Monastiraki ist das Markt- und Flohmarktviertel der Athener Altstadt, benannt nach der kleinen Klosterkirche Pantanassa am gleichnamigen Platz.
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Monastiraki ist das Markt- und Flohmarktviertel der Athener Altstadt, benannt nach der kleinen Klosterkirche Pantanassa am gleichnamigen Platz. Nördlich schließt Psyrri an, ein früheres Handwerkerviertel, in dem heute Tavernen, Bars und Werkstätten dicht beieinanderliegen. Beide Viertel sind bis spät in die Nacht belebt.
Lage und CharakterDer Monastiraki-Platz liegt am Nordhang unterhalb der Akropolis und ist mit der Metrostation der Linien 1 und 3 ein zentraler Verkehrsknoten. Rund um den Platz stehen die Pantanassa-Kirche, die Tzistarakis-Moschee und die Ruinen der Hadriansbibliothek dicht nebeneinander. In den Gassen Pandrossou und Ifestou reihen sich Läden für Kleidung, Lederwaren und Souvenirs, am Avissinias-Platz liegt der Kern des Flohmarkts.PsyrriJenseits der Ermou-Straße beginnt Psyrri, früher geprägt von Werkstätten und Kleinhandel. Heute bestimmen Tavernen, Mezedopolia, Bars und Straßenkunst das Bild. Zum zentralen Markt Varvakios und zum Gewürzviertel an der Evripidou-Straße sind es nur wenige Gehminuten.
Monastiraki und Psyrri gehen nahtlos ineinander über. Rund um den Monastiraki-Platz liegen Flohmarkt, Moschee und Hadriansbibliothek, nördlich der Ermou-Straße beginnt mit Psyrri ein Geflecht aus Werkstätten, Tavernen und Bars um den Iroon-Platz.
Sehenswürdigkeiten in Monastiraki und Psyrri
Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
1Hadriansbibliothek
Kaiser Hadrian ließ die Anlage 132 n. Chr. an der Nordseite der Akropolis errichten. Nach dem Vorbild eines römischen Forums umschloss eine hohe Mauer einen Säulenhof mit einem langgestreckten Wasserbecken, im Ostteil lagen der eigentliche Bibliothekssaal sowie Lese- und Hörsäle. In byzantinischer Zeit entstanden auf dem Gelände nacheinander drei Kirchen, darunter die erste Kathedrale der Stadt. Die Westfassade mit ihren Säulen ist vom Monastiraki-Platz aus zu sehen.
Die Moschee am Monastiraki-Platz ließ der osmanische Statthalter Mustapha Agha Tzistarakis 1759 bauen. Der Überlieferung nach ließ er für den Kalk eine antike Säule brennen, vermutlich aus der benachbarten Hadriansbibliothek, was ihn sein Amt kostete. Nach Erdbebenschäden 1981 wurde das Gebäude restauriert und 1991 wieder geöffnet. Heute zeigt hier das Museum für griechische Volkskunst die Keramiksammlung V. Kyriazopoulos.
Die kleine Kirche mitten auf dem Monastiraki-Platz stammt aus dem 10. Jahrhundert und war das Katholikon eines großen Klosters. Von ihrem Beinamen Monastiraki, dem Klösterchen, leitet sich der Name des ganzen Viertels ab. Das Kloster ist verschwunden, die der Entschlafung der Gottesmutter geweihte Kirche wird bis heute für Gottesdienste genutzt.
Am kleinen Avissinias-Platz westlich des Monastiraki-Platzes liegt der Kern des Athener Flohmarkts. Trödelhändler und Antiquitätenläden verkaufen Möbel, Schallplatten, Geschirr und Kleinkram, an Wochenenden breiten zusätzliche Händler ihre Ware auf dem Platz aus. Die angrenzenden Gassen Ifestou und Pandrossou gehören zum Marktviertel.
Familiengeführte Taverne direkt am Monastiraki-Platz mit durchgehend geöffneter Küche. Neben Souvlaki und Gyros stehen herzhafte griechische Tavernengerichte auf der Karte.
Souvlaki-Lokal am Monastiraki-Platz, bekannt für seine Kebab-Spieße aus Hackfleisch in Pita. Gegessen wird an Tischen drinnen oder draußen in der Fußgängerzone rund um den Platz.
Kleines, rustikal eingerichtetes Lokal im nördlichen Psyrri, nahe der Evripidou-Straße. Serviert werden traditionelle Gerichte aus griechischen Regionen in lockerer Atmosphäre.
Feinkostladen mit Restaurant in der Evripidou-Straße am Nordrand von Psyrri, nahe der Zentralmarkthalle. Im Mittelpunkt stehen Wurst- und Käsespezialitäten wie Pastourma und Soutzouki, die als Mezedes serviert werden.
Monastiraki ist die Adresse für schnelles Essen auf die Hand, vor allem Souvlaki rund um den Platz. In Psyrri und an der Evripidou-Straße Richtung Zentralmarkt kommen Tavernen, Mezedopoleia und Feinkostläden dazu.
An der Mitropoleos-Straße direkt am Monastiraki-Platz reihen sich mehrere Souvlaki-Lokale aneinander. Klassisch ist der Kebab: gegrillte Hackfleischspieße in Pita mit Tomate, Zwiebel und Joghurt.
Mezedes und Tsipouro
In Psyrri bestellst du in Tavernen und Mezedopoleia viele kleine Teller zum Teilen. Dazu passt Tsipouro, ein Tresterbrand, der oft in kleinen Karaffen serviert wird.
Luftgetrocknetes, mit Gewürzpaste umhülltes Rindfleisch und scharfe Rohwurst gehören zur Esskultur der Griechen aus Kleinasien. Du bekommst sie in den Feinkostläden an der Evripidou-Straße, teils auch als Meze am Tisch.
Geschichte und Kultur
Vom Kloster zum ViertelnamenDie Pantanassa-Kirche aus dem 10. Jahrhundert war das Katholikon eines großen Klosters. Aus dem Namen Monastiraki, „Klösterchen“, wurde mit der Zeit die Bezeichnung für das ganze Viertel. Das Kloster selbst ist verschwunden, die Kirche wird bis heute genutzt.Römische und osmanische SpurenKaiser Hadrian ließ 132 n. Chr. seine Bibliothek mit Säulenhof und Wasserbecken errichten, in byzantinischer Zeit entstanden auf dem Gelände mehrere Kirchen. Die Tzistarakis-Moschee von 1759 geht auf den osmanischen Statthalter Mustapha Agha Tzistarakis zurück und beherbergt heute eine Keramiksammlung des Museums für griechische Volkskunst.MarkttraditionHandel prägt das Viertel bis heute: vom Flohmarkt mit Trödel, Möbeln und Schallplatten bis zu den Fisch-, Fleisch- und Gewürzhändlern rund um die Athinas-Straße.
Dachterrassen-Bar in der Normanou-Gasse gleich beim Monastiraki-Platz, mit Blick auf die Akropolis. Neben Cocktails gibt es regionale und internationale Kleinigkeiten.
Bierbar mit Küche am Iroon-Platz, dem zentralen Platz von Psyrri. Neben Bier gibt es griechische Kneipengerichte, ein guter Ausgangspunkt für einen Abend in den Gassen rundum.
AnreiseDie Metrostation Monastiraki liegt direkt am Platz und wird von den Linien 1 und 3 angefahren. Linie 3 verbindet das Viertel direkt mit dem Flughafen, Linie 1 mit Piräus.Zu FußDie Ermou-Straße und die Adrianou-Straße sind Fußgängerzonen und verbinden Monastiraki mit Syntagma und der Antiken Agora. Psyrri erreichst du über die Gassen nördlich der Ermou in wenigen Minuten, das Viertel ist kompakt und am besten zu Fuß zu erkunden.
Unterkünfte in Monastiraki und Psyrri
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