Tremé und Mid-City liegen nördlich des French Quarter, zwischen der Rampart Street und dem City Park. Du kommst wegen der afroamerikanischen Geschichte der Stadt, der Brassbands in Nachbarschaftskneipen und der kreolischen Soulfood-Küche, für die Einheimische Schlange stehen.Tremé beginnt direkt hinter der Rampart Street und gilt als ältestes schwarzes Viertel der USA: Schon im 18. Jahrhundert konnten freie People of Color hier Land kaufen. Hier liegen Louis Armstrong Park mit dem Congo Square und die St. Augustine Church von 1841. Flussabgewandt schließt Mid-City an, ein Wohnviertel entlang der Canal Street und des Bayou St. John bis zum City Park.City Park mit dem Kunstmuseum NOMA, Parkway Bakery und The Broadside findest du auf der Stadtseite. Die Sicherheitslage wechselt hier von Block zu Block; aktuelle Hinweise gibt das Auswärtige Amt.
Sehenswürdigkeiten in Tremé und Mid-City
Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Park
1Louis Armstrong Park und Congo Square
Der rund 13 Hektar große Park liegt gegenüber dem French Quarter an der Rampart Street, der Eingang ist ein großer Bogen mit dem Schriftzug. Vorn liegt der Congo Square, wo sich versklavte Afrikaner sonntags zu Markt, Trommeln und Tanz trafen. Im Park stehen eine Statue von Louis Armstrong von Elizabeth Catlett und Büsten von Sidney Bechet und Buddy Bolden. Im Frühjahr und Herbst gibt es Konzerte, besuche den Park tagsüber.
Das kleine Museum in einem ehemaligen Bestattungsinstitut zeigt die prächtig bestickten Federkostüme der Mardi Gras Indians sowie Objekte zu Jazz-Beerdigungen, Social Aid and Pleasure Clubs, Baby Dolls und den Skull and Bone Gangs. Eintritt etwa 10 US-Dollar. Die Öffnungszeiten sind unregelmäßig, ruf vorher an (504-522-4806).
Das Landhaus von 1799 im westindischen Stil mit umlaufender Galerie steht am Ufer des Bayou St. John in der Moss Street 1440, unweit des Eingangs zum City Park. Führungen Mittwoch bis Samstag 10 bis 15 Uhr, letzte Führung 14.15 Uhr; Erwachsene zahlen 10 US-Dollar. Danach lohnt ein Spaziergang am Bayou entlang.
Der Friedhof an der Esplanade Avenue 3421, kurz vor dem Bayou St. John, zeigt die typischen oberirdischen Grabkammern von New Orleans in weiß getünchten Reihen. Anders als beim älteren St. Louis Cemetery No. 1 darfst du hier tagsüber ohne Führung hinein. Gut kombinierbar mit Pitot House und City Park.
Das kreolische Restaurant in der Orleans Avenue 2301 besteht seit 1941. Köchin Leah Chase machte es zum Treffpunkt der Bürgerrechtsbewegung, an den Wänden hängt ihre Sammlung afroamerikanischer Kunst. Mittags von Dienstag bis Freitag gibt es ein Buffet für rund 25 US-Dollar mit Fried Chicken, Gumbo und Red Beans. Unter der Woche ist eine Reservierung ratsam, aber nicht immer nötig.
Nachbarschaftslokal in der North Lopez Street 1518, einen Block von der Pferderennbahn Fair Grounds entfernt. Bekannt für Gumbo und den Po'Boy mit Knoblauch-Roastbeef, dazu frittierte Meeresfrüchte. Einfach eingerichtet und laut, während des Jazz Fest ist es entsprechend voll.
Die sizilianische Eisdiele und Konditorei besteht seit über hundert Jahren und sitzt heute an der North Carrollton Avenue 214 in Mid-City, nahe der Canal-Straßenbahn. Bestell Zitronengranita, Spumoni oder frisch gefüllte Cannoli. Ein guter Abschluss nach einem Nachmittag im City Park.
Im Congo Square im heutigen Louis Armstrong Park trafen sich versklavte Afrikaner im 18. und 19. Jahrhundert sonntags zu Markt, Musik und Tanz. Viele sehen hier eine der Wurzeln des Jazz. 1970 fand im Park das erste New Orleans Jazz & Heritage Festival statt.Tremé ist das Viertel der Second Lines, der Umzüge der Social Aid and Pleasure Clubs, und der Jazz-Beerdigungen. Die Mardi Gras Indians, Gruppen in aufwendig bestickten Federkostümen, haben hier ihre Wurzeln; das Backstreet Cultural Museum dokumentiert diese Traditionen.Mid-City wuchs nach 1900, als Entwässerungspumpen das Sumpfland bewohnbar machten. Am Bayou St. John, einem alten Handelsweg zum Lake Pontchartrain, steht mit dem Pitot House von 1799 eines der letzten Landhäuser aus der Kolonialzeit.
Kleine Nachbarschaftsbar in der North Robertson Street 925 mitten in Tremé, an sechs Abenden pro Woche mit Livemusik. Am beliebtesten ist der Mittwoch, wenn die Treme Brass Band spielt; im geringen Eintritt ist eine Schale Red Beans and Rice inbegriffen. Das aktuelle Programm kündigt der Sender WWOZ (90,7 FM) an. Hin und zurück am besten mit Taxi oder Fahrdienst.
Die Bar an der North Claiborne Avenue 1500 eröffnete 1994 der R&B-Sänger Ernie K-Doe, benannt nach seinem Hit „Mother-in-Law“; die Fassade ist komplett bemalt. Heute führt sie Trompeter Kermit Ruffins, der hier regelmäßig auftritt und oft selbst am Grill steht. Programm und Öffnungszeiten wechseln, also vorher in den sozialen Medien der Bar nachsehen.
Nachbarschaftsbar in der North Rendon Street 949 nahe dem Bayou St. John, mit gemischtem Publikum aus Anwohnern, Airhockey-Tisch und gut gemachten einfachen Cocktails. Keine Livemusik, dafür ein entspannter Ort für einen Drink nach einem Abend am Bayou oder vor einem Konzert in der Nähe.
Tremé erreichst du vom French Quarter zu Fuß: Der Louis Armstrong Park liegt direkt gegenüber der Rampart Street. Für Mid-City nimmst du die Straßenbahn.Canal-Straßenbahn: Sie fährt vom Flussufer über die Canal Street nach Mid-City und teilt sich an der Carrollton Avenue: Die Wagen mit der Aufschrift „City Park/Museum“ enden vor dem NOMA, die „Cemeteries“-Wagen fahren bis zu den Friedhöfen am Ende der Canal Street. Eine Fahrt kostet 1,25 US-Dollar.Rampart-St.-Claude-Linie: Sie fährt an der Grenze zwischen French Quarter und Tremé entlang.Auto: In Mid-City findest du leichter einen Parkplatz als in der Innenstadt, über die Esplanade Avenue kommst du schnell zurück ins Quarter.Abends: Zu Kneipen wie der Candlelight Lounge fährst du am besten mit Taxi oder Fahrdienst.Zur Jazz Fest-Zeit Ende April und Anfang Mai sind die Straßen rund um die Fair Grounds verstopft, Restaurants solltest du dann reservieren.
Unterkünfte in Tremé und Mid-City
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