Page ist eine Kleinstadt im äußersten Norden Arizonas, direkt an der Grenze zu Utah und am Ufer des Lake Powell.
Page ist eine Kleinstadt im äußersten Norden Arizonas, direkt an der Grenze zu Utah und am Ufer des Lake Powell. Du kommst hierher wegen dreier Ziele, die auf vielen Südwest-Rundreisen ganz oben stehen: Horseshoe Bend, Antelope Canyon und der Lake Powell mit dem Glen Canyon Dam.Von Las Vegas und Phoenix sind es jeweils rund viereinhalb bis fünf Stunden Fahrt, vom Grand Canyon South Rim etwa drei. Plane mindestens eine Übernachtung ein: Horseshoe Bend ist zum Sonnenuntergang am schönsten, die Touren durch den Antelope Canyon laufen den ganzen Tag, und am See lohnt ein Bootsausflug.Die Stadt selbst ist schlicht, mit Motels, Supermärkten und einer überschaubaren Auswahl an Restaurants. Als Basis ist sie trotzdem ideal, denn alle Highlights liegen weniger als eine Viertelstunde entfernt.
Page hat rund 7.400 Einwohner (Zensus 2020) und liegt auf rund 1.300 Metern Höhe auf dem Manson Mesa über der Wahweap Bay des Lake Powell. Das kompakte Zentrum mit Hotels, Restaurants und Tankstellen erreichst du überall in wenigen Minuten, für die Ausflugsziele brauchst du aber ein Auto. Horseshoe Bend liegt etwa acht Kilometer südlich an der US 89, Lower Antelope Canyon östlich der Stadt am Highway 98, Glen Canyon Dam und Wahweap Marina nordwestlich. Achte auf die Zeitzonen: Arizona und damit Page verzichten auf die Sommerzeit, die umliegende Navajo Nation mit dem Antelope Canyon stellt dagegen um. Von März bis November ist es dort also eine Stunde später als in Page.
Sehenswürdigkeiten in Page
Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Sehenswürdigkeit
1Horseshoe Bend
Der Colorado River beschreibt hier eine 270-Grad-Schleife rund 300 Meter unter dem Canyonrand. Ein befestigter Weg führt in etwa 2,4 Kilometern (hin und zurück) zum Aussichtspunkt; Parken kostet 10 US-Dollar pro Pkw, NPS-Pässe gelten nicht.
Enger Slot Canyon auf Navajo-Land, den du nur mit einer geführten Tour eines Navajo-Anbieters wie Ken's Tours oder Dixie's besuchst. Über fünf Stahltreppen steigst du in den Canyon hinab, die Tour dauert 60 bis 90 Minuten.
Der 1957 bis 1964 errichtete Bogenstaudamm ragt 216 Meter über dem Felsgrund auf und staut den Colorado zum Lake Powell. Den besten Blick hast du von der Glen Canyon Dam Bridge und vom Visitor Center.
Besucherzentrum direkt am Staudamm, rund 210 Meter über dem Fluss, mit Ausstellung zu Bau und Geschichte des Damms und zum Lake Powell. Geöffnet täglich von 9 bis 17 Uhr Mountain Standard Time.
Aussichtspunkt am Canyonrand südlich des Damms, über einen kurzen Fußweg erreichbar. Von hier blickst du auf Staumauer, Brücke und den Colorado tief im Canyon.
Zweiter Hafen nahe Page, östlich der Stadt am Highway 98, mit Bootsverleih, Bootstouren und Restaurant. Von hier starten Ausflüge in die Seitencanyons des Lake Powell.
Page ist keine Feinschmeckerstadt, doch zwischen Barbecue, Mexikanischem und Navajo-Gerichten wirst du gut satt.
Navajo Taco
Frittiertes Fladenbrot, belegt mit Bohnen, Hackfleisch, Salat und Käse. Das Frybread entstand laut Navajo-Überlieferung 1864 aus Mehl, Zucker, Salz und Schmalz, die die Regierung während der Zwangsumsiedlung ("Long Walk") ausgab.
Frybread mit Honig
Dasselbe Fladenbrot, süß gegessen mit Honig oder Marmelade. Du bekommst es an Imbissständen und in Restaurants im Navajo-Land rund um Page.
Hammelfleisch
Schafe sind für die Navajo seit Generationen zentral, für Wolle wie für die Küche. Hammel gehört deshalb zu den wichtigsten Fleischsorten der traditionellen Navajo-Küche.
Texas-Barbecue
Geräuchertes Brisket, Pulled Pork und Rippchen sind in Page überraschend beliebt. Bekanntestes Lokal ist Big John's Texas BBQ in einer umgebauten Tankstelle.
Geschichte und Kultur
Page ist eine der jüngsten Städte Arizonas. Sie entstand 1957 als Wohnlager für die Arbeiter, die den Glen Canyon Dam bauten, und hieß anfangs schlicht "Government Camp". Das Land erhielt die Regierung per Tausch von der Navajo Nation. Ihren heutigen Namen trägt die Stadt nach John C. Page, der in den 1930er und frühen 1940er Jahren das Bureau of Reclamation leitete. Offiziell zur Stadt wurde Page im März 1975.Der Staudamm wurde von 1957 bis 1964 gebaut, 1963 begann sich der Lake Powell zu füllen. Mit der Flutung verschwand der ursprüngliche Glen Canyon samt seinen Seitencanyons unter Wasser, bis heute ein Streitpunkt zwischen Naturschützern und Befürwortern des Damms.Page ist weitgehend von der Navajo Nation umgeben. Antelope Canyon und das Gelände von Horseshoe Bend südlich des Parkplatzes liegen auf Navajo-Land, viele Guides sind Navajo. Achte bei Touren auf die Zeitangaben, denn die Navajo Nation stellt im Sommer auf Sommerzeit um, der Rest von Arizona nicht.
Anreise und Unterwegs
FlughafenDie meisten Reisenden kommen mit dem Mietwagen über Las Vegas oder Phoenix. Der kleine Page Municipal Airport (PGA) hat nur wenige Linienflüge; prüfe Verbindungen und Mietwagenverfügbarkeit frühzeitig.AutoVon Las Vegas sind es rund 450 Kilometer, von Phoenix über Flagstaff rund 430 Kilometer, jeweils viereinhalb bis fünf Stunden. Vom Grand Canyon South Rim fährst du über Cameron und die US 89 etwa drei Stunden, von Sedona gut drei Stunden.Parken und GebührenDer Parkplatz von Horseshoe Bend gehört der Stadt Page und kostet 10 US-Dollar pro Pkw, 5 US-Dollar pro Motorrad; der America the Beautiful Pass gilt hier nicht. Für die Glen Canyon National Recreation Area mit Wahweap und dem Lake-Powell-Ufer zahlst du 30 US-Dollar pro Fahrzeug für sieben Tage, hier gilt der America the Beautiful Pass. An den Eingangsstationen wird nur mit Karte bezahlt.ZeitzonenPage folgt wie ganz Arizona das ganze Jahr der Mountain Standard Time. Die Navajo Nation, auf deren Land Antelope Canyon liegt, stellt im Sommer auf Sommerzeit um. Prüfe bei der Buchung, in welcher Zeit deine Tour angegeben ist, und plane einen Puffer ein.Vor OrtInnerhalb der Stadt sind die Wege kurz, zu allen Ausflugszielen brauchst du aber ein Auto oder eine gebuchte Tour. Lower Antelope Canyon und Upper Antelope Canyon dürfen nur mit einem zugelassenen Navajo-Guide besucht werden.