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    Burgund Weinroute
    Stefan Bauer, http://www.ferras.at / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.5

    Burgund Weinroute

    von Felix Gillen

    Von Dijon fährst du auf der Route des Grands Crus nach Süden über Gevrey-Chambertin nach Beaune und weiter durch die Weindörfer Pommard und Meursault. Zum Abschluss erreichst du Chalon-sur-Saône; kaum eine Etappe dauert länger als 30 Minuten.

    9 Tage / 8 Nächte
    April–Oktober
    Wohnmobil-geeignet
    6 Stopps

    Warum diese Route?

    Für Foodies und Weinliebhaber, die es gemütlich mögen und kurze Etappen schätzen.

    Geheimtipps

    • Combe Lavaux, Naturschutzgebiet mit Wanderweg oberhalb von Gevrey-Chambertin
    • Château du Clos de Vougeot, das Zisterzienser-Weingut an der Route des Grands Crus
    • Weinkeller des Château de Meursault

    Reiseverlauf

    Dijon
    Stopp 1 • 2 Übernachtungen

    Dijon

    Stadt

    Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten. Kulinarische Highlights und regionale Spezialitäten und Perfekt für einen spannenden Städtetrip.

    Dijon, die historische Hauptstadt Burgunds, hat ein reiches kulturelles Erbe und eine ausgeprägte Esskultur. Mittelpunkt ist der Palais des Ducs et des États de Bourgogne, in dem das Musée des Beaux-Arts untergebracht ist. In der Altstadt stehen Fachwerkhäuser, Adelspaläste, die Kirche Notre-Dame und die Kathedrale Saint-Bénigne. Untrennbar mit der Stadt verbunden ist der Dijonsenf, den du in den Senfläden probieren kannst. Die Markthalle Les Halles aus Gusseisen und Glas entstand 1873 bis 1875 nach Plänen des Stadtarchitekten Louis-Clément Weinberger, angeregt von Entwürfen der Firma Eiffel. Einen guten Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten bietet der mit Eulen-Plaketten markierte „Parcours de la Chouette“. Frühling und Herbst sind angenehm und weniger voll.
    5 Sehenswürdigkeiten
    4 Restaurants

    Dijon: Kulturelles und historisches Erbe

    Dijon, die historische Hauptstadt des Herzogtums Burgund, ist tief in Kunst und Geschichte verwurzelt. Ihre Bedeutung erlangte die Stadt insbesondere im Mittelalter und der Frührenaissance unter den Herzögen von Burgund, die Mäzene der Künste waren und eine europäische Großmacht regierten. Diese Epoche prägte die Stadt nachhaltig als Zentrum für Bildung, Kunst und Handel.Die Architektur Dijons zeugt von dieser glanzvollen Vergangenheit. Der imposante Palast der Herzöge und Stände von Burgund, heute Sitz des Musée des Beaux-Arts, ist ein herausragendes Beispiel gotischer und klassizistischer Baukunst. Daneben prägen zahlreiche gut erhaltene Fachwerkhäuser, prächtige Adelspaläste und religiöse Bauwerke wie die Kirche Notre-Dame mit ihrer einzigartigen Eulenfigur das historische Stadtbild.Kulturell ist Dijon eng mit seiner gastronomischen Tradition verbunden, allen voran der Dijon-Senf, dessen Herstellung hier eine lange Geschichte hat. Auch das burgundische Weinbaugebiet beeinflusst die lokale Kultur stark. Die „chouette“ (Eule) an der Kirche Notre-Dame ist zudem ein lokales Glückssymbol; es ist eine beliebte Tradition, sie mit der linken Hand zu streicheln.Die Stadt pflegt ihr reiches Erbe durch zahlreiche Museen, Galerien und jährliche Feste, die die künstlerische Vielfalt und die Historie Burgunds lebendig halten und für Besucher erlebbar machen.
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    Gevrey-Chambertin
    Stopp 2 • 1 Übernachtung

    Gevrey-Chambertin

    Dorf

    Kulinarische Highlights und regionale Spezialitäten. Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten und Perfekt für Paare und romantische Ausflüge.

    Gevrey-Chambertin ist ein Weinort an der Côte de Nuits, rund zwölf Kilometer südlich von Dijon. Zur Gemeinde gehören neun Grand-Cru-Lagen, darunter Chambertin und Chambertin-Clos de Bèze, mehr als in jedem anderen Dorf Burgunds. Im Ort kannst du Pinot Noir bei zahlreichen Weingütern probieren und eine Burg der Abtei Cluny ansehen.
    4 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Geschichte und Kulturerbe Gevrey-Chambertins

    Gevrey-Chambertin ist eng mit dem Weinbau verbunden. Schon im 7. Jahrhundert erhielt die Abtei Bèze Land, auf dem der heutige Clos de Bèze liegt; später besaß die Abtei Cluny hier Grund und eine Burg. Kirchliche Orden und später die Herzöge von Burgund prägten die Entwicklung des Ortes.Die Mönche trugen dazu bei, die einzelnen Lagen, die heutigen Climats, abzugrenzen; seit 2015 gehören die Climats Burgunds zum UNESCO-Welterbe. Architektonisch prägt das Château de Gevrey-Chambertin den Ort, eine Burg, der die Äbte von Cluny zwischen 1257 und 1275 ihre heutige Form gaben. Die Kirche Saint-Aignan stammt im Wesentlichen aus dem späten 13. Jahrhundert und wurde im 14. und 15. Jahrhundert ergänzt.Die lokalen Traditionen folgen dem Jahreslauf des Weinbaus, vom Rebschnitt bis zur Lese. Das Wissen um die einzelnen Lagen wird in den Familienbetrieben von Generation zu Generation weitergegeben.
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    Beaune
    Stopp 3 • 2 Übernachtungen

    Beaune

    Stadt

    Kulinarische Highlights und regionale Spezialitäten. Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten und Perfekt für einen spannenden Städtetrip.

    Beaune ist das historische Zentrum des burgundischen Weinhandels und hat eine gut erhaltene Altstadt innerhalb der Wallanlagen. Wahrzeichen ist das Hôtel-Dieu der Hospices de Beaune, ein 1443 gegründetes Hospital mit buntem, glasiertem Ziegeldach. In den Gassen findest du zahlreiche Weinkeller, Weinhäuser und Läden. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für die Weinberge der Côte d'Or und für Verkostungen. Im Frühjahr und Herbst ist es ruhiger als im Sommer; am dritten Novemberwochenende findet die bekannte Weinversteigerung der Hospices statt.
    4 Sehenswürdigkeiten
    5 Restaurants

    Beaunes Kulturelles Erbe: Geschichte, Kunst und Architektur

    Beaune gilt als Hauptstadt der Burgunderweine. Enge Gassen und historische Bauten zeugen von einer Vergangenheit, die vom Mittelalter bis in die Renaissance reicht.Die Siedlung geht auf gallo-römische Zeit zurück. Im Mittelalter war Beaune zeitweise Residenz der Herzöge von Burgund und entwickelte sich zum Zentrum des burgundischen Weinhandels. 1443 gründete der herzogliche Kanzler Nicolas Rolin mit seiner Frau Guigone de Salins das Hôtel-Dieu (Hospices de Beaune) als Hospital für Arme. Der Bau im Stil der flamboyanten Gotik mit seinen glasierten Ziegeldächern ist ein herausragendes Beispiel mittelalterlicher Architektur; im Inneren hängt der Weltgerichtsaltar von Rogier van der Weyden.Die Kollegiatskirche Notre-Dame, im 12. Jahrhundert begonnen, ist vor allem romanisch und besitzt kostbare Wandteppiche aus dem 15. Jahrhundert. Die Wallanlagen mit ihren Bastionen umschließen bis heute die Altstadt. Der Weinbau prägt das Leben der Stadt, sichtbar etwa bei der jährlichen Weinversteigerung der Hospices im November.
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    Pommard
    Stopp 4 • 1 Übernachtung

    Pommard

    Dorf
    Pommard ist ein Weindorf an der Côte de Beaune, wenige Kilometer südlich von Beaune. Bekannt ist es für kräftige Rotweine aus Pinot Noir. Zwischen Steinhäusern, Weingütern und Weinbergen kannst du verkosten und spazieren gehen.
    3 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Pommard: Geschichte und Kulturelles Erbe

    Pommard liegt an der Côte de Beaune und ist seit Jahrhunderten vom Weinbau geprägt.Die Ursprünge des Ortes reichen bis in gallo-römische Zeit zurück. Im Mittelalter prägten die Herzöge von Burgund und Klöster den Weinbau, der Pommard bis heute für seine Rotweine bekannt macht. Die einzelnen Lagen, die Climats, gehören als Teil der burgundischen Weinlandschaft seit 2015 zum UNESCO-Welterbe.Im Dorf stehen Winzerhäuser und Weingüter, oft mit Höfen hinter Steinmauern und weitläufigen Kellern. Das Château de Pommard entstand ab 1726, sein Weinberg wird von einer rund zwei Kilometer langen Mauer umschlossen. Die Kirche Saint-Pierre wurde 1754 bis 1757 anstelle eines baufälligen Vorgängerbaus aus dem 14. Jahrhundert errichtet; ihr Glockenturm stammt aus dem Jahr 1778. Die lokalen Traditionen folgen dem Jahreslauf des Weins.
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    Meursault
    Stopp 5 • 1 Übernachtung

    Meursault

    Dorf
    Meursault ist ein Weindorf an der Côte de Beaune, einige Kilometer südlich von Beaune. Bekannt ist es vor allem für seine Weißweine aus Chardonnay. Im Ort stehen Steinhäuser, Weingüter, die gotische Kirche Saint-Nicolas mit ihrem hohen Turm und das Rathaus mit buntem Ziegeldach.
    3 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Kulturerbe und Weintradition in Meursault

    Meursault ist seit dem Mittelalter vom Weinbau geprägt. Klöster wie die Zisterzienserabtei Cîteaux besaßen hier früh Weinberge und trugen zur Entwicklung des Anbaus bei. Viele Ländereien gehörten Adligen und Geistlichen, was den Wein früh zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor machte.Die Architektur spiegelt diese Vergangenheit. Das Château de Meursault ist heute ein Weingut mit weitläufigen historischen Kellern. Die gotische Kirche Saint-Nicolas aus dem 15. Jahrhundert mit ihrem markanten Turm und die traditionellen Winzerhäuser aus hellem Kalkstein mit burgundischen Dächern prägen das Ortsbild; viele besitzen alte Weinkeller.Das Dorfleben dreht sich um den Wein. Bekanntestes Fest ist die Paulée de Meursault, ein Winzerbankett am Montag nach der Weinversteigerung der Hospices de Beaune im November, bei dem die Gäste eigene Flaschen mitbringen. Sie bildet den Abschluss der „Trois Glorieuses“.
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    Chalon-sur-Saône
    Stopp 6 • 1 Übernachtung

    Chalon-sur-Saône

    Stadt

    Reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten. Ideal für Städtereisen und urbanes Erleben und Gut zu Fuß erkundbar.

    Chalon-sur-Saône liegt am Ufer der Saône im Süden Burgunds und hat eine Geschichte, die bis in gallo-römische Zeit zurückreicht. Die Stadt ist Geburtsort von Nicéphore Niépce, dem Erfinder der Fotografie, und hat eine Altstadt mit Fachwerkhäusern, einer Kathedrale und einem großen Wochenmarkt.
    3 Sehenswürdigkeiten
    3 Restaurants

    Kultur, Kunst & Geschichte in Chalon-sur-Saône

    Chalon-sur-Saône, das antike Cabillonum, hat Wurzeln in gallo-römischer Zeit. Die Lage an der Saône machte die Stadt über Jahrhunderte zu einem wichtigen Handelsplatz.Im Herzen der Altstadt steht die Cathédrale Saint-Vincent, die vom späten 11. bis ins 16. Jahrhundert in romanischen und gotischen Bauphasen entstand; ihre neugotische Westfassade mit zwei Türmen stammt aus dem 19. Jahrhundert. Rund um die Place Saint-Vincent stehen zahlreiche Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert.Ein besonderes Erbe ist die Verbindung zur Fotografie: Der in Chalon geborene Nicéphore Niépce fertigte in den 1820er Jahren auf seinem Landgut im nahen Saint-Loup-de-Varennes die älteste erhaltene Fotografie an. Das Musée Nicéphore Niépce zeigt eine umfangreiche Sammlung zur Geschichte der Fotografie. Lokale Traditionen sind eng mit dem Fluss und dem Weinbaugebiet der Côte Chalonnaise verbunden; bekannt ist auch das Straßentheaterfestival Chalon dans la Rue im Sommer.
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    6 Stopps

    Route Zusammenfassung

    Dauer9 Tage
    Stopps6 Orte
    TypKultur
    Beste ReisezeitApril–Oktober