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    Sangkhlaburi

    Thailand

    Sangkhlaburi

    StadtKultur

    Sangkhlaburi ist der nördlichste Landkreis der Provinz Kanchanaburi und liegt am Ufer des Khao-Laem-Stausees nahe der Grenze zu Myanmar. Neben Thai leben hier Mon und Karen, was sich in Sprache, Küche und Tempelarchitektur zeigt.

    von Felix Gillen

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    5. Sangkhlaburi
    Sangkhlaburi ist der nördlichste Landkreis der Provinz Kanchanaburi und liegt am Ufer des Khao-Laem-Stausees nahe der Grenze zu Myanmar. Neben Thai leben hier Mon und Karen, was sich in Sprache, Küche und Tempelarchitektur zeigt.Wahrzeichen ist die Mon-Brücke (Uttamanusorn-Brücke), mit rund 445 Metern die längste Holzbrücke Thailands. Sie verbindet das Mon-Dorf Wang Kha mit dem Ort. Früh am Morgen lässt sich hier das Almosensammeln der Mönche beobachten. Auf der Mon-Seite steht Wat Wang Wiwekaram mit einem vergoldeten Chedi nach indischem Vorbild.In der Trockenzeit, meist im März und April, tauchen Mauern und Ordinationshalle des alten Tempels aus dem See auf, Reste der Siedlung, die mit dem Bau des Vajiralongkorn-Damms 1984 geflutet wurde. Die kühleren Monate von November bis Februar sind die angenehmste Reisezeit.

    Sehenswürdigkeiten in Sangkhlaburi

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    1Baum im Stausee (Ko Klang Nam)

    Ein einzeln im Flachwasser des Khao-Laem-Stausees stehender Baum, Rest des Waldes, der 1984 mit der Siedlung geflutet wurde. Von den Uferwegen und per Boot zu sehen. Je nach Wasserstand steht er im Wasser oder auf einer freiliegenden Sandbank; am Ende der Trockenzeit tritt mehr davon hervor.
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    2Mon-Brücke (Saphan Mon)

    Die Uttamanusorn-Brücke ist mit rund 445 Metern die längste Holzbrücke Thailands. Mon-Arbeiter bauten sie 1986 und 1987 auf Initiative von Luang Pho Uttama, nachdem der Stausee den Ort und das Mon-Dorf Wang Kha getrennt hatte. 2013 brach ein Teil bei Hochwasser ein, 2014 wurde sie wieder eröffnet. Morgens gehen Bewohner hinüber, um Mönchen Essen zu geben.
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    3Wat Wang Wiwekaram

    Der Haupttempel der Mon-Gemeinschaft auf der Seite von Wang Kha, eng verbunden mit dem Mönch Luang Pho Uttama. Der Vorgängerbau liegt seit 1984 im Stausee und ist in der Trockenzeit zu sehen. Schultern und Knie bedeckt halten, Schuhe vor den Gebäuden ausziehen.
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    4Chedi Buddhakhaya

    Der goldene Stupa gehört zu Wat Wang Wiwekaram und ist der Form des Mahabodhi-Tempels von Bodhgaya nachempfunden, dem Ort der Erleuchtung Buddhas in Indien. Er steht frei auf einer Anhöhe, von der aus du über das Umland siehst. Am Fuß liegt ein Marktbereich mit Waren aus Myanmar.
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    5Mon-Viertel Ban Waeng Ka

    Das Wohnviertel jenseits der Holzbrücke, in dem Mon die Alltagssprache ist. Holzhäuser an Hanggassen, kleine Läden, ein Markt mit Waren aus Myanmar, Frauen mit Thanaka-Paste im Gesicht. Kein Freilichtmuseum, sondern ein bewohntes Quartier: vor dem Fotografieren fragen und in den Gassen leise bleiben.
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    Essen & Trinken

    1

    Kalo Kalo Saep Ver

    Isaan-geprägte Küche mit scharfen Salaten und Grillgerichten, wie der Zusatz "saep" im Namen anzeigt. Einfache Ausstattung, Bestellung auf Thai oder per Zeigen. Liegt in einer Soi nahe dem Markt.
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    2

    Long Yian Long

    Kleines Speiselokal im Ortszentrum von Sangkhlaburi mit thailändischer Karte. Wenige Tische, einfache Einrichtung, Publikum aus der Nachbarschaft.
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    3

    Ran Che Nu (Soi 3)

    Lokales Restaurant in der Soi 3 im Ortsteil Sam Prasob, mit thailändischer Alltagskarte. Kein Reisepublikum, keine englische Karte. Öffnungszeiten richten sich nach dem Betrieb.
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    4

    Khao Kaeng Song Phi Nong

    Khao-Kaeng-Küche: In der Auslage stehen mehrere Currys und Schmorgerichte, du zeigst auf zwei oder drei davon und bekommst Reis dazu. Mittags ist die Auswahl am größten. Liegt an der Soi Si Suwan Khiri auf der Mon-Seite.
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    5

    Kuaitiao Kai Tun Mara Hia Khom

    Nudelküche, spezialisiert auf Kuay Teow mit geschmortem Hähnchen und Bittermelone, einer Suppe mit chinesischem Einschlag. Kleines Lokal mit wenigen Tischen, ganztägig geöffnet, bis die Töpfe leer sind.
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    Essen und Trinken in Sangkhlaburi

    Die Küche in Sangkhlaburi mischt thailändische Standards mit Mon- und birmanischen Einflüssen: mehr Curry mit Ölschicht, mehr fermentierte Zutaten, mehr Salate aus Blättern und Kräutern als weiter südlich. Gekocht wird für Einheimische, nicht für Reisegruppen; englische Karten sind die Ausnahme. Das Angebot endet früh, oft schon gegen 20 Uhr.

    Khao Kaeng

    Curry-über-Reis aus der Auslage: Du zeigst auf zwei oder drei Töpfe, dazu kommt Reis. Die schnellste und günstigste Mahlzeit im Ort, mittags am größten Angebot, später ist die Auswahl kleiner.

    Mon- und birmanische Gerichte

    Im Viertel jenseits der Brücke findest du Currys und Nudelsuppen nach Mon-Art sowie birmanisch geprägte Salate und Teeblätter-Gerichte. Kleine, oft nur nachmittags geöffnete Verkaufsstellen ohne Beschilderung.

    Morgenmarkt

    Der Markt auf der Thai-Seite arbeitet in den frühen Morgenstunden. Neben Gemüse und Fisch gibt es fertige Snacks, gesüßten Reis in Bananenblatt und Kaffee. Wer den Almosengang der Mönche sehen will, ist ohnehin um diese Zeit unterwegs.

    Nudelsuppen

    Kuay Teow in mehreren Varianten, darunter Hühnersuppe mit Bittermelone, ein Gericht mit chinesischem Einfluss. Ganztägig, oft in Lokalen mit nur wenigen Tischen.

    Kaffee und Aussicht

    An den Hängen über dem Stausee liegen einige Cafés mit Blick auf Wasser und Brücke. Am Morgen liegt oft Nebel über dem See, was die beste Zeit dafür ist.

    Mon-Gemeinschaft und die versunkene Siedlung

    Sangkhlaburi zeigt Thailands ethnische Vielfalt im Alltag. Neben Thai leben hier Mon, Karen und Menschen mit birmanischen Wurzeln, im Dorf Wang Kha jenseits der Brücke ist Mon die Alltagssprache.Wichtigster Bezugspunkt der Gemeinschaft ist der Mönch Luang Pho Uttama. Auf seine Initiative bauten Mon-Arbeiter 1986 und 1987 die Holzbrücke, nachdem der Stausee die Siedlungen getrennt hatte. 2013 brach ein Teil der Brücke bei Hochwasser ein, 2014 wurde sie wieder eröffnet.Der zweite Bezugspunkt ist der Verlust: Als der Vajiralongkorn-Damm 1984 den Fluss staute, verschwanden die alte Siedlung und der alte Wat Wang Wiwekaram unter Wasser. In der Trockenzeit sind Ordinationshalle, Mauern und Fundamente zu sehen, in der Regenzeit ragt nur noch das Dach der Halle heraus.Beim Fotografieren im Mon-Dorf und im Tempel gilt: vorher fragen, Schultern und Knie bedeckt halten.Morgens gehen Mönche über die Brücke zum Almosengang. Halte Abstand und blockiere den Weg nicht.Ob und für wen der Grenzübergang am Drei-Pagoden-Pass offen ist, ändert sich. Aktuelle Hinweise zur Grenzregion findest du beim Auswärtigen Amt.

    Vor Ort unterwegs

    Der Ort ist zu Fuß gut zu erkunden, wenn du auf einer Seite des Sees bleibst. Zwischen Ort und Mon-Dorf liegt die lange Holzbrücke, der Übergang dauert einige Minuten.Roller: Vermietungen gibt es im Ort, die praktischste Lösung für Wege zum Tempel und in die Umgebung. Die Straßen sind teils steil, ohne Fahrpraxis besser lassen.Songthaew und Motorradtaxi: Fahren die üblichen Ziele an, Preis vorher klären.Boot: Longtailboote fahren unter anderem zum versunkenen Tempel, je nach Wasserstand. Preise werden meist pro Boot verhandelt.Anreise: Busse und Minivans fahren von Kanchanaburi über Thong Pha Phum, die Fahrt auf der kurvigen Strecke dauert mehrere Stunden.

    Unterkünfte in Sangkhlaburi

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    1. 1
      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
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      12 Tage · 4 Stopps

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    2. 2

      Sangkhlaburi-Reise

      Live
      • 1Baum im Stausee (Ko Klang Nam)3 Tage
      • 2Mon-Brücke (Saphan Mon)4 Tage
      • 3Wat Wang Wiwekaram5 Tage
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      Sangkhlaburi
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    In der Umgebung

    Hellfire Pass

    Hellfire Pass

    Das Hellfire Pass Interpretive Centre erinnert an den Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn, die während des Zweiten Weltkriegs unter japanischer Besatzung von alliierten Kriegsgefangenen und asiatischen Zwangsarbeitern angelegt wurde. Der Name bezieht sich auf den Konyu-Einschnitt: Bei der Nachtarbeit im Licht von Öllampen und Bambusfeuern wirkte die Szene mit den ausgemergelten Gefangenen wie ein Bild der Hölle.Das 1998 eröffnete, von Australien betriebene Museum dokumentiert Arbeitsbedingungen, Krankheiten und Sterblichkeit mit Fotos, Fundstücken und Zeitzeugenberichten.Vom Museum führt ein Weg hinab in den Einschnitt, wo die Bohrspuren im Fels noch sichtbar sind. Wer möchte, folgt der ehemaligen Bahntrasse mehrere Kilometer weiter durch den Wald. Ein Audioguide ordnet die Stationen ein. Die Gedenkstätte liegt etwa 80 Kilometer nordwestlich von Kanchanaburi am Highway 323.
    Sai Yok-Nationalpark

    Sai Yok-Nationalpark

    Der Sai-Yok-Nationalpark liegt etwa 100 Kilometer nordwestlich von Kanchanaburi entlang des Flusses Khwae Noi und reicht bis an die Grenze zu Myanmar. Er wurde 1980 eingerichtet und umfasst rund 500 Quadratkilometer mit Kalksteinbergen, Wald und dem Fluss.Am meisten besucht ist der rund 15 Meter hohe Wasserfall Sai Yok Noi direkt an der Hauptstraße. Etwa 40 Kilometer weiter liegt an der Parkverwaltung der Wasserfall Sai Yok Yai, der über eine Felskante direkt in den Fluss fällt. Über eine Hängebrücke gelangst du ans andere Ufer.In einigen Kalksteinhöhlen des Parks lebt die Schweinsnasenfledermaus, mit etwa 2 Gramm das kleinste Säugetier der Welt. Die größte Höhle ist Tham Lawa mit rund 500 Metern Länge. Am Fluss sind zudem Reste einer Brücke der Thailand-Burma-Eisenbahn und eines japanischen Lagers erhalten.
    Erawan-Nationalpark

    Erawan-Nationalpark

    Der Erawan-Nationalpark liegt etwa 65 bis 70 Kilometer nordwestlich von Kanchanaburi. Er wurde 1975 als zwölfter Nationalpark Thailands eingerichtet, umfasst rund 550 Quadratkilometer und ist vor allem für den siebenstufigen Erawan-Wasserfall mit seinen türkisgrünen Becken bekannt. Der Name geht auf Erawan zurück, den dreiköpfigen weißen Elefanten der hinduistischen Mythologie.Ein Pfad folgt dem Bach von Stufe zu Stufe, die unteren Ebenen sind bequem erreichbar, weiter oben wird der Weg steiler und felsiger. In mehreren Becken darf gebadet werden, kleine Fische knabbern dabei an den Füßen. Schuhe mit Profil helfen, die Kanten sind rutschig.Neben dem Wasserfall gibt es bewaldete Kalksteinberge und die Tropfsteinhöhle Tham Phra That. Am frühen Morgen an Wochentagen ist es am ruhigsten, an Wochenenden und Feiertagen kommen viele Tagesgäste.
    Kanchanaburi City

    Kanchanaburi City

    Kanchanaburi liegt am Zusammenfluss von Khwae Yai und Khwae Noi, die hier zum Mae Klong werden. Bekannt ist die Stadt für die Brücke am Kwai, Teil der Thailand-Burma-Eisenbahn, die im Zweiten Weltkrieg alliierte Kriegsgefangene und asiatische Zwangsarbeiter unter japanischer Besatzung bauen mussten. Du kannst die Brücke zu Fuß überqueren und mit dem Zug ein Stück der historischen Strecke fahren. Museen und Kriegsfriedhöfe erzählen die Geschichte der Gefangenen. Ausflüge führen in den Erawan-Nationalpark und zum Hellfire Pass. Am angenehmsten ist es von November bis Februar.
    Westthailand (Kanchanaburi und Umgebung)

    Westthailand (Kanchanaburi und Umgebung)

    Westthailand rund um die Provinz Kanchanaburi verbindet Kriegsgeschichte und Natur. Hier verlief die Thailand-Burma-Eisenbahn, die im Zweiten Weltkrieg unter japanischer Besatzung von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern gebaut wurde und als Death Railway bekannt ist.Zu den Zielen gehören die Brücke am Khwae Yai, die Kriegsgräberstätten und Museen in Kanchanaburi, der Hellfire Pass, die gestuften Wasserfälle im Erawan-Nationalpark und weiter nördlich Sangkhlaburi mit seiner langen Holzbrücke.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Unsplash. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
    • Die Inhalte beruhen auf Web-Recherche aus öffentlichen, nachvollziehbaren Quellen. So entstehen die Inhalte · Die Rolle von KI