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    Hellfire Pass

    Thailand

    Hellfire Pass

    SehenswürdigkeitKultur

    Das Hellfire Pass Interpretive Centre erinnert an den Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn, die während des Zweiten Weltkriegs unter japanischer Besatzung von alliierten Kriegsgefangenen und asiatischen Zwangsarbeitern angelegt wurde.

    von Felix Gillen

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    5. Hellfire Pass
    Das Hellfire Pass Interpretive Centre erinnert an den Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn, die während des Zweiten Weltkriegs unter japanischer Besatzung von alliierten Kriegsgefangenen und asiatischen Zwangsarbeitern angelegt wurde. Der Name bezieht sich auf den Konyu-Einschnitt: Bei der Nachtarbeit im Licht von Öllampen und Bambusfeuern wirkte die Szene mit den ausgemergelten Gefangenen wie ein Bild der Hölle.Das 1998 eröffnete, von Australien betriebene Museum dokumentiert Arbeitsbedingungen, Krankheiten und Sterblichkeit mit Fotos, Fundstücken und Zeitzeugenberichten.Vom Museum führt ein Weg hinab in den Einschnitt, wo die Bohrspuren im Fels noch sichtbar sind. Wer möchte, folgt der ehemaligen Bahntrasse mehrere Kilometer weiter durch den Wald. Ein Audioguide ordnet die Stationen ein. Die Gedenkstätte liegt etwa 80 Kilometer nordwestlich von Kanchanaburi am Highway 323.

    Sehenswürdigkeiten

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    1Hellfire Pass Interpretive Centre

    Das 1998 eröffnete Museum wird vom australischen Ministerium für Veteranenangelegenheiten betrieben. Es ordnet den Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn ein: Streckenverlauf, Lager, die Speedo-Phase von 1943, Krankheiten und Sterblichkeit. Gearbeitet wird mit Zeitzeugenaufnahmen, Fundstücken und einem Audioguide gegen Pfand. Eintritt frei, Spenden willkommen, täglich etwa 9 bis 16 Uhr.
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    2Wat Hat Ngiew

    Dorftempel an der Straße 323 unweit des Passes, Anlaufpunkt der umliegenden Siedlungen und ohne Reisebetrieb. Schlichter Hof mit Ordinationshalle und Unterkünften der Mönche. Kurzer Halt, wenn du mit eigenem Fahrzeug unterwegs bist. Schultern und Knie bedeckt halten, Schuhe vor den Hallen ausziehen.
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    3Konyu-Einschnitt (Hellfire Pass)

    Der Felsdurchstich, rund 75 Meter lang und bis zu 25 Meter tief, ab Ende 1942 von Kriegsgefangenen und asiatischen Zwangsarbeitern mit Handwerkzeug und Sprengstoff durch den Bergrücken getrieben. Vom Museum führt eine Treppe hinunter, unten liegt die alte Trasse zwischen steilen Wänden. Gedenktafeln und Kränze stehen am Rand. Kein Schatten, der Rückweg ist steil.
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    4Gedenkpfad entlang der alten Trasse

    Hinter dem Konyu-Einschnitt folgt der Gedenkpfad der aufgegebenen Bahnlinie rund 4 Kilometer weiter durch den Wald, vorbei an weiteren Einschnitten wie dem Compressor Cutting bis in die Gegend der früheren Station Hintok. Hin und zurück brauchst du 2,5 bis 3 Stunden. Wasser und festes Schuhwerk mitnehmen.
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    Essen & Trinken

    1

    Ban Rai Khun Ya

    Ländliches Lokal in der Nähe des Museums an der Straße 323, mit thailändischer Alltagskarte und Tischen im Freien. Eine der wenigen Möglichkeiten, in Fußnähe des Passes richtig zu essen. Auf den Betrieb am Abend solltest du dich nicht verlassen.
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    2

    Khrua Ton Or

    Bestellküche an der Straße im Umfeld des Passes: Aus einer Liste von Grundgerichten wird auf Zuruf gekocht, dazu Nudelsuppen. Einfache Tische, keine englische Karte, Publikum überwiegend aus der Gegend.
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    Café im Hellfire Pass Interpretive Centre

    Kleine Ausgabe am Besucherzentrum mit Kaffee, kalten Getränken und leichten Snacks, mit Sitzplätzen und Blick ins Tal. Keine vollständigen Mahlzeiten. Sinnvoll vor dem Abstieg in den Einschnitt oder unmittelbar danach, weil es an der Trasse keine Versorgung gibt.
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    Essen und Trinken am Hellfire Pass

    Am Museum selbst gibt es nur eine kleine Versorgung mit Getränken und leichten Snacks. Die nächsten Lokale liegen an der Straße 323 in Richtung Hintok und Tha Sao, dazu die Restaurants der Anlagen am Khwae Noi, die teils auch Tagesgäste bewirten. Wer den langen Gedenkpfad geht, sollte Wasser und einen Snack mitnehmen; unterwegs gibt es nichts.

    Kiosk am Besucherzentrum

    Getränke, Wasser und einfache Snacks am Museum, aber keine Mahlzeit.

    Lokale am Highway 323

    Entlang der Straße liegen kleine Lokale mit Reis- und Nudelgerichten, ausgelegt auf Durchreisende.

    Proviant für den Pfad

    Unterwegs gibt es kein Wasser. Für den langen Abschnitt nimm ausreichend zu trinken mit, Müll nimmst du wieder mit.

    Konyu-Einschnitt und die Erinnerung an die Todesbahn

    Am Hellfire Pass trieben Kriegsgefangene und asiatische Zwangsarbeiter ab Ende 1942 Einschnitte durch einen Bergrücken. Der bekannteste, der Konyu-Einschnitt, ist rund 75 Meter lang und bis zu 25 Meter tief, geschlagen mit Hammer, Bohrstange und Sprengstoff. In der sogenannten Speedo-Phase von April bis August 1943 mussten die Gefangenen pro Tag deutlich mehr Fels bohren als zuvor, oft 15 bis 18 Stunden lang.Wie viele Menschen genau an diesem Abschnitt starben, ist nicht bekannt. Die Gräber auf dem Soldatenfriedhof in Kanchanaburi zeigen eine Häufung von Todesfällen bei Konyu und Hintok zwischen Juni und August 1943. Auf der gesamten Strecke starben rund 12.600 alliierte Kriegsgefangene und nach Schätzungen über 90.000 asiatische Zwangsarbeiter, vor allem an Cholera, Ruhr, Hunger und Erschöpfung.Das Museum wird vom australischen Ministerium für Veteranenangelegenheiten betrieben und arbeitet mit Zeitzeugenberichten, Fundstücken und einem Audioguide.Zur Einordnung: Der Spielfilm Die Brücke am Kwai hat das Bild der Strecke im Westen geprägt, folgt aber nicht der historischen Überlieferung. Dieses Museum und das Thailand-Burma Railway Centre in Kanchanaburi ordnen die Geschichte besser ein.Am Einschnitt liegen Gedenktafeln, an denen Angehörige Kränze ablegen. Zurückhaltung ist angebracht.Am ANZAC Day, dem 25. April, findet hier seit 1990 eine Gedenkfeier im Morgengrauen statt. Der Ort ist dann früh am Morgen stark besucht.

    Vor Ort unterwegs

    Das Museum liegt am Highway 323, etwa 80 Kilometer oder rund 1,5 Autostunden nordwestlich von Kanchanaburi. Vom Parkplatz gehst du durch das Ausstellungsgebäude und von dort auf einer Treppe hinunter zur alten Trasse.Anfahrt: Es gibt keinen direkten öffentlichen Anschluss. Am verlässlichsten kommst du mit Mietwagen, Roller oder einer Tour ab Kanchanaburi.Gedenkpfad: Die kurze Runde in den Einschnitt und zurück ist etwa 1 Kilometer lang, dafür reichen 30 bis 45 Minuten. Der ganze Pfad führt rund 4 Kilometer weiter an der Trasse entlang, hin und zurück brauchst du 2,5 bis 3 Stunden.Bedingungen: Der Weg zurück ist steil, unterwegs gibt es kaum Schatten und kein Wasser. Festes Schuhwerk, Hut und Wasser mitnehmen.Öffnungszeiten und Eintritt: Täglich etwa 9 bis 16 Uhr, an großen thailändischen Feiertagen geschlossen, der Pfad wird um Mai herum einige Wochen gewartet. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Für den Audioguide wird ein Pfand erhoben.

    Unterkünfte in Hellfire Pass

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    In der Umgebung

    Sai Yok-Nationalpark

    Sai Yok-Nationalpark

    Der Sai-Yok-Nationalpark liegt etwa 100 Kilometer nordwestlich von Kanchanaburi entlang des Flusses Khwae Noi und reicht bis an die Grenze zu Myanmar. Er wurde 1980 eingerichtet und umfasst rund 500 Quadratkilometer mit Kalksteinbergen, Wald und dem Fluss.Am meisten besucht ist der rund 15 Meter hohe Wasserfall Sai Yok Noi direkt an der Hauptstraße. Etwa 40 Kilometer weiter liegt an der Parkverwaltung der Wasserfall Sai Yok Yai, der über eine Felskante direkt in den Fluss fällt. Über eine Hängebrücke gelangst du ans andere Ufer.In einigen Kalksteinhöhlen des Parks lebt die Schweinsnasenfledermaus, mit etwa 2 Gramm das kleinste Säugetier der Welt. Die größte Höhle ist Tham Lawa mit rund 500 Metern Länge. Am Fluss sind zudem Reste einer Brücke der Thailand-Burma-Eisenbahn und eines japanischen Lagers erhalten.
    Erawan-Nationalpark

    Erawan-Nationalpark

    Der Erawan-Nationalpark liegt etwa 65 bis 70 Kilometer nordwestlich von Kanchanaburi. Er wurde 1975 als zwölfter Nationalpark Thailands eingerichtet, umfasst rund 550 Quadratkilometer und ist vor allem für den siebenstufigen Erawan-Wasserfall mit seinen türkisgrünen Becken bekannt. Der Name geht auf Erawan zurück, den dreiköpfigen weißen Elefanten der hinduistischen Mythologie.Ein Pfad folgt dem Bach von Stufe zu Stufe, die unteren Ebenen sind bequem erreichbar, weiter oben wird der Weg steiler und felsiger. In mehreren Becken darf gebadet werden, kleine Fische knabbern dabei an den Füßen. Schuhe mit Profil helfen, die Kanten sind rutschig.Neben dem Wasserfall gibt es bewaldete Kalksteinberge und die Tropfsteinhöhle Tham Phra That. Am frühen Morgen an Wochentagen ist es am ruhigsten, an Wochenenden und Feiertagen kommen viele Tagesgäste.
    Kanchanaburi City

    Kanchanaburi City

    Kanchanaburi liegt am Zusammenfluss von Khwae Yai und Khwae Noi, die hier zum Mae Klong werden. Bekannt ist die Stadt für die Brücke am Kwai, Teil der Thailand-Burma-Eisenbahn, die im Zweiten Weltkrieg alliierte Kriegsgefangene und asiatische Zwangsarbeiter unter japanischer Besatzung bauen mussten. Du kannst die Brücke zu Fuß überqueren und mit dem Zug ein Stück der historischen Strecke fahren. Museen und Kriegsfriedhöfe erzählen die Geschichte der Gefangenen. Ausflüge führen in den Erawan-Nationalpark und zum Hellfire Pass. Am angenehmsten ist es von November bis Februar.
    Westthailand (Kanchanaburi und Umgebung)

    Westthailand (Kanchanaburi und Umgebung)

    Westthailand rund um die Provinz Kanchanaburi verbindet Kriegsgeschichte und Natur. Hier verlief die Thailand-Burma-Eisenbahn, die im Zweiten Weltkrieg unter japanischer Besatzung von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern gebaut wurde und als Death Railway bekannt ist.Zu den Zielen gehören die Brücke am Khwae Yai, die Kriegsgräberstätten und Museen in Kanchanaburi, der Hellfire Pass, die gestuften Wasserfälle im Erawan-Nationalpark und weiter nördlich Sangkhlaburi mit seiner langen Holzbrücke.
    Sangkhlaburi

    Sangkhlaburi

    Sangkhlaburi ist der nördlichste Landkreis der Provinz Kanchanaburi und liegt am Ufer des Khao-Laem-Stausees nahe der Grenze zu Myanmar. Neben Thai leben hier Mon und Karen, was sich in Sprache, Küche und Tempelarchitektur zeigt.Wahrzeichen ist die Mon-Brücke (Uttamanusorn-Brücke), mit rund 445 Metern die längste Holzbrücke Thailands. Sie verbindet das Mon-Dorf Wang Kha mit dem Ort. Früh am Morgen lässt sich hier das Almosensammeln der Mönche beobachten. Auf der Mon-Seite steht Wat Wang Wiwekaram mit einem vergoldeten Chedi nach indischem Vorbild.In der Trockenzeit, meist im März und April, tauchen Mauern und Ordinationshalle des alten Tempels aus dem See auf, Reste der Siedlung, die mit dem Bau des Vajiralongkorn-Damms 1984 geflutet wurde. Die kühleren Monate von November bis Februar sind die angenehmste Reisezeit.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Unsplash. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI