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    • In der Umgebung
    Nikolaiken (Mikołajki)
    Marek and Ewa Wojciechowscy / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

    Polen

    Nikolaiken (Mikołajki)

    Stadt

    Nikolaiken (Mikołajki) ist eine Kleinstadt mit gut 3.300 Einwohnern im Herzen der Masurischen Seenplatte.

    von Felix Gillen

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    Nikolaiken (Mikołajki) ist eine Kleinstadt mit gut 3.300 Einwohnern im Herzen der Masurischen Seenplatte. Der Ort liegt an der Engstelle zwischen dem Tałty-See und dem Nikolaiker See, die hier ineinander übergehen, und nur wenige Kilometer vom Spirdingsee (Śniardwy), dem größten See Polens. Erstmals erwähnt wurde Nikolaiken 1444, die Stadtrechte erhielt es 1726. Heute ist Nikolaiken eines der wichtigsten Segelzentren Masurens. Am Ufer reihen sich Marina, Anleger der Ausflugsschiffe und Vermieter von Hausbooten. Das Zentrum ist klein: Rund um den Marktplatz und den Kirchplatz liegen Restaurants und Pensionen, eine 2016 fertiggestellte Fußgängerbrücke verbindet die Uferpromenaden über die Seenenge. Etwa fünf Kilometer östlich liegt der Łuknajno-See, ein Naturreservat und UNESCO-Biosphärenreservat mit einer der größten Höckerschwan-Kolonien Europas. In der Umgebung liegt auch die Krutynia, ein beliebter Fluss für Kanutouren.

    Sehenswürdigkeiten in Nikolaiken (Mikołajki)

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Dreifaltigkeitskirche
    Kirche

    1Dreifaltigkeitskirche

    Die evangelisch-augsburgische Kirche am Kirchplatz wurde nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel errichtet und 1842 geweiht, der Turm kam 1880 hinzu. Innen prägen ein kassettiertes Tonnengewölbe und hölzerne Emporen den Raum. Gleich nebenan, bei der evangelischen Gemeinde, liegt das Museum der Polnischen Reformation.
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    Spirdingsee (Śniardwy)
    Natur

    2Spirdingsee (Śniardwy)

    Mit rund 113 Quadratkilometern ist der Spirdingsee der größte See Polens. Er ist im Mittel nur knapp sechs Meter tief, hat acht Inseln und ist über Kanäle mit den anderen großen masurischen Seen verbunden. Von Nikolaiken aus erreichst du ihn per Boot über den Nikolaiker See.
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    Naturreservat Łuknajno-See
    Park

    3Naturreservat Łuknajno-See

    Der flache Łuknajno-See rund fünf Kilometer östlich von Nikolaiken steht seit 1947 unter Schutz, ist seit 1976 UNESCO-Biosphärenreservat und seit 1977 Ramsar-Gebiet. Er beherbergt eine der größten Höckerschwan-Kolonien Europas, in manchen Jahren mit rund 2.000 Tieren.
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    Videos & Reiseberichte

    Wunderschön! Masuren: Polens Seenparadies

    Judith Rakers reist für ARD Reisen durch die Masurische Seenplatte: per Kajak auf der Krutynia, zum Pilzesammeln in die Johannisburger Heide, nach Nikolaiken am Śniardwy-See und nach Allenstein.

    Restaurants in Nikolaiken (Mikołajki)

    1

    Restauracja w Zatoce

    Restaurant im Boutique-Hotel Amax an der Aleja Spacerowa, im Michelin Guide Polska 2026 empfohlen. Die Küche ist regional, Fisch, Fleisch und Käse werden im Haus geräuchert, auf der Karte stehen etwa Meerforelle in Aspik und Pfifferlingsuppe.
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    2

    Spiżarnia

    Restaurant am Plac Handlowy mit mehr als 20 Jahren Geschichte und masurisch-altpolnischer Küche. Im Mittelpunkt stehen Fisch aus den masurischen Seen, Suppen und Wildgerichte wie Wildschweinbraten, dazu Pyzy mit Schweinefleischfüllung und Eisbein nach masurischer Art.
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    3

    Słoneczny Port

    Fischrestaurant an der ul. Mrągowska mit maritim gestaltetem Innenraum und großer Terrasse mit Blick auf den See. Serviert wird Fisch aus den masurischen Seen, unter anderem Aal in Aspik, Fischbrühe, Zander und gegrillte Forelle.
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    Essen und Trinken

    Geräucherte Maräne (Sielawa)

    Die kleine Maräne aus den masurischen Seen ist eng mit Nikolaiken verbunden, der gekrönte Fisch im Stadtwappen erinnert daran. Geräuchert wird sie bei lokalen Räuchereien und in Fischrestaurants angeboten.

    Aal in Aspik

    Aal aus den Seen der Region, in Aspik eingelegt, steht in Nikolaiken auf den Karten mehrerer Fischrestaurants.

    Pyzy

    Runde Kartoffelklöße, in Masuren oft mit Fleisch gefüllt, gehören zu den Klassikern der regionalen Gasthausküche.

    Kultur und Geschichte

    Evangelisches Masuren Nikolaiken gehörte bis 1945 zu Ostpreußen und war überwiegend evangelisch geprägt. Die Dreifaltigkeitskirche wurde 1842 nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel geweiht und ist bis heute Pfarrkirche der evangelisch-augsburgischen Gemeinde. Im Gebäude der evangelischen Gemeinde zeigt das 1973 gegründete Museum der Polnischen Reformation alte Drucke, Bibeln und Gesangbücher aus Masuren. Der König der Maränen Das Wappen der Stadt zeigt einen gekrönten, mit einer Kette gefesselten Fisch. Er geht auf eine Sage zurück, nach der die Fischer den Fischkönig fingen, der die Fische der Seen vor ihren Netzen schützte, und so wieder Fang hatten. Als Brunnenfigur Król Sielaw, König der Maränen, ist er heute das Wahrzeichen von Nikolaiken. Die Sage erinnert daran, dass die Fischerei, vor allem der Fang der Maräne, hier lange eine wichtige Rolle spielte.

    Anreise und Unterwegs

    Anreise Nikolaiken liegt an der Landesstraße 16 und der Woiwodschaftsstraße 609. Der Personenverkehr auf der Bahn wurde 2009 eingestellt, der Bahnhof ist außer Betrieb, öffentlich erreichst du den Ort daher mit dem Bus. In der Saison legen im Hafen außerdem die Ausflugsschiffe der Żegluga Mazurska an. Vor Ort Das Zentrum mit Promenade, Marktplatz und Kirche ist klein und gut zu Fuß zu erkunden. Zum Łuknajno-See und in die Umgebung kommst du am besten mit dem Fahrrad oder dem Auto. Wer mit dem Auto anreist, stellt es am besten auf einem der ausgeschilderten Parkplätze am Rand des Zentrums ab.

    Unterkünfte in Nikolaiken (Mikołajki)

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    Campingplätze in Nikolaiken (Mikołajki)

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      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
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      12 Tage · 4 Stopps

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      Nikolaiken (Mikołajki)-Reise

      Live
      • 1Dreifaltigkeitskirche3 Tage
      • 2Spirdingsee (Śniardwy)4 Tage
      • 3Naturreservat Łuknajno-See5 Tage
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      Nikolaiken (Mikołajki)
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    In der Umgebung

    Lötzen (Giżycko)

    Lötzen (Giżycko)

    Lötzen (Giżycko) ist mit rund 27.000 Einwohnern eine der größeren Städte der Masurischen Seenplatte. Die Stadt liegt auf einer Landenge zwischen dem Löwentinsee (Niegocin) und dem Mauersee-System mit dem Kisajno-See. Erstmals erwähnt wurde Lötzen 1340, die Stadtrechte erhielt es 1612, seit 1868 ist es an die Bahn angeschlossen. Am Ufer des Löwentinsees liegen Häfen, darunter die städtische Ekomarina, sowie der Stadtstrand mit angrenzendem Park. Den Lötzener Kanal (Kanał Łuczański) überspannt eine Drehbrücke von 1898, die bis heute von Hand bewegt wird. Im Westen der Stadt erstreckt sich das weitläufige Gelände der Feste Boyen, dazu kommen der Wasserturm mit Aussichtscafé und der Brunohügel mit dem Bruno-Kreuz von 1909. Lötzen lebt vor allem vom Wassersport. Von hier starten Segeltörns und Ausflugsschiffe über die großen masurischen Seen, und im Sommer finden im Ort Veranstaltungen wie das Festival der Seemannslieder statt.
    Ermland-Masuren

    Ermland-Masuren

    Die Woiwodschaft Ermland-Masuren (Warmińsko-Mazurskie) im Nordosten Polens vereint zwei historische Landschaften. Das Ermland (Warmia) im Westen war über Jahrhunderte vom ermländischen Domkapitel geprägt, dessen Burgen und Dome in Allenstein (Olsztyn) und Frauenburg (Frombork) bis heute stehen. Masuren (Mazury) im Osten ist bekannt für die Masurische Seenplatte mit dem Spirdingsee (Śniardwy), dem größten See Polens. Bis 1945 gehörte die Region überwiegend zu Ostpreußen. Für Reisende ist Ermland-Masuren vor allem ein Ziel für Wassersport und Natur: Segeln auf den großen Seen, Ausflugsschiffe zwischen den Seeorten und Kanutouren auf Flüssen wie der Krutynia. Dazu kommen Zeugnisse einer bewegten Geschichte, von Kopernikus über barocke Wallfahrtskirchen bis zu den Ruinen der Wolfsschanze.
    Allenstein (Olsztyn)

    Allenstein (Olsztyn)

    Allenstein (Olsztyn) ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Ermland-Masuren und mit gut 165.000 Einwohnern die größte Stadt der Region. Sie liegt am Fluss Łyna (Alle) im historischen Ermland und wurde 1353 gegründet. Über der Altstadt steht die Burg des ermländischen Domkapitels, in der Nikolaus Kopernikus ab 1516 als Administrator der Kapitelgüter wohnte. Seit 1999 ist Allenstein zudem Sitz der Universität Ermland-Masuren. Den Kern bildet die Altstadt (Stare Miasto) mit dem Hohen Tor, Resten der mittelalterlichen Stadtmauer, dem spätgotischen Alten Rathaus und der Konkathedrale St. Jakobus. Um sie herum liegen die Innenstadt (Śródmieście) und Viertel wie Kortowo, Zatorze und Jaroty, insgesamt gliedert sich die Stadt in 23 Stadtteile. Ungewöhnlich für eine Großstadt ist der Anteil an Wasser und Wald: Innerhalb der Stadtgrenzen liegen mehr als zehn Seen, der größte ist der Ukiel mit dem Stadtstrand, dazu kommt ein großer Stadtwald. Allenstein ist deshalb ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ins Ermland und in die Masurische Seenplatte.
    Podlachien

    Podlachien

    Podlachien (Podlasie) liegt im äußersten Nordosten Polens an der Grenze zu Belarus. Hauptstadt der Woiwodschaft ist Białystok. Die Region ist seit Jahrhunderten von mehreren Kulturen geprägt: Neben der polnischen Mehrheit lebt hier die belarussische Minderheit, orthodoxe Kirchen stehen neben katholischen, und bis zum Zweiten Weltkrieg stellten Juden in vielen Städten einen großen Teil der Bevölkerung. Für Reisende ist Podlachien vor allem ein Ziel für Naturerlebnisse. Im Südosten liegt der Białowieża-Wald mit seinen Wisenten, nordwestlich von Białystok das weite Moor- und Flusstal der Biebrza mit dem größten Nationalpark Polens. Dazwischen liegen kleine Städte wie Tykocin am Narew, deren Geschichte eng mit dem jüdischen Erbe der Region verbunden ist.
    Białystok

    Białystok

    Białystok ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Podlachien und mit rund 290.000 Einwohnern deren einzige Großstadt. Sie liegt nordöstlich von Warschau (Warszawa), nicht weit von der Grenze zu Belarus. Die Stadtrechte erhielt Białystok um 1691, ihr Gesicht verdankt sie vor allem der Magnatenfamilie Branicki, deren barocker Palast als „Versailles Podlachiens“ bekannt ist. Im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt zu einem Industriezentrum heran. Mittelpunkt des Zentrums (Centrum) ist der Kościuszko-Markt (Rynek Kościuszki) mit dem barocken Rathaus. Westlich davon stehen an der ul. Lipowa die orthodoxe Nikolaikathedrale und, etwas weiter, die modernistische St.-Rochus-Kirche, östlich schließen der Branicki-Palast mit seinen Gärten und das Viertel Bojary an, das für seine alte Holzarchitektur bekannt ist und in dem das Zamenhof-Zentrum steht. Białystok war über Jahrhunderte eine Stadt vieler Kulturen. 1931 waren rund 40.000 der etwa 100.000 Einwohner Juden, es gab mehr als 60 Synagogen. Heute lebt in der Stadt eine belarussische Minderheit, sichtbar unter anderem an den orthodoxen Kirchen. Für Ausflüge in den Białowieża-Nationalpark im Südosten der Region ist Białystok ein guter Ausgangspunkt.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Ortsdaten wie Adressen und Bewertungen stammen aus Google Maps.
    • Video-Reportagen: Wunderschön! Masuren: Polens Seenparadies
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