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    Allenstein (Olsztyn)
    Monika Towiańska / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

    Polen

    Allenstein (Olsztyn)

    Stadt

    Allenstein (Olsztyn) ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Ermland-Masuren und mit gut 165.000 Einwohnern die größte Stadt der Region. Sie liegt am Fluss Łyna (Alle) im historischen Ermland und wurde 1353 gegründet.

    von Felix Gillen

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    Allenstein (Olsztyn) ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Ermland-Masuren und mit gut 165.000 Einwohnern die größte Stadt der Region. Sie liegt am Fluss Łyna (Alle) im historischen Ermland und wurde 1353 gegründet. Über der Altstadt steht die Burg des ermländischen Domkapitels, in der Nikolaus Kopernikus ab 1516 als Administrator der Kapitelgüter wohnte. Seit 1999 ist Allenstein zudem Sitz der Universität Ermland-Masuren. Den Kern bildet die Altstadt (Stare Miasto) mit dem Hohen Tor, Resten der mittelalterlichen Stadtmauer, dem spätgotischen Alten Rathaus und der Konkathedrale St. Jakobus. Um sie herum liegen die Innenstadt (Śródmieście) und Viertel wie Kortowo, Zatorze und Jaroty, insgesamt gliedert sich die Stadt in 23 Stadtteile. Ungewöhnlich für eine Großstadt ist der Anteil an Wasser und Wald: Innerhalb der Stadtgrenzen liegen mehr als zehn Seen, der größte ist der Ukiel mit dem Stadtstrand, dazu kommt ein großer Stadtwald. Allenstein ist deshalb ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ins Ermland und in die Masurische Seenplatte.

    Sehenswürdigkeiten in Allenstein (Olsztyn)

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Burg des Ermländischen Domkapitels
    Burg / Schloss

    1Burg des Ermländischen Domkapitels

    Die gotische Burg des ermländischen Domkapitels entstand ab 1353 am Steilhang über der Łyna. Nikolaus Kopernikus wohnte hier ab 1516 als Administrator der Kapitelgüter, im Kreuzgang ist seine 1517 angefertigte astronomische Tafel erhalten. Heute beherbergt die Burg das Museum für Ermland und Masuren.
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    Planetarium Allenstein
    Sehenswürdigkeit

    2Planetarium Allenstein

    Das Planetarium wurde am 19. Februar 1973 eröffnet, zum 500. Geburtstag von Nikolaus Kopernikus. Seit der Modernisierung 2012 zeigt es Vorführungen mit digitaler Fulldome-Projektion.
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    Stadtstrand am Ukiel-See
    Strand

    3Stadtstrand am Ukiel-See

    Der Stadtstrand liegt am Ukiel, mit 412 Hektar dem größten See innerhalb der Stadtgrenzen, im Nordwesten Allensteins an der ul. Kapitańska. Im Sommer gibt es hier mehrere Badestellen, am See liegen Segel- und Kajakhäfen.
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    Hohes Tor (Brama Wysoka)
    Sehenswürdigkeit

    4Hohes Tor (Brama Wysoka)

    Das Hohe Tor ist das einzige erhaltene der drei Stadttore der mittelalterlichen Befestigung. Es entstand im 14. Jahrhundert und erhielt seine heutige Gestalt wohl Ende des 15. Jahrhunderts. Im Lauf der Zeit diente es als Waffenkammer, Gefängnis und Polizeiwache, seit der Restaurierung 2003 schmückt ein Glasmosaik der Muttergottes die Fassade.
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    Konkathedrale St. Jakobus
    Sehenswürdigkeit

    5Konkathedrale St. Jakobus

    Die gotische Backsteinkirche entstand ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, ihren heutigen Turm erhielt sie 1596. Heute ist sie Konkathedrale des Erzbistums Ermland und trägt den Titel Basilika minor.
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    Videos & Reiseberichte

    Wunderschön! Masuren: Polens Seenparadies

    Judith Rakers reist für ARD Reisen durch die Masurische Seenplatte: per Kajak auf der Krutynia, zum Pilzesammeln in die Johannisburger Heide, nach Nikolaiken am Śniardwy-See und nach Allenstein.

    Restaurants in Allenstein (Olsztyn)

    1

    Da Andrea

    Italienisches Restaurant an der ul. Kołłątaja in der Altstadt, im Michelin Guide Polska 2026 neu mit einem Bib Gourmand für gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ausgezeichnet. Mitinhaber ist Andrea Marsura, der hauseigene Prosecco stammt aus Valdobbiadene.
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    2

    Cudne Manowce

    Restaurant mit Küche aus Ermland und Masuren an der ul. Chrobrego, auf den mittelalterlichen Mauern der Altstadt mit Blick auf die Łyna. Die Zutaten kommen von kleinen Erzeugern der Region, auf der Karte stehen etwa ermländische Dzyndzałki, Fladen (Podpłomyki) und Zander, dazu regionale Biere.
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    3

    Przystań

    Restaurant direkt am Ufer des Ukiel-Sees mit Blick aufs Wasser. Im Mittelpunkt steht Fisch wie Zander und Forelle, das Brot wird im Haus gebacken.
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    Essen und Trinken

    Dzyndzałki

    Kleine Teigtaschen mit Rindfleischfüllung, eine typische Spezialität des Ermlands, die du in vielen Gasthäusern der Region findest.

    Plindze (Kartoffelpuffer)

    Kartoffelpuffer heißen in Ermland und Masuren regional Plindze oder Plendze, nach dem deutschen Wort Plinse. Du findest sie in vielen Gasthäusern der Region.

    Geräucherte Maräne (Sielawa)

    Die kleine Maräne aus den masurischen Seen wird in der Region gern geräuchert angeboten, etwa bei lokalen Räuchereien und in Fischrestaurants.

    Kultur und Geschichte

    Kopernikus und das Domkapitel Die Geschichte der Stadt ist eng mit dem ermländischen Domkapitel verbunden, das die Burg ab der Mitte des 14. Jahrhunderts errichten ließ. Nikolaus Kopernikus verwaltete von hier aus die Güter des Kapitels und leitete 1521 die Verteidigung der Burg. Im Kreuzgang ist eine astronomische Tafel erhalten, die er 1517 selbst anfertigte. Das Planetarium, eröffnet 1973 zum 500. Geburtstag des Astronomen, knüpft an diese Verbindung an. Museen, Bühnen und Hochschule In der Burg zeigt das Museum für Ermland und Masuren Sammlungen zur Geschichte und Kunst der Region. Das Stefan-Jaracz-Theater wurde 1925 eröffnet, heute ist es die größte Bühne der Stadt. Die 1999 gegründete Universität Ermland-Masuren bringt viele Studierende nach Allenstein, was sich in den Cafés und Kneipen rund um die Altstadt bemerkbar macht.

    Nachtleben

    1

    Highlander Whisky Bar

    Whiskybar in der Altstadt mit einer Auswahl von mehr als 100 Whiskysorten, gelegentlich finden hier auch Konzerte statt.
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    2

    Browar Warmia

    Handwerksbrauerei mit Restaurant an der Łyna unweit der Altstadt und der Burg. Ausgeschenkt wird Bier aus eigener Herstellung.
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    3

    Carpenter Inn

    Irish Pub am Altstädter Markt. Im Obergeschoss gibt es regelmäßig Rockkonzerte und Themenabende.
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    Anreise und Unterwegs

    Anreise Der Bahnhof Olsztyn Główny liegt unter anderem an der Strecke, die über Korsze und Ełk nach Białystok führt. Der Flughafen Olsztyn-Mazury liegt rund 55 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Aktuelle Verbindungen findest du bei der polnischen Bahn PKP Intercity und auf der Website des Flughafens. Unterwegs in der Stadt Seit Dezember 2015 fährt in Allenstein wieder eine Straßenbahn, das Netz umfasst inzwischen fünf Linien und wird durch Stadtbusse ergänzt. Die Altstadt ist kompakt und am besten zu Fuß zu erkunden. Wer mit dem Auto kommt, stellt es außerhalb der Altstadt ab und achtet auf die örtliche Parkbeschilderung.

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    Campingplätze in Allenstein (Olsztyn)

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      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
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      12 Tage · 4 Stopps

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      Allenstein (Olsztyn)-Reise

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      • 1Burg des Ermländischen Domkapitels3 Tage
      • 2Planetarium Allenstein4 Tage
      • 3Stadtstrand am Ukiel-See5 Tage
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    In der Umgebung

    Ermland-Masuren

    Ermland-Masuren

    Die Woiwodschaft Ermland-Masuren (Warmińsko-Mazurskie) im Nordosten Polens vereint zwei historische Landschaften. Das Ermland (Warmia) im Westen war über Jahrhunderte vom ermländischen Domkapitel geprägt, dessen Burgen und Dome in Allenstein (Olsztyn) und Frauenburg (Frombork) bis heute stehen. Masuren (Mazury) im Osten ist bekannt für die Masurische Seenplatte mit dem Spirdingsee (Śniardwy), dem größten See Polens. Bis 1945 gehörte die Region überwiegend zu Ostpreußen. Für Reisende ist Ermland-Masuren vor allem ein Ziel für Wassersport und Natur: Segeln auf den großen Seen, Ausflugsschiffe zwischen den Seeorten und Kanutouren auf Flüssen wie der Krutynia. Dazu kommen Zeugnisse einer bewegten Geschichte, von Kopernikus über barocke Wallfahrtskirchen bis zu den Ruinen der Wolfsschanze.
    Nikolaiken (Mikołajki)

    Nikolaiken (Mikołajki)

    Nikolaiken (Mikołajki) ist eine Kleinstadt mit gut 3.300 Einwohnern im Herzen der Masurischen Seenplatte. Der Ort liegt an der Engstelle zwischen dem Tałty-See und dem Nikolaiker See, die hier ineinander übergehen, und nur wenige Kilometer vom Spirdingsee (Śniardwy), dem größten See Polens. Erstmals erwähnt wurde Nikolaiken 1444, die Stadtrechte erhielt es 1726. Heute ist Nikolaiken eines der wichtigsten Segelzentren Masurens. Am Ufer reihen sich Marina, Anleger der Ausflugsschiffe und Vermieter von Hausbooten. Das Zentrum ist klein: Rund um den Marktplatz und den Kirchplatz liegen Restaurants und Pensionen, eine 2016 fertiggestellte Fußgängerbrücke verbindet die Uferpromenaden über die Seenenge. Etwa fünf Kilometer östlich liegt der Łuknajno-See, ein Naturreservat und UNESCO-Biosphärenreservat mit einer der größten Höckerschwan-Kolonien Europas. In der Umgebung liegt auch die Krutynia, ein beliebter Fluss für Kanutouren.
    Lötzen (Giżycko)

    Lötzen (Giżycko)

    Lötzen (Giżycko) ist mit rund 27.000 Einwohnern eine der größeren Städte der Masurischen Seenplatte. Die Stadt liegt auf einer Landenge zwischen dem Löwentinsee (Niegocin) und dem Mauersee-System mit dem Kisajno-See. Erstmals erwähnt wurde Lötzen 1340, die Stadtrechte erhielt es 1612, seit 1868 ist es an die Bahn angeschlossen. Am Ufer des Löwentinsees liegen Häfen, darunter die städtische Ekomarina, sowie der Stadtstrand mit angrenzendem Park. Den Lötzener Kanal (Kanał Łuczański) überspannt eine Drehbrücke von 1898, die bis heute von Hand bewegt wird. Im Westen der Stadt erstreckt sich das weitläufige Gelände der Feste Boyen, dazu kommen der Wasserturm mit Aussichtscafé und der Brunohügel mit dem Bruno-Kreuz von 1909. Lötzen lebt vor allem vom Wassersport. Von hier starten Segeltörns und Ausflugsschiffe über die großen masurischen Seen, und im Sommer finden im Ort Veranstaltungen wie das Festival der Seemannslieder statt.
    Marienburg (Malbork)

    Marienburg (Malbork)

    Die Marienburg (Malbork) an der Nogat, einem Mündungsarm der Weichsel, gilt als größter Backsteinbau Europas: Auf rund 21 Hektar wurden mehr als 30 Millionen Ziegel verbaut. Der Deutsche Orden errichtete die Anlage zwischen etwa 1270 und 1300, ab 1309 war sie Sitz des Hochmeisters. Seit 1997 gehört sie zum UNESCO-Welterbe, jedes Jahr kommen rund 500.000 Besucher. Die Burg gliedert sich in drei Teile: das Hochschloss mit der Marienkirche, das Mittelschloss mit dem Hochmeisterpalast und dem Großen Remter sowie die Vorburg mit den Wirtschaftsgebäuden. Plane für die Innenräume einen halben Tag ein, ein Ausflug von Danzig aus ist mit Bahn oder Auto gut machbar.
    Danzig (Gdańsk)

    Danzig (Gdańsk)

    Danzig (Gdańsk) liegt an der Danziger Bucht, dort, wo die Motława in die Ostsee mündet, westlich der Weichselmündung. Mit knapp 490.000 Einwohnern ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern die sechstgrößte Stadt Polens und bildet mit Sopot und Gdingen (Gdynia) die Dreistadt (Trójmiasto). Jahrhundertelang war Danzig Hansestadt, reich geworden durch Getreidehandel und Bernstein. 1945 lag das Zentrum fast vollständig in Trümmern, wurde aber unter polnischer Leitung wieder aufgebaut. Das Herz bildet die Rechtstadt (Główne Miasto) mit Langgasse, Langem Markt und Frauengasse. Nördlich schließt die Altstadt an, östlich der Motława liegen die Speicherinsel und Langgarten. Weiter nördlich prägen die Werftanlagen das Bild, wo 1980 die Solidarność entstand. Außerhalb des Zentrums liegen Langfuhr (Wrzeszcz) und Oliva (Oliwa). In Oliva stehen das um 1185 gegründete Kloster und die Kathedrale. Ein Wochenende reicht für die Altstadt und die großen Museen. Mit zwei, drei Tagen mehr kannst du die Westerplatte besuchen und mit der S-Bahn nach Sopot oder auf die Halbinsel Hel weiterfahren.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Video-Reportagen: Wunderschön! Masuren: Polens Seenparadies
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