Nob Hill, Russian Hill und Fillmore sind die Hügelviertel westlich von Chinatown und North Beach: oben die Hotels und die Kathedrale der Eisenbahnbarone, nördlich davon steile Wohnstraßen mit Treppen und Gärten, im Westen Japantown und die…
Nob Hill, Russian Hill und Fillmore sind die Hügelviertel westlich von Chinatown und North Beach: oben die Hotels und die Kathedrale der Eisenbahnbarone, nördlich davon steile Wohnstraßen mit Treppen und Gärten, im Westen Japantown und die alte Jazzmeile an der Fillmore Street. Du kommst wegen der Cable Cars, der Blicke von den Hügeln und der Lombard Street, und abends wegen der Hotelbars auf Nob Hill.Die Cable Cars sind hier das praktischste Verkehrsmittel: Die Linie Powell-Hyde fährt über Nob Hill zur Lombard Street, die California Line über Nob Hill zur Van Ness Avenue. Plane einen halben Tag für Nob Hill und Russian Hill ein, einen weiteren Nachmittag für Japantown, die Fillmore Street und den Alamo Square mit den Painted Ladies, der ein paar Blocks südlich liegt.Nob Hill: Grace Cathedral, Cable Car Museum, Huntington Park und die Grandhotels Fairmont und Mark Hopkins.Russian Hill: Lombard Street, Macondray Lane und Treppenwege mit Blick auf die Bucht.Japantown und Fillmore: Japan Center mit Peace Pagoda, Ramen- und Sushilokale, an der Fillmore Street Boutiquen, Restaurants und Live-Jazz.Die Hügel sind sehr steil. Wenn du zu Fuß gehst, plane bergauf mehr Zeit ein und nutze für den Rückweg das Cable Car oder den Bus.
Sehenswürdigkeiten in Nob Hill, Russian Hill und Fillmore
Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Kirche
1Grace Cathedral
Die neugotische Bischofskirche an der California Street 1100 auf dem Gipfel von Nob Hill entstand in mehreren Bauabschnitten ab 1928 und wurde 1964 geweiht. Das Hauptportal ist ein Abguss von Ghibertis Paradiespforte in Florenz, im Innern liegt ein Labyrinth nach dem Vorbild von Chartres, ein zweites im Hof. In der AIDS Interfaith Chapel steht ein Altarbild von Keith Haring. Besichtigung Montag bis Samstag 10 bis 17 Uhr, sonntags 13 bis 17 Uhr, Eintritt 14 $ (zum Beten frei). Bei Gottesdiensten ist sie für Besucher teils geschlossen. Gegenüber liegt der kleine Huntington Park.
Das Museum an der Mason Street 1201 steckt im Kraftwerk und Depot von 1887, das bis heute alle drei Cable-Car-Linien antreibt. Von einer Galerie siehst du die großen Antriebsräder, die die Stahlseile mit konstanter Geschwindigkeit unter den Straßen ziehen, im Untergeschoss laufen die Seile über Umlenkrollen in die Kanäle unter der Kreuzung Washington und Mason Street. Ausgestellt sind historische Wagen, darunter der einzige erhaltene Wagen der Clay Street Hill Railroad, der ersten Cable-Car-Gesellschaft. Eintritt frei, Dienstag bis Donnerstag 10 bis 16 Uhr, Freitag bis Sonntag bis 17 Uhr, montags geschlossen. Die Linien Powell-Hyde und Powell-Mason halten direkt davor. Plane 30 bis 45 Minuten ein.
Die fünfstöckige Betonpagode auf der Peace Plaza entwarf der japanische Architekt Yoshiro Taniguchi, ein Geschenk der Partnerstadt Osaka, eingeweiht im März 1968. Sie ist der Mittelpunkt von Japantown. Rund um den Platz liegen die Einkaufszentren des Japan Center von 1968 mit Ramenlokalen, Buchläden, Papeterien und Läden für Anime und Keramik. Im April feiert das Viertel an zwei Wochenenden das Northern California Cherry Blossom Festival mit Umzug. Der Platz ist frei zugänglich, mit dem Bus 38 Geary bist du in rund 15 Minuten vom Union Square hier.
Der autofreie Fußweg auf Russian Hill verläuft über zwei Blocks zwischen Leavenworth und Taylor Street, parallel zur Union und Green Street, unter Bäumen und an Gärten und Holzhäusern vorbei. Armistead Maupin nahm die Gasse als Vorbild für die Barbary Lane in seinen Romanen \"Stadtgeschichten\" (Tales of the City). Am Ostende führt eine Holztreppe hinunter zur Taylor Street, von dort hast du Blick auf die Bucht und den Coit Tower. Es ist eine Wohngasse, geh leise. Gut zu verbinden mit der Lombard Street, wenige Blocks nordwestlich.
Der Block zwischen Hyde und Leavenworth Street auf Russian Hill windet sich seit 1922 in acht Haarnadelkurven zwischen Blumenbeeten bergab, damit das Gefälle für Autos befahrbar ist. Gefahren wird nur abwärts, von der Hyde Street aus, an Wochenenden und im Sommer stauen sich die Autos oft weit zurück. Zu Fuß gehst du die Treppen am Rand hinunter, den besten Blick von unten hast du von der Leavenworth Street. Das Cable Car Powell-Hyde hält oben an der Hyde Street. Früh am Morgen ist es am ruhigsten, die Häuser sind privat bewohnt.
Fischtheke an der Polk Street 1517 am Fuß von Nob Hill, hervorgegangen aus dem Cable Oyster Depot der 1890er Jahre, unter dem heutigen Namen seit 1903. Du sitzt auf einem Hocker am langen Marmortresen und isst Austern, Krabbencocktail, Clam Chowder und rohen Fisch nach sizilianischer Art. 2000 bekam das Lokal den James Beard Award als American Classic. Reservierungen gibt es nicht, die Schlange ist zu jeder Tageszeit lang. Komm am besten kurz vor der Öffnung oder unter der Woche und prüf die Öffnungszeiten vorab, abends ist meist geschlossen.
Das Restaurant von Stuart Brioza und Nicole Krasinski an der Fillmore Street 1529 öffnete 2012 und wurde von Bon Appétit und der James Beard Foundation zum besten neuen Restaurant der USA gekürt. Kalifornische Kleinigkeiten kommen auf Wagen und Tabletts wie beim Dim Sum an den Tisch, du nimmst, was dich anspricht, dazu bestellst du größere Gerichte von der Karte. Namensgebend ist die frittierte Wachtel, der Staatsvogel Kaliforniens. Reserviere einige Wochen im Voraus, ein Teil der Plätze geht abends an Laufkundschaft.
Ramenlokal im Japan Center (Webster Street 1581, Kintetsu Mall, oberes Geschoss). Die Spezialität ist Hakata-Ramen mit dünnen Nudeln in einer milchigen Tonkotsu-Brühe, die laut Time Out über 20 Stunden kocht, als Alternative gibt es Ramen mit Hühnerbrühe (Chicken Paitan). Geöffnet mittags und abends, am Wochenende stehst du zu Stoßzeiten oft länger an, früh kommen hilft.
Auf Nob Hill isst und trinkst du in den Hotels, an der Polk Street am Fuß des Hügels in Bistros und Bars, in Japantown japanisch und an der Fillmore Street in Restaurants mit Reservierungsliste.
Ramen und Japan Center
In den Malls des Japan Center an der Post Street findest du Ramen, Sushi, Udon und japanische Bäckereien. Mittags unter der Woche sind die Schlangen kürzer als am Wochenende.
Austern am Tresen
Rohe Austern, Krabbencocktail und Clam Chowder isst du am Marmortresen der Swan Oyster Depot an der Polk Street, einem Fischgeschäft aus den 1890er Jahren. Reservieren kannst du nicht, komm früh.
Tiki-Cocktails
Im Tonga Room im Fairmont trinkst du Mai Tai und Scorpion Bowl an einer Lagune, über die künstliche Regenschauer ziehen. Für einen Platz am Wasser kommst du am besten kurz nach Öffnung oder reservierst.
Geschichte und Kultur
Nob Hill war im späten 19. Jahrhundert die Adresse der Eisenbahnbarone. Nach dem Erdbeben und Feuer von 1906 blieben fast nur Steinbauten stehen, auf den Grundstücken der Villen entstanden die Grandhotels und die Grace Cathedral. Das Cable-Car-Kraftwerk von 1887 an der Mason Street treibt bis heute alle Linien an.Russian Hill ist ein ruhiges Wohnviertel mit Treppenwegen und Gassen wie der Macondray Lane, die Armistead Maupin in seinen "Stadtgeschichten" als Barbary Lane verewigt hat.Im Westen liegt Japantown, schon vor 1906 ein Zentrum der japanischen Einwanderer. 1942 wurden die japanischstämmigen Bewohner interniert. In die leeren Häuser zogen afroamerikanische Familien, die in der Kriegsindustrie Arbeit fanden, und die Fillmore Street wurde in den 1940er und 1950er Jahren zum "Harlem of the West" mit Jazzclubs, in denen Billie Holiday, Charlie Parker und John Coltrane auftraten. Die Stadtsanierung der 1950er bis 1970er Jahre riss große Teile des Viertels ab und vertrieb Tausende Bewohner. Das Fillmore Jazz Festival im Juli erinnert jedes Jahr an diese Zeit, im April feiert Japantown an zwei Wochenenden das Cherry Blossom Festival.
Tiki-Bar im Untergeschoss des Fairmont Hotel auf Nob Hill, eingebaut um das frühere Hallenbad des Hotels. In regelmäßigen Abständen ziehen künstlicher Tropenregen, Donner und Blitze durch den Raum, eine Band spielt auf einem Floß in der Lagune. Bestell einen Mai Tai oder einen Scorpion Bowl für mehrere. Geöffnet Mittwoch bis Samstag ab 17 Uhr, am Wochenende länger, die Reservierung wird empfohlen.
Cocktailbar im obersten Stock des InterContinental Mark Hopkins auf Nob Hill, mit Fenstern in alle Richtungen über die Stadt, die Bucht und die Golden Gate Bridge. Geöffnet täglich ab dem späten Nachmittag, freitags und samstags bis nach Mitternacht. Samstags spielt von 20 bis 23 Uhr eine Liveband, dann kostet es 15 $ Eintritt, Unter-21-Jährige dürfen ab 21.30 Uhr nicht mehr bleiben. Dresscode smart casual. Für einen Fensterplatz zum Sonnenuntergang reservierst du.
Cable Car: Die Linien Powell-Hyde und Powell-Mason fahren ab der Wendestelle Powell und Market Street über Nob Hill, Powell-Hyde hält oben an der Lombard Street. Die California Line verbindet den Financial District über Nob Hill mit der Van Ness Avenue und ist meist weniger voll. Steig an der Wendestelle früh am Morgen ein oder nimm eine Haltestelle unterwegs, dann sparst du dir die lange Schlange.Bus: Nach Japantown und zur Fillmore Street fährt der Bus 38 Geary ab Union Square. Der Bus 22 Fillmore fährt die Fillmore Street entlang, der Bus 2 über die Sutter Street. Zum Alamo Square mit den Painted Ladies sind es von Japantown rund 15 Minuten zu Fuß nach Süden.Zu Fuß: Die Steigungen auf Nob Hill und Russian Hill gehören zu den steilsten der Stadt. Geh bergab und fahr bergauf, das schont die Knie.Mit dem Wohnmobil: Auf den steilen Hügelstraßen kommst du mit einem großen Fahrzeug kaum voran, Parkplätze sind knapp, und in der Lombard Street sind lange Fahrzeuge nicht sinnvoll. Die Garage unter der Grace Cathedral an der Taylor Street hat eine Höhenbegrenzung von knapp 2,5 m. Lass das Wohnmobil außerhalb stehen und komm mit Bus oder Cable Car.
Unterkünfte in Nob Hill, Russian Hill und Fillmore
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