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    Hattuşa
    Rita1234 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

    Türkei

    Hattuşa

    SehenswürdigkeitUNESCOKultur

    Hattuşa war ab etwa 1650 v. Chr. die Hauptstadt der Hethiter und steht seit 1986 auf der UNESCO-Welterbeliste. Die Ruinen liegen beim Ort Boğazkale in der Provinz Çorum, rund zwei Autostunden östlich von Ankara.

    von Felix Gillen

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    5. Hattuşa
    Hattuşa war ab etwa 1650 v. Chr. die Hauptstadt der Hethiter und steht seit 1986 auf der UNESCO-Welterbeliste. Die Ruinen liegen beim Ort Boğazkale in der Provinz Çorum, rund zwei Autostunden östlich von Ankara. Stadtmauern, Löwen- und Sphinxtor, der Große Tempel und das Felsheiligtum Yazılıkaya zeigen, wie die Hethiter bauten und ihre Götter verehrten.

    Sehenswürdigkeiten in Hattuşa

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Ruinenstätte Hattuşa mit Großem Tempel
    Sehenswürdigkeit

    1Ruinenstätte Hattuşa mit Großem Tempel

    Die Hauptstadt der Hethiter umfasste zur Blütezeit rund 1,8 Quadratkilometer, mehr als sechs Kilometer Mauern umschlossen Unter- und Oberstadt. In der Unterstadt liegt der Große Tempel, das größte Heiligtum der Stadt mit zwei Kulträumen für den Wettergott von Hatti und die Sonnengöttin von Arinna. Auf dem Burgberg Büyükkale stand der Königspalast. Eine Straße führt im Rundkurs durch das Gelände.
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    Löwentor
    Sehenswürdigkeit

    2Löwentor

    Das Tor im Südwesten der Oberstadt ist das Wahrzeichen von Hattuşa. Zwei Löwen aus Stein flankieren den Durchgang an der Außenseite. Die Blöcke sind ohne Mörtel gefügt, einige obere Steine wurden nie geglättet, das Tor blieb womöglich unvollendet.
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    Yerkapı mit Sphinxtor
    Sehenswürdigkeit

    3Yerkapı mit Sphinxtor

    Unter dem Sphinxtor im Süden der Oberstadt verläuft ein rund 70 Meter langer Tunnel aus großen Steinblöcken, über die ein Erdwall aufgeschüttet wurde. Du kannst ihn durchqueren und über die Treppen am Wall zurück in die Stadt steigen. Eine der beiden Sphingen des Tores kam 2011 aus dem Berliner Pergamonmuseum zurück und steht heute im Museum von Boğazkale.
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    Felsheiligtum Yazılıkaya
    Sehenswürdigkeit

    4Felsheiligtum Yazılıkaya

    Rund zwei Kilometer von Hattuşa entfernt liegt das Freilichtheiligtum mit zwei Felskammern. Ihre Reliefs zeigen Götter, Göttinnen und Könige, darunter eine Reihe von zwölf Göttern der Unterwelt. Die meisten Reliefs entstanden im späten 13. Jahrhundert v. Chr., vor allem unter König Tudhaliya IV.
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    Museum Boğazköy
    Museum

    5Museum Boğazköy

    Das kleine, moderne Museum im Ort ist ein guter Einstieg vor dem Rundgang, die Beschriftung ist auch auf Englisch. Seit 2011 stehen hier beide Sphingen vom Sphinxtor wieder nebeneinander. Die meisten Funde aus Hattuşa zeigen allerdings das Museum für Anatolische Zivilisationen in Ankara und das Museum in Çorum.
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    Restaurants in Hattuşa

    1

    Odak Restaurant

    Restaurant mit angeschlossener Pension im Ort Boğazkale, nicht weit vom Eingang der Hethiterhauptstadt Hattuša. Praktisch als Stopp vor oder nach dem Rundgang.
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    2

    Aşıkoğlu Restaurant

    Restaurant des gleichnamigen Hotels an der Hitit Caddesi, der Hauptstraße von Boğazkale. Bekannt ist es für Pide aus dem Holzofen, daneben gibt es feste Menüs. Die Bewertungen sind gemischt, als Mittagsstopp vor dem Rundgang durch Hattuša ist es eine der wenigen Adressen im Ort.
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    Essen & Trinken

    Boğazkale gehört zur Provinz Çorum, deren Küche für aufwendige Festtagsgerichte und geröstete Kichererbsen bekannt ist.

    Çorum Leblebisi

    Geröstete Kichererbsen, die bekannteste Spezialität der Provinz.

    İskilip Dolması

    Festtagsgericht, das 12 bis 15 Stunden gart und mit einem Cacık mit Essig serviert wird.

    Çorum Mantısı

    Dünne Teigblätter mit einer Füllung aus Käse, Hackfleisch und Gewürzen, oft mit Knoblauchjoghurt.

    Kultur & Geschichte

    Hauptstadt der HethiterSiedlungsspuren reichen bis ins 6. Jahrtausend v. Chr. zurück. Um 1650 v. Chr. verlegte König Hattušili I. die Hauptstadt hierher, um 1200 v. Chr. wurde sie im Zuge des Zusammenbruchs der späten Bronzezeit zerstört. Zahlreiche Tempel machten Hattuşa auch zum religiösen Zentrum des Reichs.Das Archiv auf TonRund 30.000 Tontafeln aus Hattuşa bilden den Kern der hethitischen Überlieferung. Eine davon hält den Friedensvertrag zwischen Hethitern und Ägypten nach der Schlacht von Kadesch fest. Viele Funde zeigt heute das Museum für Anatolische Zivilisationen in Ankara.Wiederentdeckung1834 besuchte der Franzose Charles Texier als erster Europäer die Ruinen, spätere Grabungen legten die heutige Anlage frei. Die beiden Sphingen des Südtores kamen nach Deutschland, eine kehrte 1924 zurück, die andere 2011 aus dem Pergamonmuseum. Sie steht heute im Museum von Boğazkale.

    Anreise & Unterwegs

    AnreiseMit dem Auto fährst du von Ankara etwa zwei Stunden. Ohne Auto nimmst du einen Bus der Strecke Ankara nach Samsun bis Sungurlu, 30 Kilometer entfernt, dort fährt der Dolmuş nach Boğazkale nur selten. Alternativ bleibt das Taxi, der nächste Flughafen ist Amasya-Merzifon.Vor OrtRundweg: Eine asphaltierte Straße führt durch das Gelände, zu Fuß ist die Runde über Löwentor und Yerkapı knapp fünf Kilometer lang und hat rund 210 Höhenmeter.Yazılıkaya: Das Felsheiligtum liegt etwa zwei Kilometer außerhalb und ist am bequemsten mit dem Auto erreichbar.Museum: Das Museum im Ort zeigt Funde aus Hattuşa, prüfe die aktuellen Öffnungszeiten vor dem Besuch.TippBeginne mit dem Museum in Boğazkale, dann verstehst du die Ruinen besser. Die Auswahl an Restaurants im Ort ist klein, nimm Wasser und Proviant mit.

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    In der Umgebung

    Zentralanatolien

    Zentralanatolien

    Zentralanatolien ist das Hochland im Herzen der Türkei, von der Hauptstadt Ankara bis nach Konya im Süden. Hier liegen Hattuşa, die Hauptstadt der Hethiter, die seldschukischen Bauten und das Mevlana-Museum in Konya sowie Atatürks Mausoleum in Ankara. Schnellzüge verbinden die großen Städte mit Istanbul.
    Ankara

    Ankara

    Ankara ist seit dem 13. Oktober 1923 die Hauptstadt der Türkei und mit rund 5,9 Millionen Einwohnern nach Istanbul die zweitgrößte Stadt des Landes. Hier stehen das Mausoleum Atatürks und das Museum für Anatolische Zivilisationen mit Funden aus der Hethiterzeit, mit dem Schnellzug bist du rund vier Stunden von Istanbul entfernt. Die Altstadt Ulus mit Zitadelle und Hamamönü liegt im Norden, das moderne Zentrum Kızılay und die Ausgehstraßen um Tunalı Hilmi und Kavaklıdere weiter südlich.
    Kappadokien

    Kappadokien

    Kappadokien liegt im Herzen Anatoliens, etwa eine Flugstunde von Istanbul entfernt, auf einem Hochplateau über 1.000 Metern. Feenkamine, Felsenkirchen mit byzantinischen Fresken und unterirdische Städte machen die Region zu einem der bekanntesten Reiseziele der Türkei. Der Göreme-Nationalpark und die Felsstätten Kappadokiens stehen seit 1985 auf der UNESCO-Welterbeliste.
    Göreme

    Göreme

    Göreme ist ein Ort mit rund 2.000 Einwohnern im Zentrum Kappadokiens, umgeben von Tälern voller Feenkamine. Hier liegen das Freilichtmuseum mit seinen Felsenkirchen und die Wanderwege durch Rosen-, Rotes und Liebestal, über denen bei Sonnenaufgang die Ballone fahren. Viele alte Höhlenhäuser sind heute Hotels, Uçhisar und Çavuşin erreichst du zu Fuß durch die Täler.
    Ürgüp

    Ürgüp

    Ürgüp ist eine Kleinstadt mit knapp 25.000 Einwohnern im Herzen Kappadokiens und gilt als Hauptort des regionalen Weinbaus. Steinhäuser aus osmanischer Zeit, Höhlenhotels in den Felswänden und der Wunschhügel Temenni prägen das Zentrum. Am westlichen Ortseingang stehen die Feenkamine Üç Güzeller, wenige Kilometer südlich liegt das Dorf Mustafapaşa mit seinen griechischen Herrenhäusern.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI