Faubourg Marigny und Bywater sind die beiden Viertel flussabwärts des French Quarter, jenseits der Esplanade Avenue. Du kommst wegen der Livemusik in der Frenchmen Street, der bunten kreolischen Cottages und eines Abends unter Lichterketten im Weinhof von Bacchanal.Die Marigny reicht von der Esplanade Avenue bis zu den Bahngleisen am Homer Plessy Way, der früheren Press Street, dahinter beginnt Bywater. Bernard de Marigny parzellierte das Land seiner Familienplantage ab 1806, deshalb ist die Bebauung kleinteiliger und jünger als im Quarter. Die Frenchmen Street liegt gleich am Anfang, nur rund 15 Gehminuten von Jackson Square entfernt.Bywater ist ruhiger und künstlerischer: Wandbilder, kleine Galerien, Kneipen, die nur Bargeld nehmen, und der Crescent Park am Fluss. Den Spotted Cat Music Club in der Frenchmen Street findest du auf der Stadtseite.
Sehenswürdigkeiten in Marigny und Bywater
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Park
1Crescent Park
Der rund 2,2 Kilometer lange Park zieht sich am Mississippi entlang von der Marigny bis nach Bywater, mit Wegen zum Spazieren und Radfahren und Blick auf die Frachtschiffe und die Skyline. Von der Piety Street führt eine große rostige Bogenbrücke über die Gleise hinein. Abends ist es einer der besten Orte für den Sonnenuntergang über Downtown.
Der Künstler Brandan „Bmike“ Odums hat in der Royal Street 2941 ein rund 3.250 Quadratmeter großes Lagerhaus in eine Galerie verwandelt. Großformatige Wandbilder zeigen Bürgerrechtler, Revolutionäre und Menschen aus New Orleans, auch die Außenwand ist bemalt. Die Halle hat keine Klimaanlage, im Sommer solltest du Wasser mitnehmen; Öffnungszeiten vorher auf der Website prüfen.
Der kleine Park an der Elysian Fields Avenue liegt direkt am Ende der Frenchmen Street und ist ein guter Treffpunkt, bevor die Clubs abends öffnen. Unter den alten Eichen sitzen tagsüber Anwohner mit ihren Hunden, manchmal proben hier Brassbands. Von hier aus siehst du die typischen Creole Cottages der Marigny in den Seitenstraßen.
Das Atelier des Künstlers Dr. Bob in der Chartres Street 3027 ist vollgestellt mit bunten Bildern aus Fundstücken, Kronkorken und alten Brettern. Bekannt sind seine handgemalten Schilder mit der Aufschrift „Be Nice or Leave“, die du in vielen Bars der Stadt hängen siehst. Ein guter Ort für ein Mitbringsel, das tatsächlich aus New Orleans stammt.
Frühstücks- und Mittagslokal an der Ecke Gallier und Chartres Street in Bywater, seit 1998 eine feste Adresse für Südstaatenküche. Bekannt ist der Praline Bacon, dazu gibt es Grits, Po'Boys und Brunchgerichte. Am Wochenende musst du mit Wartezeit rechnen, unter der Woche geht es meist schneller.
Weinladen in der Poland Avenue 600 am Rand von Bywater: Vorne suchst du dir eine Flasche aus, im großen Hinterhof unter Lichterketten trinkst du sie, dazu bestellst du Käseplatten und kleine Gerichte an der Küchentheke. Fast jeden Abend spielt eine Band. An warmen Wochenendabenden sind die Tische früh besetzt, nachmittags ist es entspannter.
Pizzeria im Brooklyn-Stil in der Piety Street 617, dünne Böden, ganze Pizzen oder einzelne Stücke, dazu Pasta, Salate und vegane Varianten. Gegessen wird an einfachen Tischen drinnen oder draußen. Praktisch als günstiges Essen nach einem Spaziergang durch den nahen Crescent Park.
Die Marigny war im 19. Jahrhundert ein Viertel kreolischer Familien, Handwerker und Einwanderer. Typisch sind Creole Cottages direkt an der Straße und Shotgun Houses, deren Räume hintereinander liegen. Alte Eichen säumen die St. Roch und die Elysian Fields Avenue.Seit den 1980er Jahren entwickelte sich die Frenchmen Street zur Musikmeile, auf der viele Einheimische ausgehen. In mehreren Clubs hintereinander spielen Bands, oft ohne oder mit geringem Eintritt; üblich ist, eine Getränkebestellung pro Set zu machen und in den Hut zu spenden.Bywater ist bekannt für Kunst im Stadtraum: Bei StudioBe hat der Künstler Brandan „Bmike“ Odums ein Lagerhaus mit Porträts von Bürgerrechtlern bemalt, und am zweiten Samstag im Monat öffnen die Galerien an der St. Claude Avenue gemeinsam ihre Türen.
Der Jazzclub in der Frenchmen Street 626 ist der förmlichste der Straße: Im Saal im Obergeschoss sitzt du an Tischen und hörst zwei Sets pro Abend, meist modernen Jazz von lokalen Größen. Tickets kosten Eintritt und lassen sich online vorab kaufen, was sich am Wochenende lohnt. Unten gibt es Bar und Restaurant mit kreolischer Küche.
Kleine Bar mit Bühne in der Frenchmen Street 536, in der meist früh am Abend Jazz und Swing gespielt werden, oft ohne Eintritt. Dazu gibt es Cocktails und eine Karte mit Snacks wie koreanischem Fried Chicken. Weil es wenige Tische gibt, ist ein früher Abend die beste Zeit, wenn du sitzen und essen willst.
Nachbarschaftskneipe in einem alten Eckhaus in der Dauphine Street 4229 im hinteren Bywater, bekannt für Livejazz und Blues in einem sehr kleinen Raum. Nur Barzahlung. Die Bar liegt abseits der übrigen Ausgehstraßen, für den Hin- und Rückweg am späten Abend nimmst du am besten ein Taxi oder einen Fahrdienst.
Vom French Quarter gehst du die Royal Street entlang in etwa 15 Minuten zur Frenchmen Street. Bis in die Mitte von Bywater sind es zu Fuß noch einmal 20 bis 25 Minuten.Straßenbahn: Die Linie Rampart-St. Claude fährt am Rand beider Viertel entlang. Eine Fahrt kostet 1,25 US-Dollar, passend in bar oder über die App Le Pass.Bus: Linie 5 Marigny-Bywater fährt mitten durch beide Viertel.Fahrrad: Das Gelände ist flach, Blue Bikes haben Stationen in beiden Vierteln.Nachts: Für den Rückweg von Bywater ist ein Taxi oder Fahrdienst bequemer als lange Wege durch leere Straßen.Bargeld mitnehmen: Einige Bars wie Vaughan's und der Po'Boy-Laden Frady's nehmen keine Karten.
Unterkünfte in Marigny und Bywater
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