Sukhumvit ist weniger ein Viertel als eine Achse: Die Straße zieht sich vom Zentrum kilometerweit nach Osten, überspannt von der BTS-Sukhumvit-Linie. Von ihr zweigen nummerierte Seitengassen ab, die Sois, mit ungeraden Nummern nach Norden und geraden nach Süden. In ihnen liegt der eigentliche Alltag: Wohnhäuser, Garküchen, Massagesalons, kleine Bars.An den BTS-Stationen liegen die großen Einkaufszentren: Terminal 21 an der Kreuzung Asok, wo auch die MRT hält, Emporium und EmQuartier an der Phrom Phong. Weiter östlich haben sich in Thonglor und Ekkamai Cafés, Weinbars und Restaurants angesiedelt, die vor allem ein jüngeres, gut verdienendes Publikum ansprechen.Sukhumvit ist zugleich Wohngebiet vieler Zugezogener, was sich kulinarisch niederschlägt: rund um Phrom Phong japanische Restaurants und Supermärkte, an der Soi 12 koreanische Lokale, nahe Nana arabische Küche. Als Grünflächen dienen der Benjasiri-Park und der größere Benjakitti-Park. Weil der Verkehr auf der Straße häufig stockt, sind Skytrain und U-Bahn meist schneller als das Taxi.
Sehenswürdigkeiten in Sukhumvit
Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
1Holy Redeemer Church Bangkok
Katholische Kirche nahe der BTS-Station Ploen Chit, 1954 erbaut für die 1949 gegründete Pfarrei der Redemptoristen. Von außen erinnert der Bau an einen thailändischen Tempel, innen folgt er dem üblichen Kirchenschema. Täglich Messen auf Thai und Englisch.
Quartiersmoschee im Osten Sukhumvits, Mittelpunkt einer muslimischen Nachbarschaft mit Halal-Läden und kleinen Küchen ringsum. Kein Besuchsziel, sondern ein Gebetsort in Betrieb. Wer hineingehen will, fragt vorher und kommt außerhalb der Gebetszeiten.
Am Westrand Sukhumvits, auf früherem Gelände der staatlichen Tabakbehörde: ein See mit Rund- und Radweg, dazu ein 2022 vollständig eröffneter Waldpark mit erhöhten Stegen über Feuchtflächen. Über die 1,3 Kilometer lange Green Bridge mit dem Lumphini-Park verbunden. Morgens und abends von Läufern genutzt, tagsüber schattenarm. Die MRT-Station Queen Sirikit National Convention Centre liegt am Park.
Kleiner Stadtpark direkt an der BTS-Station Phrom Phong, 1992 zum 60. Geburtstag von Königin Sirikit angelegt. Zwölf Skulpturen thailändischer Künstler stehen zwischen Rasenflächen und Teich, dazu Wege und schattige Sitzplätze. Geöffnet täglich von 5 bis 21 Uhr. Ein guter Ausweichort, wenn die Einkaufszentren zu viel werden.
Ein Teakholzhaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, ursprünglich am Ostufer des Ping in Chiang Mai, das abgebaut, nach Bangkok gebracht und 1966 als volkskundliches Museum zum Lanna-Alltag eröffnet wurde. Betrieben von der Siam Society, die auf demselben Gelände eine Bibliothek unterhält. Wenige Minuten von der BTS-Station Asok. Wichtig: Das Museum ist seit Ende 2023 wegen Restaurierung geschlossen, ein Termin für die Wiedereröffnung ist nicht bekannt. Vorab bei der Siam Society prüfen.
Thailändisch-muslimische Küche in der Sukhumvit Soi 22, durchgehend halal. Auf der Karte stehen die Gerichte dieses eigenen Zweigs der Landesküche: Massaman, Rinderbrühe, Roti und Khao Mok Kai, das thailändische Biryani. Einfaches Lokal, mittags und abends geöffnet.
Italienisches Lokal mit Pasta-Karte in einer Nebengasse im Sukhumvit-Korridor. Klein, überschaubare Auswahl, Abendbetrieb. Eine der vielen nicht-thailändischen Küchen, für die das Viertel bekannt ist.
Kurze Gasse bei Nana, in der ägyptische, libanesische und syrische Lokale nebeneinander liegen: Grillfleisch, Mezze, Fladenbrot, Wasserpfeifen an Tischen auf dem Gehweg. Öffnet spät und bleibt lange auf. Wenige Schritte von der BTS-Station Nana.
Foodcourt im oberen Geschoss des Einkaufszentrums an der Kreuzung Asok, mit Ständen für thailändische und asiatische Alltagsgerichte. Klimatisiert, günstig und eine schnelle Mahlzeit, wenn du am Umsteigepunkt Asok unterwegs bist.
Kein Viertel Bangkoks isst so international. Zwischen Nana und Ekkamai findest du japanische, koreanische, arabische, indische, italienische und amerikanische Küchen — in einer Dichte, die anderswo im Land fehlt. Daneben besteht die thailändische Ebene weiter: Garküchen an den Soi-Eingängen, Foodcourts in den Einkaufszentren, Restaurants in den Wohnstraßen von Thonglor und Ekkamai.
Japanisches Bangkok um Phrom Phong
Um Phrom Phong liegen viele japanische Lokale mit Izakaya, Ramen und Sushi, dazu japanische Supermärkte. Die Preise reichen von günstig bis weit nach oben.
Arabische Küche in der Soi 3/1
Bei Nana biegt eine kurze Gasse ab, in der ägyptische, libanesische und syrische Lokale mit Grillfleisch, Mezze und Wasserpfeifen nebeneinander liegen. Öffnet spät und bleibt lange auf.
Halal-thailändische Küche
Thailändisch-muslimische Betriebe kochen Massaman, Roti, Rinderbrühe und Khao Mok Kai, das thailändische Biryani. Ein eigener Zweig der Landesküche.
Foodcourts in den Einkaufszentren
Terminal 21 bei Asok sowie Emporium und EmQuartier bei Phrom Phong haben Foodcourts mit thailändischen und asiatischen Ständen. Klimatisiert und günstiger als die Restaurants eine Etage höher.
Garküchen an den Soi-Eingängen
An den Einmündungen der Sois stehen morgens und abends Stände für Pendler: gebratene Nudeln, Gegrilltes am Spieß, Reissuppe, Obst. Die günstigste Art, hier zu essen.
Ein Viertel, das aus Nummern besteht
Sukhumvit ist kein historisches Quartier, sondern eine Straße, die zu einem Stadtteil geworden ist. Die Sukhumvit Road führt vom Zentrum bis an die kambodschanische Grenze, die ersten Kilometer davon sind das, was Reisende Sukhumvit nennen. Von der Hauptachse zweigen die Sois ab, gerade Nummern nach Süden, ungerade nach Norden. Diese Nummern sind Adresse und Orientierung zugleich.Die Logik der Soi-NummernGrob gilt: Je weiter östlich, desto wohnlicher. Rund um Nana liegt der lauteste und am stärksten auf Reisende ausgerichtete Teil, mit Bars, Massagesalons und dem Rotlichtbetrieb um Nana und Soi Cowboy. Ab Asok und Phrom Phong wechselt der Charakter zu Einkaufszentren, Büros und Wohntürmen, um Thonglor und Ekkamai liegen Wohnstraßen mit Cafés und Restaurants.Internationale GemeinschaftenViele Zugezogene wohnen in Sukhumvit, und das lässt sich straßenweise ablesen. Um Phrom Phong liegt das japanische Bangkok mit Supermärkten und vielen japanischen Restaurants. Die Soi 3/1 bei Nana ist arabisch geprägt, mit ägyptischen und levantinischen Küchen. An der Soi 12 liegen koreanische Lokale.Was du wissen solltestRund um Nana und Soi Cowboy ist der Rotlichtbetrieb offen sichtbar. Prostitution ist in Thailand verboten, wird aber geduldet. Sexuelle Handlungen mit Minderjährigen sind in Thailand wie in Deutschland strafbar, auch bei Taten im Ausland. Aktuelle Sicherheitshinweise findest du beim Auswärtigen Amt.Auf den Gehwegen der Sukhumvit Road wird gedrängelt, gehandelt und gebaut. Wer Ruhe sucht, geht eine Soi hinein.Das Viertel hat kaum historische Bausubstanz. Tempel und Museen findest du vor allem in Rattanakosin.
Vor Ort unterwegs
Sukhumvit erschließt du über die BTS-Sukhumvit-Linie. Die Hochbahn verläuft direkt über der Hauptstraße, und viele Adressen werden über die nächste Station plus Soi-Nummer beschrieben.BTS Sukhumvit-Linie: Von West nach Ost Ploen Chit, Nana, Asok, Phrom Phong, Thong Lo (Soi 55), Ekkamai (Soi 63), Phra Khanong, On Nut.MRT: Die Blaue Linie kreuzt an der Station Sukhumvit unter der BTS-Station Asok, ein wichtiger Umsteigepunkt. Weiter westlich liegt Queen Sirikit National Convention Centre am Benjakitti-Park.Airport Rail Link: Die Station Makkasan ist mit der MRT-Station Phetchaburi verbunden, eine Station nördlich von Sukhumvit. Von dort fährt der Zug zum Flughafen Suvarnabhumi.Skywalk: Zwischen Asok und Phrom Phong und rund um die Einkaufszentren führen erhöhte Gehwege über die Straße. Bei Regen und Hitze die bessere Wahl.Zu Fuß in den Sois: Manche Sois sind sehr lang und haben keinen durchgehenden Gehweg. Für eine Adresse tief in einer Soi lohnt ein Motorradtaxi vom Soi-Eingang, die Fahrer tragen nummerierte Westen.Taxi: Im Berufsverkehr steht der Verkehr auf der Sukhumvit Road. Mit der BTS bist du dann meist schneller. Bestehe auf Taxameter oder nutze eine App.