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    Surin

    Thailand

    Surin

    StadtKultur

    Surin im Süden des Isan ist eng mit der Elefantenkultur Thailands verbunden. Geprägt wird die Provinz von den Kui, die über Generationen Elefanten fingen und führten.

    von Felix Gillen

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    Surin im Süden des Isan ist eng mit der Elefantenkultur Thailands verbunden. Geprägt wird die Provinz von den Kui, die über Generationen Elefanten fingen und führten. Das jährliche Elephant Round-up im November ist das größte Ereignis der Stadt.Abseits davon ist Surin eine ruhige Provinzstadt. Auf dem Markt Talat Mai findest du Isan-Küche und Seide, die in Dörfern der Umgebung noch von Hand gewebt wird.Im Umland liegen Khmer-Heiligtümer wie Prasat Sikhoraphum mit seinen fünf Backsteintürmen. Die angenehmste Reisezeit ist die kühlere Trockenzeit von November bis Februar.

    Sehenswürdigkeiten in Surin

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    1Denkmal für Phraya Surin Phakdi (Chiang Pum)

    Bronzestatue des Kui-Anführers Pum, der als Elefantenkenner Ende des 18. Jahrhunderts Menschen um sich sammelte und Surin gründete. König Rama I. machte ihn zum ersten Gouverneur. Die 2,2 Meter hohe Figur hält einen Elefantenhaken, auf dem Rücken trägt sie zwei Schwerter. Jedes Jahr am 13. April legt die Provinz hier Kränze nieder. Frei zugänglich.
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    2Surin-Nationalmuseum

    Landesmuseum am südlichen Stadtrand, das die Provinz in vier Abteilungen erklärt: Archäologie der Khmer-Zeit, Geschichte der Kui und ihrer Arbeit mit Elefanten, Seidenweberei und Alltagskultur. Die verständlichste Einführung in die Region, bevor du ins Umland fährst.
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    3Talat Mai

    Der zentrale Markt der Stadt, morgens am belebtesten. Neben Gemüse, fermentiertem Fisch und Garküchen wird hier auch Seide aus den umliegenden Dörfern verkauft, oft direkt von den Weberinnen. Wer Isan-Alltag sehen will, ist hier richtig.
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    4Huai Saneng

    Stausee südlich der Stadt, der die Wasserversorgung sichert und als Ausflugsziel der Anwohner dient. Am Ufer stehen einfache Lokale auf Stelzen; am späten Nachmittag ist es hier deutlich kühler als in der Stadt.
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    Essen & Trinken

    1

    Sleep Knock

    Restaurant in 2 12 Sirirut Road.
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    2

    Kuai Chap Phon Suwan (Filiale 7)

    Restaurant in 3.
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    3

    Hakuzou

    Restaurant in 32000 349/3 Thanon Thetsaban 1.
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    4

    Sawasdee Surin

    Bar in 6.
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    Essen und Trinken

    Surin kocht Isan-Küche mit Khmer-Einflüssen: viel Klebreis, gegrilltes Fleisch, fermentierter Fisch und Chili. Milde Gerichte findest du vor allem bei den sino-thailändischen Nudelshops. Die dichteste Auswahl liegt am Talat Mai und an den Abendständen im Zentrum.

    Som Tum

    Papayasalat mit Limette, Fischsauce und Chili. In der Isan-Variante mit fermentierter Fischsauce Pla Ra deutlich kräftiger und salziger als die Version, die man in Bangkok bekommt.

    Larb und Koi

    Fleischsalate mit gerösteten Reiskörnern, Kräutern und Limette. Larb ist gegart, Koi wird traditionell roh angesetzt — letzteres birgt ein Infektionsrisiko und ist für Reisende keine gute Idee.

    Klebreis

    Im Bambuskörbchen gedampft und mit der Hand gegessen. Im Isan das Hauptnahrungsmittel, nicht die Beilage; zu Grillfleisch, Dips und Salaten gehört er immer dazu.

    Kuay Jap

    Nudelsuppe mit gerollten Reisbandnudeln, knusprigem Schweinebauch und pfeffriger Brühe. In Surin gibt es mehrere Shops, die sich darauf spezialisiert haben — ein mildes Frühstücksgericht.

    Sai Krok Isan

    Kurze, saure Reiswürste, fermentiert und dann gegrillt, dazu Kohl, Ingwer und rohe Chilis. An fast jedem Marktstand zu finden.

    Abendstände im Zentrum

    Rund um den Uhrturm und die Hauptstraße bauen abends Garküchen auf: Grillspieße, Papayasalat, Rotis und Säfte. Günstig, schnell und ohne Speisekarte — gezeigt wird, was in der Auslage liegt.

    Kultur und Geschichte

    In Surin leben neben der Isan-Mehrheit Nord-Khmer, deren Sprache mit dem Kambodschanischen verwandt ist, und die Kui (auch Suay) mit einer eigenen Sprache aus der Mon-Khmer-Familie. Ein Kui-Anführer namens Pum gründete die Stadt im 18. Jahrhundert und wurde unter Rama I. ihr erster Gouverneur.Die Kui fingen über Generationen Wildelefanten und bildeten sie aus. Mit dem Ende des Elefantenfangs und der Holzwirtschaft fiel diese Arbeit weg, viele Familien zogen mit ihren Tieren in die Städte. Heute leben viele Elefanten mit ihren Familien in Ban Ta Klang nördlich der Stadt. Reiten und Showprogramme solltest du nicht unterstützen.Das zweite Thema ist Seide. Im Dorf Ban Tha Sawang arbeiten teils vier Weberinnen an einem Webstuhl, um Brokatmuster zu erzeugen. Vom 10. bis 13. Jahrhundert lag die Provinz im Einflussbereich Angkors, aus dieser Zeit stammt Prasat Sikhoraphum.Das Elephant Round-up findet meist am dritten Novemberwochenende statt.

    Vor Ort unterwegs

    Das Zentrum ist klein: Bahnhof, Markt und Hotels liegen nah beieinander, Motorradtaxis und Tuk-Tuks überbrücken den Rest.Nach Ban Ta Klang sind es rund 60 Kilometer nach Norden. Songthaews fahren unregelmäßig, ein Mietwagen oder Fahrer ist praktischer. Das Weberdorf Ban Tha Sawang liegt nah an der Stadt. Prasat Sikhoraphum erreichst du auch mit dem Zug Richtung Ubon.Surin liegt an der Bahnlinie von Bangkok nach Ubon Ratchathani, dazu fahren Busse und Minibusse nach Korat, Buriram und Ubon. Während des Round-up sind Hotels und Züge stark ausgelastet, buche früh.Grenzgebiet: Die Grenze zu Kambodscha war 2025 Schauplatz bewaffneter Auseinandersetzungen, auch in der Provinz Surin. Informiere dich vor jeder Fahrt Richtung Grenze und zu den Khmer-Tempeln auf dem Grenzkamm beim Auswärtigen Amt.

    Unterkünfte in Surin

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      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
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      • 1Denkmal für Phraya Surin Phakdi (Chiang Pum)3 Tage
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    In der Umgebung

    Buriram

    Buriram

    Buriram im Süden des Isan verbindet Khmer-Erbe mit Profisport. Bekannt ist die Provinz für den Geschichtspark Phanom Rung, eine Khmer-Tempelanlage auf einem erloschenen Vulkan, und das nahe Heiligtum Muang Tam mit seinen Wasserbecken.Am Stadtrand stehen der Chang International Circuit, auf dem die MotoGP fährt, und das Stadion von Buriram United. An Renn- und Spieltagen sind Unterkünfte knapp.Für die Tempel eignen sich der frühe Morgen und der späte Nachmittag, Schatten gibt es kaum. Phanom Rung und Muang Tam verbindest du am besten mit eigenem Fahrzeug an einem Tag. In der Stadt geben die Märkte einen guten Eindruck vom Alltag und der Isan-Küche.
    Geschichtspark Phanom Rung

    Geschichtspark Phanom Rung

    Prasat Hin Phanom Rung steht auf dem Rand eines erloschenen Vulkans in der Provinz Buriram und gehört zu den vollständigsten Khmer-Anlagen in Thailand. Der Tempel entstand in mehreren Phasen vom 10. bis 13. Jahrhundert und war dem hinduistischen Gott Shiva geweiht. Der Berg galt als Abbild seines Wohnsitzes Kailash.Der Zugang folgt einer gepflasterten Prozessionsstraße über eine von Naga-Schlangen gesäumte Brücke und eine Treppe zum Hauptprang. An den Portalen sind Türstürze und Giebelfelder mit Szenen aus der hinduistischen Mythologie erhalten, darunter der Narai-Bandhomsindhu-Türsturz, der 1988 aus Chicago zurückkehrte.An wenigen Tagen im Jahr fällt die Sonne beim Auf- oder Untergang durch alle 15 Toröffnungen. Dann ist der Andrang groß. Schatten gibt es kaum, komm am besten früh am Morgen. Das kleinere Heiligtum Prasat Muang Tam liegt wenige Kilometer entfernt am Fuß des Berges.
    Geschichtspark Phimai

    Geschichtspark Phimai

    Der Geschichtspark Phimai in der Provinz Nakhon Ratchasima umfasst die große Khmer-Tempelanlage Prasat Hin Phimai. Der Hauptprang wurde um 1080 unter König Jayavarman VI. begonnen, Erweiterungen kamen im 13. Jahrhundert hinzu. Anders als die meisten Khmer-Tempel war Phimai von Beginn an dem Mahayana-Buddhismus gewidmet.Der Hauptprang aus hellem Sandstein steht in einem rechteckigen Mauerbezirk mit vier Torbauten. Die Anlage öffnet sich nach Süden, zur alten Königsstraße nach Angkor. Türstürze und Giebel zeigen buddhistische und hinduistische Motive.Die Anlage liegt mitten im Ort Phimai und ist zu Fuß erschlossen, das Nationalmuseum zeigt Skulpturen und Türstürze aus der Region. Am Ortsrand steht der Banyanhain Sai Ngam mit Imbissständen am Wasser. Von Nakhon Ratchasima ist Phimai ein Tagesausflug.
    Isan (Nordostthailand)

    Isan (Nordostthailand)

    Der Isan ist Thailands Nordosten und die größte Region des Landes: ein weites, landwirtschaftlich geprägtes Plateau, das im Norden und Osten vom Mekong begrenzt wird. Touristisch ist er weniger erschlossen als die Küsten und der Norden, mit Englisch kommst du seltener weiter.Kulturell steht die Region Laos nahe. Die gesprochene Sprache ist mit dem Laotischen verwandt, ebenso Musik, Feste und Küche. Auf dem Teller findest du Som Tam, Laab und Klebreis, meist schärfer als in Zentralthailand.Aus der Zeit des Khmer-Reichs sind im Süden der Region mehrere Tempelanlagen erhalten, darunter Phanom Rung und Phimai. Dazu kommen die Seidenweberei und ein eigener Festkalender, etwa das Raketenfest zu Beginn der Regenzeit und das Kerzenfest in Ubon Ratchathani.Die kühlere Trockenzeit von November bis Februar ist die angenehmste Reisezeit. Von März bis Mai wird es sehr heiß.
    Nakhon Ratchasima (Korat)

    Nakhon Ratchasima (Korat)

    Nakhon Ratchasima, im Alltag Korat genannt, ist eine der größten Städte des Isan und für Reisende vor allem das Tor in die Region. Sie liegt hinter dem Anstieg auf das Khorat-Plateau und ist per Zug, Bus und Fernstraße gut angebunden.Vom historischen Stadtkern sind Teile des Mauerrings, der Wassergraben und das Chumphon-Tor erhalten. Davor steht das Thao-Suranari-Denkmal für eine lokale Heldin, die 1826 den Widerstand gegen Truppen aus Vientiane organisiert haben soll. Hier wird täglich mit Blumen, Räucherstäbchen und Musik verehrt.Korat ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge: nordöstlich die Khmer-Anlage Phimai, südwestlich der Nationalpark Khao Yai. Südlich der Stadt fertigt das Dorf Dan Kwian Keramik aus eisenhaltigem Ton.Kulinarisch steht die Stadt für Pad Mi Korat, gebratene Reisnudeln. Am einfachsten probierst du sie auf den Nachtmärkten im Zentrum.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Unsplash. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
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