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    Narbonne

    Frankreich

    Narbonne

    StadtKulturGenussNatur

    Narbonne verbindet römische Geschichte mit dem Alltag einer südfranzösischen Kleinstadt. Mitten durch die Altstadt fließt der Canal de la Robine, ein Seitenarm des Canal du Midi und Teil von dessen UNESCO-Welterbe.

    von Felix Gillen

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    5. Narbonne
    Narbonne verbindet römische Geschichte mit dem Alltag einer südfranzösischen Kleinstadt. Mitten durch die Altstadt fließt der Canal de la Robine, ein Seitenarm des Canal du Midi und Teil von dessen UNESCO-Welterbe. Du findest hier eine unvollendete gotische Kathedrale, den Erzbischofspalast, eine lebhafte Markthalle und mit Narbo Via ein modernes Römermuseum. Die Stadt ist zudem ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge an die Küste und in die Corbières.

    Sehenswürdigkeiten in Narbonne

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Cathédrale Saint-Just et Saint-Pasteur

    1Cathédrale Saint-Just et Saint-Pasteur

    Die Cathédrale Saint-Just et Saint-Pasteur in Narbonne ist ein unvollendeter gotischer Bau. Ihr Chor ist gut 40 Meter hoch und zählt damit zu den höchsten Frankreichs. Der Bau begann 1272 an der Stelle einer älteren Kirche und sollte die Macht des Erzbistums Narbonne zeigen.Fertiggestellt wurde nur der Chor: Für das geplante Langhaus hätte die Stadtmauer weichen müssen, was die Stadt ablehnte, dazu kamen Geldmangel und Kriege. Sehenswert sind der Chor mit seinen Glasfenstern, der Kreuzgang und die Schatzkammer mit liturgischen Objekten.Unser Tipp: Komm am Vormittag, wenn das Licht durch die hohen Fenster fällt. Aus dem Kreuzgang hast du einen guten Blick auf die Strebepfeiler des Chors.
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    Les Halles de Narbonne

    2Les Halles de Narbonne

    Les Halles de Narbonne sind die zentrale Markthalle der Stadt. Der Pavillon aus Eisen und Glas im Stil der Baltard-Hallen wurde am 1. Januar 1901 eröffnet und ersetzte den zu klein gewordenen Markt auf der Place aux Herbes. Du findest hier Obst und Gemüse, Käse, Wurstwaren, Fisch und Meeresfrüchte. An mehreren Theken und kleinen Bistros kannst du direkt essen, von Austern mit einem Glas Weißwein bis zu Gerichten von der Plancha. Unser Tipp: Die Halle ist morgens bis etwa 13:30 Uhr geöffnet, außerhalb der Saison montags teils geschlossen. Am Wochenende ist die Stimmung am lebhaftesten.
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    Horreum Romain

    3Horreum Romain

    Das Horreum Romain in Narbonne ist ein einzigartiges Zeugnis der römischen Vergangenheit der Stadt. Als ehemalige Hauptstadt der Provinz Gallia Narbonensis, dem heutigen Languedoc, war Narbo Martius ein bedeutendes Handelszentrum. Dieses unterirdische Horreum diente als Lagerhaus oder Getreidespeicher und spiegelt die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt wider. Du betrittst ein faszinierendes Labyrinth aus gut erhaltenen Gängen und Kammern, die einst zur Aufbewahrung von Gütern genutzt wurden. Die kühle, konstante Temperatur und die massiven Steinmauern vermitteln ein authentisches Gefühl für die römische Bauweise und Ingenieurskunst. Besonders beeindruckend sind die stabilen Gewölbe und die durchdachte Struktur der Anlage, die über Jahrhunderte hinweg erhalten geblieben ist. Unser Tipp: Ein Besuch ist besonders an heißen Sommertagen angenehm, da die unterirdischen Räume eine willkommene Kühle bieten. Für das beste Erlebnis und um die Details der Architektur zu würdigen, plane etwa 45 Minuten ein und trage bequeme Schuhe.
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    Canal de la Robine

    4Canal de la Robine

    Der Canal de la Robine ist ein Seitenarm des Canal du Midi und gehört mit diesem zum UNESCO-Welterbe. Er folgt einem alten Lauf der Aude, wurde Ende des 17. Jahrhunderts schiffbar gemacht und 1787 über einen Verbindungskanal an den Canal du Midi angeschlossen. Er führt von der Aude durch Narbonne bis zum Mittelmeer bei Port-la-Nouvelle. In der Stadt säumen Platanen und Promenaden die Ufer, über das Wasser spannt sich der Pont des Marchands, eine mit Häusern bebaute Brücke. Entlang der Kais liegen Cafés und Restaurants. Unser Tipp: Morgens ist es am ruhigsten, am späten Nachmittag liegen die Fassaden im warmen Licht. Den Pont des Marchands fotografierst du am besten vom gegenüberliegenden Ufer.
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    Palais des Archevêques

    5Palais des Archevêques

    Der Palais des Archevêques in Narbonne war über Jahrhunderte Sitz der Erzbischöfe und eines der Machtzentren im Süden Frankreichs. Der Komplex besteht aus dem älteren, romanisch geprägten Palais Vieux und dem gotischen Palais Neuf, später kamen Erweiterungen bis ins 19. Jahrhundert hinzu; heute ist hier auch das Rathaus untergebracht.Im Palast zeigt das Musée d'Art et d'Histoire Gemälde, Möbel und Kunsthandwerk. Die archäologischen Sammlungen sind seit 2021 im Museum Narbo Via zu sehen. Ein Höhepunkt ist der Aufstieg auf den Donjon Gilles Aycelin aus dem späten 13. Jahrhundert, von dem du über die Dächer der Stadt, die Kathedrale und die Umgebung blickst.Praktischer Tipp: Steig am Vormittag auf den Donjon, dann ist das Licht für Fotos gut und der Andrang geringer.
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    Rundgänge in Narbonne

    Kuratierte Spaziergänge zu den Highlights der Stadt, von erfahrenen Reisejournalisten zusammengestellt.

    Römisches Erbe und Verborgene Geschichten: Narbonnes antike Wurzeln neu entdecken

    Tauchen Sie ein in Narbonnes tiefgreifendes römisches Erbe und entdecken Sie versteckte architektonische Juwelen sowie weniger bekannte historische Facetten der Stadt. Dieser Spaziergang führt Sie abseits der ausgetretenen Pfade zu unterirdischen römischen Stätten, durch malerische Renaissance-Gassen und endet in einem Weltklasse-Museum, das das antike Narbonne wieder lebendig werden lässt.

    ~3 Std.
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    Stopps (6)

    Restaurants & Cafés

    L'Estaminet des Halles

    Erlebe die authentische Marktatmosphäre direkt in Les Halles bei L'Estaminet. Hier genießt du frische, regionale Küche, die täglich neu interpretiert wird, von Meeresfrüchten bis zu lokalen Spezialitäten. Ein lebhaftes und unvergessliches kulinarisches Erlebnis, das du dir nicht entgehen lassen solltest.
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    Restaurant GAÏA

    GAÏA bietet dir eine moderne und raffinierte Interpretation der französischen Küche mit einem starken Fokus auf frische, saisonale und lokale Produkte. Die kreativen Gerichte, oft mit mediterranem Einfluss, und das elegante Ambiente machen jeden Besuch zu einem besonderen Genussmoment.
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    Bistrot des Deux Caves

    Entdecke traditionelle, bodenständige Küche aus dem Languedoc in diesem charmanten Bistrot, das oft für seine herzhaften Gerichte und sein gemütliches Ambiente gelobt wird. Hier kannst du Klassiker wie Cassoulet oder Entenconfit in einer authentischen und einladenden Atmosphäre genießen.
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    En Face

    Genieße im Restaurant En Face eine ausgezeichnete französische Küche, die gekonnt Tradition und Moderne verbindet. Mit einer ansprechenden Speisekarte, die saisonale Produkte hervorhebt, und einer angenehmen Atmosphäre ist es eine verlässliche Adresse für ein qualitativ hochwertiges Essen in Narbonne.
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    Essen & Trinken

    Narbonne liegt zwischen Weinbergen, Lagunen und Meer. Die Markthalle aus dem 19. Jahrhundert ist der beste Einstieg in die Küche der Region.

    Les Halles de Narbonne

    Die gusseiserne Markthalle öffnet täglich vormittags. An mehreren Theken wird direkt gegessen, das plancha-Frühstück mit Fleisch vom Metzger nebenan ist eine örtliche Einrichtung.

    Weine der Corbières und La Clape

    Südlich und östlich der Stadt liegen zwei Appellationen mit kräftigen Rotweinen. La Clape am Kalkmassiv bringt zudem eigenwillige Weißweine hervor.

    Austern aus Gruissan und Leucate

    Aus den benachbarten Lagunen kommen Austern und Muscheln. Sie werden an einfachen Buden direkt an den Züchterhäfen serviert.

    Honig und Olivenöl der Corbières

    Aus dem trockenen Hinterland stammen Rosmarinhonig und Olivenöl. Beides findest du auf dem Markt und in Hofläden entlang der Landstraßen.

    Narbonnes kulturelles Erbe

    Narbonne wurde 118 v. Chr. als Colonia Narbo Martius gegründet, als erste römische Kolonie in Gallien. Die Stadt war ein bedeutender Hafen und Hauptstadt der Provinz Gallia Narbonensis. Ihre Lage an der Via Domitia und am Mittelmeer machte sie zu einem Knotenpunkt für Handel und Kultur, später war sie ein Zentrum der Westgoten.Das architektonische Erbe zeugt von dieser Geschichte. Die unvollendete Cathédrale Saint-Just-et-Saint-Pasteur hat einen gotischen Chor von gut 40 Metern Höhe, der zu den höchsten Frankreichs zählt. Direkt daneben steht der Palais des Archevêques, eine wehrhafte Anlage mit mittelalterlichen Türmen, die die Macht der Erzbischöfe zeigt.Unter der Stadt liegt das Horreum, ein römisches Lagerhaus mit unterirdischen Galerien. Der Pont des Marchands, eine bebaute Brücke über den Canal de la Robine, folgt dem Verlauf der antiken Via Domitia. Narbonne pflegt zudem seine okzitanischen Traditionen, eine lange Weinbaugeschichte und eine eigenständige Küche.

    Unterwegs vor Ort

    Das Zentrum mit Canal de la Robine, Kathedrale und Markthalle erkundest du am besten zu Fuß. Eine Straßenbahn gibt es nicht, die Stadtteile und das Museum Narbo Via erreichst du mit den Bussen des Citibus-Netzes. Tickets gibt es beim Fahrer oder an Automaten.Entlang des Kanals lässt es sich gut Rad fahren, auch Ausflüge Richtung Gruissan und Meer sind per Rad möglich. Taxis gibt es in der Stadt. Parken im Zentrum ist schwierig, stell das Auto besser auf einem der Parkplätze am Rand der Altstadt ab. Der Bahnhof liegt an der Küstenstrecke Richtung Montpellier und Perpignan sowie an der Linie nach Toulouse.

    Unterkünfte in Narbonne

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    Campingplätze in Narbonne

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      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
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      Rundreise

      12 Tage · 4 Stopps

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      Narbonne-Reise

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      • 1Cathédrale Saint-Just et Saint-Pasteur3 Tage
      • 2Les Halles de Narbonne4 Tage
      • 3Horreum Romain5 Tage
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      Narbonne
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    In der Umgebung

    Gruissan

    Gruissan

    Gruissan ist ein ehemaliges Fischerdorf an der Mittelmeerküste des Languedoc, wenige Kilometer südöstlich von Narbonne. Der alte Ortskern ist kreisförmig um die Ruine der Tour Barberousse angelegt, ringsum liegen Lagunen, Salinen und das Kalkmassiv La Clape. Am Strand von Gruissan-Plage stehen die bekannten Holzchalets auf Stelzen, und der häufige Wind macht den Ort zu einem Ziel für Wind- und Kitesurfer.
    Canal du Midi

    Canal du Midi

    Der Canal du Midi ist eine rund 240 Kilometer lange Wasserstraße aus dem 17. Jahrhundert zwischen Toulouse und dem Étang de Thau und gehört seit 1996 zum UNESCO-Welterbe. Schleusen, Brücken und Kanalbrücken säumen den Weg, auf dem du mit dem Hausboot oder dem Fahrrad entlang der Treidelpfade unterwegs sein kannst.
    Béziers

    Béziers

    Béziers gilt als eine der ältesten Städte Frankreichs. Ihr Erbe reicht von römischen Wurzeln bis zum Albigenserkreuzzug, der die Stadt 1209 schwer traf. Von der Kathedrale Saint-Nazaire auf dem Hügel blickst du über das Orb-Tal und die Weinberge des Languedoc, am Stadtrand überwindet der Canal du Midi an der Schleusentreppe von Fonserannes einen großen Höhenunterschied. Dazu kommen Platanenalleen, eine Markthalle und eine lebhafte Bar- und Festkultur.
    Agde

    Agde

    Agde wird wegen ihrer Bauten aus dunklem Basalt die „schwarze Stadt“ genannt. Die Altstadt am Fluss Hérault geht auf eine griechische Gründung zurück, wenige Kilometer weiter liegt der Badeort Cap d'Agde mit Sandstränden und Marinas. Am Stadtrand verläuft der Canal du Midi, UNESCO-Welterbe, mit der Rundschleuse von Agde. So verbindest du hier Geschichte und Strandurlaub.
    Carcassonne

    Carcassonne

    Carcassonne ist bekannt für seine Cité de Carcassonne, eine beeindruckende, doppelt ummauerte Festungsstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Du kannst die imposanten Verteidigungsanlagen erkunden, deren Ursprünge bis in die römische Zeit reichen und die im 19. Jahrhundert von Viollet-le-Duc umfassend restauriert wurden. Im Herzen der Cité befinden sich das Château Comtal und die gotische Basilika Saint-Nazaire, welche die reiche Geschichte der Region, insbesondere während der Katharerkriege, widerspiegeln. Abseits der historischen Mauern bietet die Ville Basse, die Unterstadt, Einblicke in das moderne französische Stadtleben. Für ein entspannteres Erlebnis empfiehlt sich ein Besuch in der Nebensaison, um die Besuchermassen zu umgehen. Ein praktischer Tipp ist, die Mauern am späten Nachmittag zu besteigen, um den Sonnenuntergang über der Landschaft zu erleben.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Unsplash. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI