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    Ihlara-Tal

    Türkei

    Ihlara-Tal

    SehenswürdigkeitNaturKultur

    Das Ihlara-Tal ist eine bis zu 150 Meter tiefe Schlucht im Südwesten Kappadokiens, etwa anderthalb Autostunden von Göreme entfernt.

    von Felix Gillen

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    Das Ihlara-Tal ist eine bis zu 150 Meter tiefe Schlucht im Südwesten Kappadokiens, etwa anderthalb Autostunden von Göreme entfernt. Der Fluss Melendiz hat sie in den Tuff des Vulkans Hasan Dağı gegraben, in ihren Wänden liegen rund 50 Felsenkirchen. Ein Wanderweg folgt dem Wasser rund 14 Kilometer von Ihlara über Belisırma bis zum Felsenkloster von Selime.

    Sehenswürdigkeiten in Ihlara-Tal

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Ihlara-Schlucht mit Felsenkirchen
    Sehenswürdigkeit

    1Ihlara-Schlucht mit Felsenkirchen

    Am Haupteingang führt eine Treppe mit knapp 400 Stufen mehr als 100 Meter hinab zum Melendiz. Gleich unten liegen die meistbesuchten Kirchen: die Ağaçaltı Kilisesi rechts der Treppe, dazu Yılanlı, Sümbüllü, Kokar und Pürenli Seki. Die Eğritaş Kilisesi wird in die Zeit vor dem Bilderstreit datiert und zählt zu den frühen großen Kirchen des Tals. Die Ruinenstätte ist täglich geöffnet, im Sommer länger als im Winter.
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    Belisırma

    2Belisırma

    Das Dorf liegt etwa auf halber Strecke zwischen Ihlara und Selime direkt am Fluss. Hier beginnt ein zweiter Zugang zum Tal, und mehrere Restaurants haben Sitzplätze unmittelbar über dem Wasser. Rund um das Dorf liegen weitere Felsenkirchen wie die Direkli Kilise und die Ala Kilise.
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    Selime-Kloster

    3Selime-Kloster

    Der Klosterkomplex am Nordwestende des Ihlara-Tals ist in den weichen Tuffstein gehauen und wird auch Selime Kalesi (Burg von Selime) oder Selime-Kathedrale genannt. Die Räume gruppieren sich um zwei Höfe, darunter eine Küche mit pyramidenförmigem Dach und Rauchabzug. Die dreischiffige Klosterkirche zeigt durch einen Brand geschwärzte Malereien mit Szenen aus dem Leben Marias und Christi. Datiert wird die Anlage meist auf das 8. bis 11. Jahrhundert.
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    Restaurants in Ihlara-Tal

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    Aslan Restaurant

    Das Lokal in Belisırma serviert türkische Gerichte auf Sitzplätzen über dem Melendiz, im Schatten der Uferbäume. Für Wanderer ist es eine typische Mittagspause zwischen Ihlara und Selime.
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    Belisırma Seyir Restaurant

    Das türkische Restaurant am Rand der Schlucht wird vor allem für seinen Blick ins Tal und den freundlichen Service gelobt. Die Preise liegen laut Gästen eher über dem örtlichen Durchschnitt.
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    Essen & Trinken

    Das Tal gehört zur Provinz Aksaray, deren Küche auf Getreide und Lamm setzt. In Belisırma sitzt du zum Essen direkt über dem Fluss.

    Aksaray Tava

    Lamm mit Tomaten und Paprika, lange im Steinofen geschmort.

    Gelveri Ekmeği

    Brot aus dem nahen Güzelyurt, von Frauen in Steinöfen in den Höfen alter griechischer Häuser gebacken. Es bleibt rund zwei Wochen frisch.

    Sıkma

    Dünnes, von Hand ausgerolltes Fladenbrot, gefüllt mit Butter, frischem Quark und Käse.

    Bamya Çorbası

    Suppe aus getrockneten Okraschoten mit Lammfleisch.

    Kultur & Geschichte

    Das Tal PeristremaByzantinische Mönche ließen sich ab dem 7. Jahrhundert in der Schlucht nieder und schlugen Wohnungen und Kirchen in den Fels. Der griechische Name Peristrema bedeutet etwa „sich windend“ und stammt vom Dorf Belisırma.Kirchen am FlussNahe Ihlara liegen die Ağaçaltı, die Yılanlı und die Sümbüllü Kilisesi, die Eğritaş Kilisesi wird in die Zeit vor dem Bilderstreit datiert und zählt zu den frühen großen Kirchen des Tals. Um Belisırma folgen Direkli Kilise, Ala Kilise und weitere Kapellen.Kloster SelimeAm Nordende des Tals liegt ein Klosterkomplex aus dem 8. und 9. Jahrhundert, ganz in den Fels gehauen. Zu sehen sind eine Kirche in Kathedralengröße, eine Küche mit hohem Rauchabzug und Ställe mit Futtertrögen aus Stein, die Fresken stammen aus dem späten 10. und frühen 11. Jahrhundert.

    Anreise & Unterwegs

    AnreiseMit dem Auto brauchst du von Göreme oder Ürgüp etwa anderthalb Stunden. Ohne Auto fährst du mit dem Bus nach Aksaray und von dort mit dem Dolmuş nach Ihlara, das dauert deutlich länger. Viele Tagestouren aus Kappadokien verbinden das Tal mit Selime und einer unterirdischen Stadt.Im TalZugänge: Haupteingang bei Ihlara mit Treppe, dazu Belisırma, Selime und Ilısu.Öffnungszeiten: April bis Oktober 8.30 bis 19 Uhr, im Winterhalbjahr bis 17 Uhr.Kurze Variante: Von Ihlara nach Belisırma wanderst du einige Kilometer, isst am Fluss zu Mittag und nimmst danach ein Taxi.TippStarte früh am Morgen, dann ist es kühler und der Parkplatz am Haupteingang noch nicht voll.

    Unterkünfte in Ihlara-Tal

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    Campingplätze in Ihlara-Tal

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    In der Umgebung

    Derinkuyu

    Derinkuyu

    Derinkuyu liegt im Süden Kappadokiens an der Straße von Nevşehir nach Niğde und ist für seine unterirdische Stadt bekannt. Rund 85 Meter tief reichen die Gänge, Hallen und Ställe, in denen einst bis zu 20.000 Menschen Schutz fanden. Wenige Kilometer nördlich liegt die zweite große Untergrundstadt, Kaymaklı, beide gehören zum UNESCO-Welterbe Göreme.
    Göreme

    Göreme

    Göreme ist ein Ort mit rund 2.000 Einwohnern im Zentrum Kappadokiens, umgeben von Tälern voller Feenkamine. Hier liegen das Freilichtmuseum mit seinen Felsenkirchen und die Wanderwege durch Rosen-, Rotes und Liebestal, über denen bei Sonnenaufgang die Ballone fahren. Viele alte Höhlenhäuser sind heute Hotels, Uçhisar und Çavuşin erreichst du zu Fuß durch die Täler.
    Kappadokien

    Kappadokien

    Kappadokien liegt im Herzen Anatoliens, etwa eine Flugstunde von Istanbul entfernt, auf einem Hochplateau über 1.000 Metern. Feenkamine, Felsenkirchen mit byzantinischen Fresken und unterirdische Städte machen die Region zu einem der bekanntesten Reiseziele der Türkei. Der Göreme-Nationalpark und die Felsstätten Kappadokiens stehen seit 1985 auf der UNESCO-Welterbeliste.
    Ürgüp

    Ürgüp

    Ürgüp ist eine Kleinstadt mit knapp 25.000 Einwohnern im Herzen Kappadokiens und gilt als Hauptort des regionalen Weinbaus. Steinhäuser aus osmanischer Zeit, Höhlenhotels in den Felswänden und der Wunschhügel Temenni prägen das Zentrum. Am westlichen Ortseingang stehen die Feenkamine Üç Güzeller, wenige Kilometer südlich liegt das Dorf Mustafapaşa mit seinen griechischen Herrenhäusern.
    Konya

    Konya

    Konya war im Mittelalter Hauptstadt der Rum-Seldschuken und ist die Stadt des Sufi-Mystikers Mevlana Rumi, dessen Grab im Mevlana-Museum Pilger und Reisende anzieht. Die Großstadt mit rund 1,4 Millionen Einwohnern in ihren drei Stadtbezirken liegt auf gut 1.000 Metern im Süden Zentralanatoliens, mit dem Schnellzug gut zwei Stunden von Ankara. Die Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich zwischen Mevlana-Museum und Alaeddin-Hügel, als Ausflug lohnt die jungsteinzeitliche Siedlung Çatalhöyük.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Pexels, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI