Fisherman's Wharf, North Beach und Chinatown liegen dicht beieinander im Nordosten von San Francisco, zwischen dem Ufer der Bucht und dem Financial District.
Fisherman's Wharf, North Beach und Chinatown liegen dicht beieinander im Nordosten von San Francisco, zwischen dem Ufer der Bucht und dem Financial District. Zu Fuß kommst du in einem halben Tag von den Dim-Sum-Bäckereien in Chinatown über die Espressobars von North Beach bis zu den Piers am Wasser.Chinatown beginnt am Dragon Gate an der Grant Avenue. Dort reihen sich Souvenirläden und Restaurants, das Alltagsleben mit Gemüse- und Fischmärkten findest du eine Straße weiter auf der Stockton Street. North Beach ist das alte italienische Viertel rund um die Columbus Avenue und den Washington Square, mit Pizzerien, Delis und den Bars, in denen in den 1950er Jahren die Beat-Autoren saßen. Darüber steigt der Telegraph Hill mit dem Coit Tower an. Fisherman's Wharf ist der touristischste Teil der Stadt: Krabbenstände, Souvenirläden, Pier 39 und der Anleger nach Alcatraz.Gute Reihenfolge: Vormittags Chinatown, mittags North Beach, nachmittags hinauf zum Coit Tower und von dort hinunter zum Wharf. Vom Dragon Gate bis Pier 39 sind es rund 2,5 Kilometer.Wharf: Für Pier 39 und die Seelöwen reicht eine Stunde. Gegessen wird besser in North Beach oder Chinatown, die Lokale am Wasser zielen vor allem auf Laufkundschaft.
Sehenswürdigkeiten in Fisherman's Wharf, North Beach und Chinatown
Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Historische Stätte
1Coit Tower
Der rund 55 Meter hohe Betonturm auf dem Telegraph Hill wurde 1933 eingeweiht, bezahlt aus dem Nachlass von Lillie Hitchcock Coit. Die Fresken im Erdgeschoss malten 1934 über 20 Künstler im Auftrag des Public Works of Art Project. Sie zeigen das Arbeitsleben im Kalifornien der Depressionszeit und sind frei zugänglich. Für den Aufzug zur Aussichtsplattform zahlst du Eintritt, aktuelle Preise und Öffnungszeiten stehen auf der Seite der Stadt (sf.gov, Coit Tower). Hin kommst du mit dem Bus 39 ab Fisherman's Wharf oder zu Fuß über die Filbert Steps, der kleine Parkplatz oben ist meist voll.
Lawrence Ferlinghetti und Peter D. Martin gründeten die Buchhandlung 1953 an der Columbus Avenue 261. Als Verlag brachte City Lights 1956 Allen Ginsbergs "Howl" heraus, der Obszönitätsprozess von 1957 endete mit einem Freispruch. 2001 wurde sie als erstes Geschäft überhaupt zum städtischen Landmark erklärt. Die Poesieabteilung liegt im Obergeschoss, gleich nebenan an der Jack Kerouac Alley liegt die Bar Vesuvio.
Die kleine Glückskeksbäckerei in der Ross Alley 56 besteht seit 1962. Du schaust zu, wie die Teigplättchen auf alten Backmaschinen gebacken und von Hand gefaltet werden, und kaufst die Kekse tütenweise, auch mit Schokolade oder Grüntee überzogen. Die Gasse ist schmal und der Laden winzig, plane nur ein paar Minuten ein.
In der Halle an Pier 45 stehen rund 200 historische Münzautomaten aus der Sammlung der Familie Zelinsky: Wahrsagerautomaten, mechanische Dioramen, Flipper und die lachende Puppe Laffing Sal. Der Eintritt ist frei, du zahlst pro Spiel meist ein bis zwei Dollar in Vierteldollarmünzen, Wechselautomaten stehen bereit. Gut für eine Stunde bei Regen oder Nebel und für Kinder.
Pizzeria des preisgekrönten Pizzabäckers Tony Gemignani an der Stockton Street, am Rand des Washington Square. Mehrere Öfen backen verschiedene Stile, von der neapolitanischen Pizza aus dem Holzofen bis zu Varianten nach römischer und New Yorker Art. Abends wartest du ohne Reservierung oft lange, komm mittags oder reserviere vorher.
Sichuan-Restaurant an der Jackson Street 655, das der Guide Michelin seit rund zehn Jahren mit einem Bib Gourmand führt. Die Küche kocht scharf mit Chili und Sichuanpfeffer, bekannt ist die knusprige Krabbe mit Knoblauch. Die Räume sind schlicht, die Portionen groß, komm zu mehreren und teile.
Dim-Sum-Bäckerei an der Stockton Street, in der du zum Mitnehmen bestellst: Har Gow mit Garnelen, Siu Mai, Char-Siu-Buns, alles günstig und frisch aus dem Dampfgarer. Vor der Tür steht fast immer eine Schlange, sie geht aber schnell. Sitzplätze gibt es keine, nimm die Tüte mit in den Portsmouth Square. Am Vormittag ist die Auswahl am größten.
Familiengeführtes italienisches Fischlokal an der Green Street 552 in North Beach, eng, laut und mit maritimem Krimskrams an den Wänden. Bestell den Cioppino, den Fischeintopf der Genueser Fischer, der hier in großen Töpfen kommt und gut für zwei reicht. Reservierungen sind begrenzt, zu Stoßzeiten musst du mit Wartezeit rechnen.
Teigtaschen, Buns und kleine Gerichte aus Kanton, in Chinatown vor allem morgens und mittags. Günstig zum Mitnehmen in den Bäckereien an der Stockton Street, im Sitzen in klassischen Teehäusern.
Focaccia-Sandwich
North Beach hat italienische Delis mit langer Tradition, etwa Molinari von 1896. Belegte Focaccia oder Panini sind das typische Mittagessen für eine Pause am Washington Square.
Espresso und Cannoli
Das Caffe Trieste an der Vallejo Street eröffnete 1956 als eine der ersten Espressobars an der Westküste. Dazu passen Cannoli aus den Pasticcerie der Columbus Avenue.
Kultur und Geschichte
Chinesische Einwanderer siedelten sich ab den frühen 1850er Jahren rund um den Portsmouth Square an. Nach dem Erdbeben von 1906 wurde Chinatown im heutigen pagodenartigen Stil neu aufgebaut, teils bewusst als Attraktion für Besucher.Tempel: Der Tin How Temple an der Waverly Place geht auf die 1850er Jahre zurück und gilt als ältester chinesischer Tempel der USA.Beat Generation: In den 1950er Jahren trafen sich Kerouac, Ginsberg und Ferlinghetti in den Cafés und Bars von North Beach. City Lights verlegte 1956 Ginsbergs "Howl".Italienisches Erbe: North Beach war das Viertel der Einwanderer aus Ligurien und Sizilien. Die Kirche Saints Peter and Paul am Washington Square ist bis heute ihr Mittelpunkt.Fischerei: Am Wharf landeten italienische Fischer einst Krabben und Sardinen. Die Krabbenstände an der Jefferson Street erinnern daran.
Bar von 1948 an der Columbus Avenue 255, direkt neben City Lights an der Jack Kerouac Alley. Hier tranken Kerouac, Ginsberg und andere Beat-Autoren, an den Wänden hängen Fotos und Kunst aus der Zeit. Geöffnet ist werktags ab 8 Uhr, am Wochenende ab 6 Uhr, jeweils bis 2 Uhr nachts.
Dunkle Kellerbar an der Grant Avenue 916 mitten in Chinatown, eine der ältesten Bars des Viertels und eine klassische Dive Bar. Bekannt ist der sehr starke Mai Tai. Einfach, günstig und abends oft bis spät voll.
Kneipe in der kleinen Gasse William Saroyan Place gegenüber von Vesuvio, benannt nach ihrem Gründer Richard "Specs" Simmons (gestorben 2016). Die Wände hängen voller Kuriositäten, von historischen Fahndungsfotos bis zu einem Mumiensarkophag, die Getränke sind günstig.
Unterwegs in Fisherman's Wharf, North Beach und Chinatown
Die drei Viertel erkundest du am besten zu Fuß. Rechne mit steilen Straßen am Telegraph Hill und am Russian Hill.Cable Car: Die Linien Powell-Mason und Powell-Hyde fahren von Powell/Market Street über Nob Hill nach Fisherman's Wharf, eine Fahrt kostet 9 $. Die California-Linie streift den Südrand von Chinatown.Straßenbahn F: Die historischen Wagen fahren über die Market Street und den Embarcadero bis Fisherman's Wharf (Jones Street), praktisch auch zum Alcatraz-Anleger an Pier 33.Bus 39: Fährt von Fisherman's Wharf über North Beach hinauf zum Coit Tower. Der Parkplatz oben hat nur wenige Plätze.Muni Metro T: Die Central-Subway-Linie hält an der Station Chinatown–Rose Pak an der Stockton Street, von Union Square sind es nur wenige Minuten.Auto: Parken ist knapp und teuer. Nutze Parkhäuser wie die Garage unter dem Portsmouth Square und lass nichts sichtbar im Wagen liegen.
Unterkünfte in Fisherman's Wharf, North Beach und Chinatown
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