Das French Quarter, auch Vieux Carré genannt, ist die 1718 gegründete Altstadt von New Orleans am Mississippi. Du kommst wegen der Schmiedeeisenbalkone, der Innenhöfe, der alten Bars und der kreolischen Restaurants, die seit Generationen dieselben Gerichte servieren.Das Viertel ist ein Raster zwischen Canal Street, Esplanade Avenue, North Rampart Street und dem Fluss, quer durch läufst du in etwa 15 Minuten. Die meisten Häuser stammen aus spanischer Zeit, weil die Brände von 1788 und 1794 große Teile der französischen Stadt zerstörten. Jackson Square und die St. Louis Cathedral findest du auf der Stadtseite.Bourbon Street ist ab dem späten Nachmittag laut und voll. Angenehmer zum Bummeln sind die Royal Street mit Galerien und Antiquitätenläden und die Chartres Street. Wer vor 9 Uhr morgens unterwegs ist, hat die Straßen fast für sich und bekommt bei Café du Monde ohne Schlange einen Tisch.
Sehenswürdigkeiten in French Quarter
Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Museum
1Old Ursuline Convent Museum
Das 1752 fertiggestellte Kloster der Ursulinen an der Chartres Street gilt als ältestes erhaltenes Gebäude im Mississippi-Tal. Zu sehen sind die Räume des Konvents, ein kleiner Garten und die angrenzende St. Mary's Church. Geöffnet Montag bis Freitag 10 bis 16 Uhr, Samstag 9 bis 15 Uhr, sonntags geschlossen; Eintritt 8 US-Dollar, Tickets nur vor Ort. Eine knappe Stunde reicht.
Museum und Forschungsinstitut zur Geschichte von Stadt und Golfküste, das Ausstellungszentrum liegt in der Royal Street 520. Der Eintritt ist frei, du brauchst aber ein Ticket, das du am Empfang oder online bekommst. Geöffnet Dienstag bis Samstag 9.30 bis 16.30 Uhr, Sonntag 10.30 bis 16.30 Uhr. Gut als erster Halt, bevor du das Viertel auf eigene Faust erkundest.
Die ehemalige Münzprägeanstalt von 1835 am unteren Ende der Esplanade Avenue beherbergt das Jazzmuseum mit Instrumenten, Aufnahmen und Fotos zur Geschichte des Jazz in der Stadt. Dienstag 9 bis 18 Uhr, Mittwoch bis Sonntag 9 bis 16 Uhr; Erwachsene zahlen 15 US-Dollar, Einwohner Louisianas 13. Im Haus finden regelmäßig Konzerte statt, das Programm steht im Veranstaltungskalender des Museums.
Die überdachten Markthallen ziehen sich entlang der Decatur Street vom Café du Monde Richtung Esplanade Avenue. Im vorderen Teil gibt es Imbissstände, weiter hinten den Flohmarkt mit Kunsthandwerk, Gewürzen und Souvenirs. Am Vormittag unter der Woche ist es am ruhigsten, vom Markt aus erreichst du in wenigen Minuten das Jazzmuseum in der Old U.S. Mint.
Der Kaffeestand am French Market besteht seit 1862 und serviert fast nur zwei Dinge: Beignets mit Puderzucker, drei pro Portion, und Kaffee mit Zichorie, schwarz oder als Café au lait. Tagsüber reicht die Schlange oft bis auf den Gehweg. Früh am Morgen oder spät am Abend bekommst du schneller einen Tisch, zum Mitnehmen gibt es ein eigenes Fenster.
Französisch-kreolisches Traditionshaus in der Bourbon Street, seit 1905 in Familienhand. Klassiker sind Shrimp Rémoulade, Soufflé-Kartoffeln und Fisch mit Krabbenfleisch. Der Speisesaal im Erdgeschoss wird traditionell ohne Reservierung vergeben, für den ersten Stock kannst du reservieren. Der Freitagmittag ist ein lokales Ritual und entsprechend voll; abends tragen Männer Jackett.
Bar und Restaurant an der Ecke Chartres und St. Louis Street in einem Haus, dessen ältester Teil um 1800 entstand; der Name geht auf das Angebot eines Bürgermeisters zurück, Napoleon hier Exil zu geben. Bestell den Pimm's Cup und eine warme Muffuletta. Die abgewetzten Wände, klassische Musik und der Innenhof machen es zum guten Ort für eine Pause an heißen Nachmittagen.
Das Vieux Carré war die ganze Stadt, als die Franzosen sie 1718 gründeten. Unter spanischer Herrschaft ab 1763 brannte es 1788 und 1794 fast vollständig ab. Deshalb siehst du heute vor allem Häuser mit Innenhöfen, Arkaden und Eisenbalkonen im spanisch-kreolischen Stil.Das Old Ursuline Convent von 1752 gilt als ältestes erhaltenes Gebäude im Mississippi-Tal. Im 19. Jahrhundert zogen italienische Einwanderer an den Unteren Rand des Viertels, aus ihren Läden stammt die Muffuletta, die Central Grocery seit 1906 verkauft.Für Hintergrundwissen ist die kostenlose Ausstellung der Historic New Orleans Collection in der Royal Street der beste Einstieg. Seit 1937 steht das Viertel unter Denkmalschutz, Neubauten und Fassaden genehmigt die Vieux Carré Commission.
Die Bar im Hotel Monteleone in der Royal Street 214 dreht sich seit 1949: Der Tresen ist ein Karussell, das eine Runde in etwa einer Viertelstunde schafft. Hier soll der Vieux Carré erfunden worden sein, ein Cocktail aus Rye, Cognac und Wermut. Plätze am Karussell sind abends schnell besetzt, am frühen Nachmittag hast du die besten Chancen.
Das kleine Haus an der Ecke Bourbon und St. Philip Street wurde zwischen 1722 und 1732 gebaut und gilt als eine der ältesten Bars des Landes. Drinnen ist es fast dunkel, Licht kommt vor allem von Kerzen und dem Klavier in der Ecke. Es liegt am ruhigeren Ende der Bourbon Street, weit weg vom Trubel um Canal Street. Bekannt ist der Voodoo Daiquiri aus der Slush-Maschine.
Die Cocktailbar gehört zum Restaurant Arnaud's in der Bienville Street und trägt seit 2003 den Namen ihres bekanntesten Drinks, des French 75 mit Cognac und Champagner. Holzvertäfelung, Barkeeper in weißen Jacken und eine kurze Snackkarte mit Soufflé-Kartoffeln. Gut für einen Drink vor dem Abendessen; an Wochenendabenden lohnt es sich, früh zu kommen.
Das Viertel erkundest du zu Fuß. Von Canal Street bis Esplanade Avenue sind es rund 15 Minuten, von der Uferpromenade bis Rampart Street etwa 8.Straßenbahn: Die Riverfront-Linie fährt am Flussufer entlang, die Rampart-St.-Claude-Linie am Nordrand. Eine Fahrt kostet 1,25 US-Dollar (passend in bar oder per App Le Pass), der Jazzy Pass für einen Tag 3 US-Dollar.Auto: Lass es stehen. Parkplätze am Straßenrand sind knapp und zeitlich begrenzt, Parkhäuser an der Decatur und Canal Street sind teuer.Bourbon Street: Abends sind Teile der Straße für Autos gesperrt, Taxis und Fahrdienste holen dich an den Querstraßen ab.