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    Lötzen (Giżycko)

    Polen

    Lötzen (Giżycko)

    Stadt

    Lötzen (Giżycko) ist mit rund 27.000 Einwohnern eine der größeren Städte der Masurischen Seenplatte. Die Stadt liegt auf einer Landenge zwischen dem Löwentinsee (Niegocin) und dem Mauersee-System mit dem Kisajno-See.

    von Felix Gillen

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    5. Lötzen (Giżycko)
    Lötzen (Giżycko) ist mit rund 27.000 Einwohnern eine der größeren Städte der Masurischen Seenplatte. Die Stadt liegt auf einer Landenge zwischen dem Löwentinsee (Niegocin) und dem Mauersee-System mit dem Kisajno-See. Erstmals erwähnt wurde Lötzen 1340, die Stadtrechte erhielt es 1612, seit 1868 ist es an die Bahn angeschlossen. Am Ufer des Löwentinsees liegen Häfen, darunter die städtische Ekomarina, sowie der Stadtstrand mit angrenzendem Park. Den Lötzener Kanal (Kanał Łuczański) überspannt eine Drehbrücke von 1898, die bis heute von Hand bewegt wird. Im Westen der Stadt erstreckt sich das weitläufige Gelände der Feste Boyen, dazu kommen der Wasserturm mit Aussichtscafé und der Brunohügel mit dem Bruno-Kreuz von 1909. Lötzen lebt vor allem vom Wassersport. Von hier starten Segeltörns und Ausflugsschiffe über die großen masurischen Seen, und im Sommer finden im Ort Veranstaltungen wie das Festival der Seemannslieder statt.

    Sehenswürdigkeiten in Lötzen (Giżycko)

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Feste Boyen (Twierdza Boyen)
    Sehenswürdigkeit

    1Feste Boyen (Twierdza Boyen)

    Die preußische Festung entstand von 1844 bis 1856 auf der Landenge zwischen Kisajno- und Löwentinsee und ist nach General Hermann von Boyen benannt. Die sternförmige Anlage mit sechs Bastionen umfasst rund 100 Hektar. Ein Verein betreut das Gelände, in der Kaserne am Lötzener Tor liegen ein Museum und eine Jugendherberge, im Amphitheater eines Ravelins finden Konzerte und historische Inszenierungen statt.
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    Drehbrücke
    Sehenswürdigkeit

    2Drehbrücke

    Die Drehbrücke über den Lötzener Kanal (Kanał Łuczański) wurde 1898 von der Firma Beuchelt aus Grünberg gebaut. Sie wird bis heute von einem einzelnen Brückenwärter von Hand gedreht, was etwa fünf Minuten dauert. Geöffnet wird sie nach einem festen Tagesplan, abgestimmt auf die Ausflugsschiffe, von November bis März bleibt sie für Boote geschlossen.
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    Wasserturm
    Sehenswürdigkeit

    3Wasserturm

    Der Wasserturm von 1900 versorgte die Stadt bis 1996 mit Wasser und wurde 2009 nach einer Renovierung neu eröffnet. Per Aufzug oder über 129 Stufen gelangst du zum Café auf dem Dach, dessen Terrasse einen weiten Blick über Stadt und Seen bietet. Geöffnet ist der Turm nur in der Sommersaison.
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    Bruno-Kreuz
    Gotteshaus

    4Bruno-Kreuz

    Das Kreuz von 1909 steht auf dem Brunohügel auf der Lötzener Insel (Wyspa Giżycka) und ist dem heiligen Brun von Querfurt gewidmet.
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    Restaurants in Lötzen (Giżycko)

    1

    Tawerna Przystań

    Taverne mit polnischer Küche am Stadtstrand von Lötzen am Ufer des Löwentinsees.
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    2

    Pan Kartacz

    Kleines Lokal mit polnischer Küche im Zentrum von Lötzen.
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    Essen und Trinken

    Geräucherte Maräne (Sielawa)

    Die kleine Maräne aus den masurischen Seen ist ein typisches Produkt der Region und wird geräuchert bei lokalen Räuchereien und in Fischlokalen angeboten.

    Pierogi mit Blaubeeren

    Süße Teigtaschen mit Blaubeerfüllung stehen in der Saison auf vielen Karten in Masuren, auch in Lötzen.

    Sękacz

    Der Sękacz mazurski ist ein traditioneller Kuchen der Region und wird gern zum Nachmittagskaffee gereicht.

    Kultur und Geschichte

    Festungsstadt Die Feste Boyen entstand von 1844 bis 1856 auf Befehl König Friedrich Wilhelms IV. und wurde nach dem preußischen General Hermann von Boyen benannt. Die sternförmige Anlage umfasst rund 100 Hektar und war für etwa 3.000 Soldaten ausgelegt. Drei der sechs Bastionen tragen die Vornamen des Generals, die anderen drei die Begriffe seines Wahlspruchs: Recht, Schwert, Licht. Heute betreut ein Verein die Festung, in der Kaserne am Lötzener Tor gibt es ein Museum und eine Jugendherberge. Vom Ordensschloss zum Wassersportort Die Burg aus dem 14. Jahrhundert, Keimzelle der Stadt, dient heute als Hotel. Bis 1945 gehörte Lötzen zu Ostpreußen, 1946 erhielt es seinen polnischen Namen nach dem Pfarrer Gustav Gisevius. Das Kulturleben organisiert das Giżyckie Centrum Kultury, das auch das Kino Nowa Fala betreibt und das Festival der Seemannslieder (Szanty w Giżycku) ausrichtet.

    Anreise und Unterwegs

    Anreise Lötzen liegt an der Bahnstrecke von Allenstein (Olsztyn) über Korsze und Ełk nach Białystok. Aktuelle Verbindungen findest du bei der polnischen Bahn. In der Saison verbinden Ausflugsschiffe der Żegluga Mazurska den Hafen mit anderen Orten der Seenplatte. Vor Ort Innenstadt, Hafen, Kanal und Drehbrücke sind gut zu Fuß erreichbar, auch zur Feste Boyen ist es nicht weit. Die Drehbrücke öffnet nach einem festen Tagesplan für den Schiffsverkehr, dann ist sie für Autos und Fußgänger einige Minuten gesperrt. Wer mit dem Auto kommt, nutzt am besten die ausgeschilderten Parkplätze am Rand der Innenstadt.

    Unterkünfte in Lötzen (Giżycko)

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    Campingplätze in Lötzen (Giżycko)

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    1. 1
      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
      1234

      Rundreise

      12 Tage · 4 Stopps

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      Lötzen (Giżycko)-Reise

      Live
      • 1Feste Boyen (Twierdza Boyen)3 Tage
      • 2Drehbrücke4 Tage
      • 3Wasserturm5 Tage
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      Lötzen (Giżycko)
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    In der Umgebung

    Nikolaiken (Mikołajki)

    Nikolaiken (Mikołajki)

    Nikolaiken (Mikołajki) ist eine Kleinstadt mit gut 3.300 Einwohnern im Herzen der Masurischen Seenplatte. Der Ort liegt an der Engstelle zwischen dem Tałty-See und dem Nikolaiker See, die hier ineinander übergehen, und nur wenige Kilometer vom Spirdingsee (Śniardwy), dem größten See Polens. Erstmals erwähnt wurde Nikolaiken 1444, die Stadtrechte erhielt es 1726. Heute ist Nikolaiken eines der wichtigsten Segelzentren Masurens. Am Ufer reihen sich Marina, Anleger der Ausflugsschiffe und Vermieter von Hausbooten. Das Zentrum ist klein: Rund um den Marktplatz und den Kirchplatz liegen Restaurants und Pensionen, eine 2016 fertiggestellte Fußgängerbrücke verbindet die Uferpromenaden über die Seenenge. Etwa fünf Kilometer östlich liegt der Łuknajno-See, ein Naturreservat und UNESCO-Biosphärenreservat mit einer der größten Höckerschwan-Kolonien Europas. In der Umgebung liegt auch die Krutynia, ein beliebter Fluss für Kanutouren.
    Ermland-Masuren

    Ermland-Masuren

    Die Woiwodschaft Ermland-Masuren (Warmińsko-Mazurskie) im Nordosten Polens vereint zwei historische Landschaften. Das Ermland (Warmia) im Westen war über Jahrhunderte vom ermländischen Domkapitel geprägt, dessen Burgen und Dome in Allenstein (Olsztyn) und Frauenburg (Frombork) bis heute stehen. Masuren (Mazury) im Osten ist bekannt für die Masurische Seenplatte mit dem Spirdingsee (Śniardwy), dem größten See Polens. Bis 1945 gehörte die Region überwiegend zu Ostpreußen. Für Reisende ist Ermland-Masuren vor allem ein Ziel für Wassersport und Natur: Segeln auf den großen Seen, Ausflugsschiffe zwischen den Seeorten und Kanutouren auf Flüssen wie der Krutynia. Dazu kommen Zeugnisse einer bewegten Geschichte, von Kopernikus über barocke Wallfahrtskirchen bis zu den Ruinen der Wolfsschanze.
    Allenstein (Olsztyn)

    Allenstein (Olsztyn)

    Allenstein (Olsztyn) ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Ermland-Masuren und mit gut 165.000 Einwohnern die größte Stadt der Region. Sie liegt am Fluss Łyna (Alle) im historischen Ermland und wurde 1353 gegründet. Über der Altstadt steht die Burg des ermländischen Domkapitels, in der Nikolaus Kopernikus ab 1516 als Administrator der Kapitelgüter wohnte. Seit 1999 ist Allenstein zudem Sitz der Universität Ermland-Masuren. Den Kern bildet die Altstadt (Stare Miasto) mit dem Hohen Tor, Resten der mittelalterlichen Stadtmauer, dem spätgotischen Alten Rathaus und der Konkathedrale St. Jakobus. Um sie herum liegen die Innenstadt (Śródmieście) und Viertel wie Kortowo, Zatorze und Jaroty, insgesamt gliedert sich die Stadt in 23 Stadtteile. Ungewöhnlich für eine Großstadt ist der Anteil an Wasser und Wald: Innerhalb der Stadtgrenzen liegen mehr als zehn Seen, der größte ist der Ukiel mit dem Stadtstrand, dazu kommt ein großer Stadtwald. Allenstein ist deshalb ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ins Ermland und in die Masurische Seenplatte.
    Podlachien

    Podlachien

    Podlachien (Podlasie) liegt im äußersten Nordosten Polens an der Grenze zu Belarus. Hauptstadt der Woiwodschaft ist Białystok. Die Region ist seit Jahrhunderten von mehreren Kulturen geprägt: Neben der polnischen Mehrheit lebt hier die belarussische Minderheit, orthodoxe Kirchen stehen neben katholischen, und bis zum Zweiten Weltkrieg stellten Juden in vielen Städten einen großen Teil der Bevölkerung. Für Reisende ist Podlachien vor allem ein Ziel für Naturerlebnisse. Im Südosten liegt der Białowieża-Wald mit seinen Wisenten, nordwestlich von Białystok das weite Moor- und Flusstal der Biebrza mit dem größten Nationalpark Polens. Dazwischen liegen kleine Städte wie Tykocin am Narew, deren Geschichte eng mit dem jüdischen Erbe der Region verbunden ist.
    Białystok

    Białystok

    Białystok ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Podlachien und mit rund 290.000 Einwohnern deren einzige Großstadt. Sie liegt nordöstlich von Warschau (Warszawa), nicht weit von der Grenze zu Belarus. Die Stadtrechte erhielt Białystok um 1691, ihr Gesicht verdankt sie vor allem der Magnatenfamilie Branicki, deren barocker Palast als „Versailles Podlachiens“ bekannt ist. Im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt zu einem Industriezentrum heran. Mittelpunkt des Zentrums (Centrum) ist der Kościuszko-Markt (Rynek Kościuszki) mit dem barocken Rathaus. Westlich davon stehen an der ul. Lipowa die orthodoxe Nikolaikathedrale und, etwas weiter, die modernistische St.-Rochus-Kirche, östlich schließen der Branicki-Palast mit seinen Gärten und das Viertel Bojary an, das für seine alte Holzarchitektur bekannt ist und in dem das Zamenhof-Zentrum steht. Białystok war über Jahrhunderte eine Stadt vieler Kulturen. 1931 waren rund 40.000 der etwa 100.000 Einwohner Juden, es gab mehr als 60 Synagogen. Heute lebt in der Stadt eine belarussische Minderheit, sichtbar unter anderem an den orthodoxen Kirchen. Für Ausflüge in den Białowieża-Nationalpark im Südosten der Region ist Białystok ein guter Ausgangspunkt.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI