Der Zion-Nationalpark im Südwesten Utahs, gut zweieinhalb Autostunden nordöstlich von Las Vegas, schützt den steilwandigen Canyon des Virgin River. Du fährst wegen der Wanderungen hin: durch den Fluss in die Narrows, über die Kettenpassage auf Angels Landing oder auf kurzen Wegen zu den Emerald Pools.Fast alles spielt sich im Zion Canyon ab, den du von März bis November nur mit dem kostenlosen Shuttle befährst. Ruhiger sind die Kolob Canyons im Nordwesten des Parks, mit eigener Zufahrt von der Interstate 15, und die Strecke über den Zion-Mount Carmel Highway nach Osten.Springdale als BasisDer Ort Springdale grenzt direkt an den Südeingang. Hier liegen die meisten Hotels, Restaurants und bezahlten Parkplätze, und der Springdale-Shuttle bringt dich zum Fußgängereingang am Visitor Center. Wer in Springdale übernachtet, spart sich die morgendliche Parkplatzsuche im Park, die in der Saison oft schon am frühen Vormittag aussichtslos ist.Was du vorher wissen musstEintritt: 35 US-Dollar pro Pkw, gültig 7 Tage. Besucher ohne Wohnsitz in den USA zahlen ab 16 Jahren zusätzlich 100 US-Dollar pro Person. Mit dem America-the-Beautiful-Jahrespass für Nichtansässige (250 US-Dollar) entfällt der Zuschlag für alle Insassen des Autos.Angels Landing: nur mit Permit aus der Lotterie auf recreation.gov, siehe Sehenswürdigkeiten.The Narrows: Bei mehr als 150 Kubikfuß pro Sekunde Durchfluss oder bei einer Flash-Flood-Warnung gesperrt. Im Frühjahr ist das wegen der Schneeschmelze oft wochenlang der Fall.Wasser: Rechne mit rund vier Litern pro Person und Tag. Flusswasser nicht trinken.
Sehenswürdigkeiten in Zion-Nationalpark
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Sehenswürdigkeit
1Angels Landing
Der Felsgrat mitten im Zion Canyon ist die bekannteste Wanderung des Parks. Du startest an der Shuttlehaltestelle The Grotto und steigst über die Serpentinen der Walter's Wiggles bis zum Scout Lookout. Ab dort führt der Weg eine halbe Meile über einen teils weniger als einen Meter breiten Grat mit Ketten und steilen Abbrüchen zum Gipfel. Dafür brauchst du ein Permit von recreation.gov: entweder aus der saisonalen Lotterie (für Herbst Antrag im Juli, für Winter vom 1. bis 20. Oktober) oder aus der Lotterie am Vortag, Antrag bis 15 Uhr Mountain Time, Ergebnis um 16 Uhr. Ohne Permit kannst du bis Scout Lookout gehen, der Blick ist auch dort schon weit.
Im engsten Teil des Zion Canyon wanderst du im Virgin River selbst, zwischen steilen, hohen Felswänden. Von der Endhaltestelle Temple of Sinawava führt der asphaltierte Riverside Walk eine Meile bis zum Einstieg, danach geht es im Wasser flussaufwärts. Ohne Permit darfst du bis Big Spring gehen, hin und zurück rund zehn Meilen, die meisten drehen deutlich früher um. Bei mehr als 150 Kubikfuß pro Sekunde Durchfluss oder bei Flash-Flood-Warnung ist der Weg gesperrt, im Frühjahr wegen der Schneeschmelze oft wochenlang. Am angenehmsten ist es im Sommer und Frühherbst, dann drohen aber nachmittags Gewitter. Geschlossene, feste Schuhe und ein Wanderstock gehören dazu, Sandalen sind ungeeignet. Spezielle Schuhe und Neoprensocken kannst du in Springdale leihen.
Drei Becken unter Felsüberhängen, die du stufenweise von der Zion Lodge (Shuttlehaltestelle 5) aus erreichst. Zum Lower Emerald Pool sind es hin und zurück 1,2 Meilen, etwa eine Stunde. Der Middle Pool liegt auf einem Felsabsatz darüber, der Upper Pool am Fuß einer hohen Wand, der letzte Abschnitt dorthin ist sandig und steinig. Baden ist in allen Becken verboten. Die Runde ist eine gute Wahl, wenn du ohne Angels-Landing-Permit oder mit Kindern unterwegs bist. Im Winter können die Wege vereist sein.
Kurzer Weg am Zion-Mount Carmel Highway, der keinen Shuttle braucht: Er beginnt direkt am Ostende des Zion-Tunnels, hin und zurück eine Meile mit gut 160 Fuß Anstieg, etwa eine Stunde. Über Felsstufen und kurze Abschnitte mit Geländer geht es zu einem Aussichtspunkt hoch über dem unteren Zion Canyon und den Serpentinen der Straße. Der Parkplatz hat nur wenige Plätze und ist tagsüber schnell voll. Komm früh am Morgen oder plane den Stopp auf der Fahrt Richtung Bryce Canyon ein.
Der ruhige Nordwesten des Parks hat eine eigene Zufahrt über Ausfahrt 40 der I-15, rund 40 Meilen nördlich des Zion Canyon und 17 Meilen südlich von Cedar City. Am Kolob Canyons Visitor Center zeigst du deinen Parkpass oder zahlst den Eintritt, dann führt eine fünf Meilen lange Straße zwischen roten Felsfingern bergauf. An ihrem Ende beginnt der Timber Creek Overlook Trail, eine Meile hin und zurück, etwa eine Stunde, mit Blick bis zu den Pine Valley Mountains. Länger ist der Taylor Creek Trail (fünf Meilen hin und zurück, etwa dreieinhalb Stunden) an zwei alten Homesteader-Hütten vorbei bis zur Double Arch Alcove. Ein Shuttle fährt hier nicht, im Winter kann die Straße wegen Schnee gesperrt sein.
Südwestliches Café am Zion Park Boulevard, das schon zum Frühstück öffnet: Fodor's empfiehlt die Breakfast Burritos mit Pork Verde und die Huevos Rancheros, später gibt es Burger, Tacos mit Shrimps und Quesadillas. Die Terrasse mit Blick auf die Felswände ist abends gefragt, rechne zur Hauptessenszeit mit Wartezeit. Hauptgerichte kosten grob 13 bis 30 US-Dollar.
Restaurant mit Bar am Zion Park Boulevard, nah am Parkeingang. Laut Fodor's mit einer gehobenen, wechselnden Karte aus frischer Pasta, Fleisch und Fisch, dazu Wein und Cocktails. Geöffnet zum Abendessen, Mittagessen gibt es nicht und Frühstück von Oktober bis Mai meist auch nicht. Eine gute Wahl, wenn du nach einem Wandertag nicht nur Burger willst.
Restaurant und Saloon am südlichen Ende von Springdale mit kreativer südwestlicher Küche. Fodor's nennt die Tamales mit Süßkartoffel und Schweinefleisch, das Chili-Ribeye und die hausgemachte Sangria. Nur abends geöffnet, die Zeiten wechseln mit der Saison, im Dezember und Januar ist von Montag bis Donnerstag zu. Hauptgerichte grob 15 bis 40 US-Dollar.
Die Southern Paiute lebten lange vor den Siedlern im Tal des Virgin River. 1858 führte ein Paiute-Guide den Mormonen-Missionar Nephi Johnson in den Canyon, wenige Jahre später bestellten Siedler den Talboden. Isaac Behunin, der 1863 eine Blockhütte baute, gab ihm den biblischen Namen Zion.Der Geologe John Wesley Powell nannte den Canyon 1872 Mukuntuweap, weil er das für den Paiute-Namen hielt. Unter diesem Namen stellte Präsident Taft ihn 1909 als National Monument unter Schutz. Die Mormonen der Gegend lehnten den Namen ab, 1918 wurde daraus Zion National Monument und 1919 Utahs erster Nationalpark. Die Kolob Canyons kamen 1956 dazu.Die Namen vieler Felsen, etwa Court of the Patriarchs, Great White Throne oder Angels Landing, stammen aus dieser Zeit und spiegeln die religiöse Prägung der ersten Siedler.
Anreise und Shuttle
Der nächste große Flughafen ist Las Vegas (LAS), gut zweieinhalb Stunden Fahrt über die I-15 und St. George.Shuttle-Saison 2026Seit 7. März 2026 ist der Zion Canyon Scenic Drive für Privatautos gesperrt. Der kostenlose Shuttle startet am Zion Canyon Visitor Center und fährt etwa alle 5 bis 10 Minuten neun Haltestellen bis zum Temple of Sinawava an, die einfache Fahrt dauert rund 45 Minuten. Ein Ticket brauchst du nicht, nur den Parkeintritt.Erster Bus: 7 Uhr ab Visitor Center.Letzter Bus ab Visitor Center: bis 16. Mai 18 Uhr, vom 17. Mai bis 12. September 19 Uhr, bis 24. Oktober 18 Uhr, vom 25. Oktober bis 28. November 17 Uhr.Letzter Bus aus dem Canyon (Temple of Sinawava): jeweils 1 Stunde 15 Minuten später. Wer ihn verpasst, läuft bis zu acht Meilen zurück.Pause: vom 29. November bis 25. Dezember fährt kein Shuttle, dann darfst du mit dem eigenen Auto in den Canyon. Vom 26. Dezember bis 2. Januar fährt er wieder (8 bis 16:30 Uhr).Parken und Springdale-ShuttleDer Parkplatz am Visitor Center ist in der Saison früh am Tag voll. Dann parkst du gegen Gebühr in Springdale und nimmst den kostenlosen Springdale-Shuttle (etwa alle 10 bis 15 Minuten, ab 8 Uhr) zum Fußgängereingang. Unter der Woche ist es ruhiger als am Wochenende.Mit dem WohnmobilSeit 7. Juni 2026 gelten auf dem Zion-Mount Carmel Highway zwischen Canyon Junction und dem Osteingang feste Grenzen: Fahrzeuge über 35 Fuß 9 Zoll Länge, 11 Fuß 4 Zoll Höhe, 7 Fuß 10 Zoll Breite oder 50.000 Pfund dürfen die Strecke mit dem Tunnel nicht mehr befahren, Gespanne höchstens 50 Fuß lang. Das frühere System mit kostenpflichtigem Tunnel-Permit und einspuriger Begleitung durch den Tunnel gibt es nicht mehr, der Tunnel ist jetzt immer zweispurig. Mit einem größeren Wohnmobil fährst du über Springdale und den Südeingang zu den Campgrounds und weiter nach Bryce Canyon über die SR 20 nördlich von Cedar City, das sind rund 63 Meilen Umweg.Kolob CanyonsEigene Zufahrt über Ausfahrt 40 der I-15, rund 40 Meilen nördlich des Zion Canyon. Kein Shuttle, du fährst selbst.
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