten und Städte, die vom Tourismus kaum berührt sind.
    Thessalien besteht im Kern aus der größten Ebene Griechenlands, umgeben von Gebirgen: im Westen der Pindos, im Norden Olymp und Ossa, im Osten das Pilion. Hauptstädte sind Larissa im Zentrum der Ebene und die Hafenstadt Volos am Pagasitischen Golf, dazu kommen Trikala und Karditsa.Bekanntestes Ziel sind die Klöster von Meteora über Kalambaka. Die Pilion-Halbinsel mit ihren Bergdörfern und Stränden liegt näher an Volos, von dort fahren auch die Fähren zu den Sporaden. Für Meteora und Pilion brauchst du zusammen mindestens vier bis fünf Tage, ein Mietwagen ist außerhalb der Städte praktisch.
    Larissa

    Ort 1 von 4

    Larissa

    Larissa ist die Hauptstadt der Region Thessalien und liegt mitten in der weiten thessalischen Ebene am Fluss Pinios.

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    Meteora

    Ort 2 von 4

    Meteora

    Meteora liegt am Rand der thessalischen Ebene über der Kleinstadt Kalambaka. Auf hohen Felstürmen aus Konglomerat stehen orthodoxe Klöster, deren erste im 14.

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    Pilion (Pelion)

    Ort 3 von 4

    Pilion (Pelion)

    Die Halbinsel Pilion schließt östlich von Volos den Pagasitischen Golf zur Ägäis ab. Ihr bewaldeter Gebirgsrücken reicht bis auf über 1.600 Meter, an den Hängen liegen Steindörfer mit Schieferdächern, Platanenplätzen und alten Herrenhäusern.

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    Trikala

    Ort 4 von 4

    Trikala

    Trikala liegt im Westen der thessalischen Ebene am Fuß des Pindos-Gebirges. Durch die Stadt fließt der Lithaios, an dessen Ufern sich das Leben abspielt.

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    Sehenswürdigkeiten in Thessalien

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Diachronisches Museum von Larissa

    Das Diachronische Museum von Larissa erzählt die Geschichte Thessaliens in einem Durchgang, von der Altsteinzeit bis in die Neuzeit. Der Name ist Programm: Statt nach Epochen getrennter Abteilungen führt die Ausstellung chronologisch durch rund 250.000 Jahre Besiedlung der thessalischen Ebene.Schwerpunkt sind die neolithischen Funde aus Siedlungshügeln wie Sesklo und Dimini, die zu den ältesten Ackerbaukulturen Europas gehören. Dazu kommen Grabstelen, Münzen und Inschriften aus klassischer und römischer Zeit sowie byzantinische und osmanische Bestände.Das Gebäude steht am südlichen Stadtrand von Larissa und wurde 2015 eröffnet. Die Beschriftung ist durchgehend zweisprachig, für einen gründlichen Rundgang solltest du zwei Stunden einplanen.
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    Katsigras-Museum, Städtische Galerie Larissa

    Die Städtische Galerie von Larissa geht auf die Sammlung des Arztes Giorgos Katsigras zurück, der der Stadt mehrere hundert Werke griechischer Maler vermachte. Der Bestand deckt die griechische Kunst vom 19. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit ab.Vertreten sind unter anderem Nikolaos Gyzis, Konstantinos Parthenis und Yannis Tsarouchis, dazu Arbeiten der Generation der 1930er Jahre, die eine eigenständige griechische Moderne formulierte. Ergänzt wird die Dauerausstellung durch Wechselausstellungen zeitgenössischer Positionen.Das Museum liegt im Norden von Larissa und ist eine der wenigen Adressen in Thessalien, an denen sich griechische Malerei im Zusammenhang ansehen lässt. Der Rundgang dauert etwa eine Stunde.
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    Tal von Tempi

    Tal von Tempi

    Zwischen dem Olymp im Norden und dem Ossa im Süden hat der Pinios eine rund zehn Kilometer lange Schlucht in den Fels geschnitten. Das Tal von Tempi war seit der Antike der wichtigste Weg von Makedonien nach Thessalien und damit ein strategischer Engpass.480 v. Chr. schickten die griechischen Städte ein Heer hierher, um Xerxes aufzuhalten, zogen es aber wieder ab, weil der Pass umgangen werden konnte. Die Entscheidung fiel stattdessen an den Thermopylen. In der Mythologie galt das Tal als Ort, an dem Apollon sich nach der Tötung der Schlange Python reinigte.An der alten Straße liegt die Kapelle der Agia Paraskevi, zu der eine Hängebrücke über den Fluss führt. Der Fernverkehr läuft heute durch Tunnel daneben, das Tal selbst lässt sich zu Fuß auf einem Uferweg erkunden.
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    Volos und der Pagasitische Golf

    Volos und der Pagasitische Golf

    Volos ist die Hafenstadt Thessaliens und liegt dort, wo die Pilion-Halbinsel den Pagasitischen Golf einschließt. Nach dem schweren Erdbeben von 1955 wurde die Stadt weitgehend neu gebaut, geblieben ist die lange Uferpromenade, an der sich die tsipouradika reihen.Das Archäologische Museum Athanasakeio zeigt bemalte Grabstelen aus der hellenistischen Nekropole von Demetrias, deren Farbfassung ungewöhnlich gut erhalten ist. In Reichweite der Stadt liegen die neolithischen Siedlungshügel von Sesklo und Dimini, zwei der wichtigsten Fundorte des europäischen Neolithikums.Vom Hafen gehen Fähren und Katamarane nach Skiathos, Skopelos und Alonnisos. Ab Ano Lechonia fährt im Sommer die Schmalspurbahn Moutzouris auf einer historischen Trasse ins Pilion hinauf.
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    Limni Plastira

    Limni Plastira

    Der Plastira-See im Bezirk Karditsa entstand 1959 durch die Aufstauung des Tavropos und liegt auf rund 800 Metern Höhe am Fuß der Agrafa-Berge. Benannt ist er nach Nikolaos Plastiras, der den Bau als Politiker durchsetzte.Eine Straße führt in etwa 40 Kilometern einmal um den See, vorbei an Dörfern wie Neochori, Kalyvia Pezoulas und Belokomiti. Der Wasserstand schwankt jahreszeitlich deutlich, im Spätsommer treten Uferflächen frei, die im Frühjahr überflutet sind.Rund um den See gibt es Wanderwege, Kanuverleih und Reitställe, Baden ist an mehreren Stellen möglich. Von Karditsa sind es rund 25 Kilometer bergauf, öffentliche Verbindungen gibt es kaum.
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    Pertouli und Elati im thessalischen Pindos

    Pertouli und Elati im thessalischen Pindos

    Pertouli und Elati liegen rund 40 Kilometer westlich von Trikala auf 900 bis 1.200 Metern im Pindos-Gebirge. Beide sind Steindörfer mit Schieferdächern, die vom Wochenendtourismus aus Thessaloniki und Athen leben.Oberhalb von Pertouli erstreckt sich eine Hochweide, die im Winter als kleines Skizentrum genutzt wird. Der umliegende Tannenwald gehört zu einem Universitätsforst, in dem seit den 1930er Jahren forstwirtschaftlich geforscht wird, und ist mit markierten Wegen erschlossen.Im Sommer sind die Temperaturen hier deutlich erträglicher als in der thessalischen Ebene. Die Straße von Trikala ist gut ausgebaut, aber kurvenreich, rechne mit gut einer Stunde Fahrt.
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    Essen und Trinken in Thessalien

    Thessalien ernährt einen großen Teil Griechenlands: Die Ebene zwischen Pinios und Pindos ist die größte zusammenhängende Ackerfläche des Landes, aus den Bergen kommen Käse und Fleisch, aus Volos Fisch. Gegessen wird eher deftig als mediterran-leicht, und Tsipouro gehört hier zum Essen dazu.
    Tsipouro in Volos

    Tsipouro in Volos

    In den tsipouradika der Hafenstadt bestellst du keine Speisen, sondern eine Karaffe Tsipouro; die Mezedes kommen automatisch dazu und wechseln mit jeder Runde. Üblich sind Oktopus, kleine Fische, Muscheln und eingelegtes Gemüse. Der Ablauf zieht sich über Stunden, plane keinen Anschlusstermin.
    Spetzofai

    Spetzofai

    Ein Schmorgericht aus dem Pilion mit derber Landwurst, Paprika und Tomate, serviert in der Pfanne. Es gilt als das Gericht der Halbinsel und steht dort auf fast jeder Karte.
    Feta und Bergkäse

    Feta und Bergkäse

    Thessalien gehört zu den Kerngebieten der Feta-Produktion mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Dazu kommen Hartkäse aus den Pindos-Dörfern, die häufig nur regional verkauft werden.
    Pita und Bougatsa

    Pita und Bougatsa

    In Larissa und Trikala gehören Blätterteigtaschen zum Alltag, herzhaft mit Käse oder Spinat, süß als Bougatsa mit Grießcreme. Die Bäckereien öffnen früh, mittags ist das Blech oft leer.

    Äpfel und Kastanien vom Pilion

    Die Hänge des Pilion liefern Äpfel, Kastanien und Walnüsse, aus denen Sirupe, Löffelsüßigkeiten und Liköre entstehen. Im Oktober richten mehrere Dörfer Kastanienfeste aus.

    Geschichte und Kultur

    Vorgeschichte und AntikeIn der thessalischen Ebene liegen mit Sesklo und Dimini bei Volos zwei der wichtigsten neolithischen Siedlungen Europas, die ältesten Schichten reichen ins 7. Jahrtausend v. Chr. zurück. In der Antike war Thessalien für seine Pferdezucht und Reiterei bekannt, die Städte schlossen sich zum Thessalischen Bund zusammen. Aus der Gegend von Iolkos, dem heutigen Volos, brachen der Sage nach die Argonauten auf, das Pilion galt als Heimat der Kentauren.Byzanz und OsmanenIm Mittelalter entstanden die Klöster von Meteora, die seit 1988 zum UNESCO-Welterbe gehören. Ab dem Ende des 14. Jahrhunderts stand die Region unter osmanischer Herrschaft. Erst 1881 kam der größte Teil Thessaliens zu Griechenland.HeuteDie Ebene ist eines der wichtigsten Agrargebiete des Landes mit Weizen, Baumwolle und Obst. Volos ist bekannt für seine Tsipouradika, in denen zum Tsipouro kleine Gerichte serviert werden, im Pilion prägen Steinhäuser mit Schieferdächern das Bild.

    Unterwegs in Thessalien

    Auto und FernstraßenDie Autobahn A1 durchquert Thessalien von Süd nach Nord und führt durch das Tal von Tempi zwischen Olymp und Ossa. Von Larissa sind es rund 60 Kilometer nach Volos und etwa 85 Kilometer nach Kalambaka am Fuß der Meteora, die Autobahn E65 bindet Trikala und Karditsa an. Für das Pilion und die Pindos-Dörfer um Elati brauchst du ein Auto: Die Straßen sind eng, kurvenreich und im Winter gelegentlich verschneit. Auf der Pilion-Halbinsel liegen die Fahrzeiten deutlich über dem, was die Kilometerzahl vermuten lässt.Bahn, Bus und FähreLarissa liegt an der Hauptbahnstrecke von Athen nach Thessaloniki und hat den am besten angebundenen Bahnhof der Region. Eine Nebenstrecke führt nach Volos, eine weitere über Trikala nach Kalambaka; die Meteora sind damit auch ohne Auto erreichbar. KTEL-Busse verbinden die vier Regionalstädte mehrmals täglich, in die Bergdörfer fahren sie deutlich seltener und meist nur vormittags. Vom Hafen Volos gehen Fähren und Katamarane zu den Sporaden, im Sommer mehrmals täglich, im Winter auf wenige Abfahrten reduziert.

    Rundreisen durch die Region

    Nordgriechenland & Meteora

    Nordgriechenland & Meteora

    Von Thessaloniki fährst du zu den Königsgräbern von Vergina und weiter zu den Felsenklöstern von Meteora. Über das Pindos-Gebirge geht es zum Schluss nach Ioannina am Pamvotida-See, dem Ausgangspunkt für die Zagori-Dörfer.

    8 Tage
    4 Stopps

    In der Umgebung

    Larissa

    Larissa

    Larissa ist die Hauptstadt der Region Thessalien und liegt mitten in der weiten thessalischen Ebene am Fluss Pinios. Die Stadt ist überwiegend modern geprägt, doch auf und um den Frourio-Hügel liegen ihre historischen Schichten dicht beieinander: das hellenistische Erste Antike Theater, eine frühchristliche Basilika und die osmanische Markthalle Bezesteni.Du kommst für das Diachronische Museum, die belebte Fußgängerzone und den Alkazar-Park am Fluss. Im Hochsommer wird es in der Ebene sehr heiß, Frühling und Herbst sind angenehmer.
    Trikala

    Trikala

    Trikala liegt im Westen der thessalischen Ebene am Fuß des Pindos-Gebirges. Durch die Stadt fließt der Lithaios, an dessen Ufern sich das Leben abspielt. Die Burg auf dem Hügel, das alte Viertel Varousi und die osmanische Koursoum-Moschee erzählen von byzantinischer und osmanischer Zeit.Die Stadt ist eine gute Basis für Meteora, das rund 20 Kilometer entfernt liegt, und lässt sich in einem halben Tag zu Fuß oder mit dem Rad erkunden.
    Meteora

    Meteora

    Meteora liegt am Rand der thessalischen Ebene über der Kleinstadt Kalambaka. Auf hohen Felstürmen aus Konglomerat stehen orthodoxe Klöster, deren erste im 14. Jahrhundert entstanden. Sechs davon sind bewohnt und zu besichtigen, darunter das Große Meteoron und Varlaam. Die Stätte gehört seit 1988 zum UNESCO-Welterbe. Komm früh am Morgen oder am späten Nachmittag und trag Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt.
    Pilion (Pelion)

    Pilion (Pelion)

    Die Halbinsel Pilion schließt östlich von Volos den Pagasitischen Golf zur Ägäis ab. Ihr bewaldeter Gebirgsrücken reicht bis auf über 1.600 Meter, an den Hängen liegen Steindörfer mit Schieferdächern, Platanenplätzen und alten Herrenhäusern. In der griechischen Mythologie gilt der Pilion als Heimat der Zentauren.Du kommst zum Wandern auf alten gepflasterten Maultierpfaden, für die Strände an der Ägäisküste und für die Bergdörfer wie Makrinitsa, Milies oder Tsagarada. Frühling und Herbst sind die angenehmsten Reisezeiten, im Winter wird am Berg Ski gefahren.
    Zentralgriechenland

    Zentralgriechenland

    Zentralgriechenland, auf Griechisch Sterea Ellada, reicht vom Golf von Korinth über das Parnass-Massiv bis an den Malischen Golf. Zwischen dem Orakelheiligtum von Delphi, dem Engpass der Thermopylen und den Bergdörfern Evrytaniens liegt eine Landschaft, die viele Reisende auf dem Weg nach Norden nur durchqueren. Wer anhält, findet antike Stätten ohne Gedränge und ein Gebirge, das im Winter Schnee trägt.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash, Pexels. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
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