Palm Springs ist eine Wüstenstadt im Süden Kaliforniens, gut 150 Kilometer Luftlinie östlich von Los Angeles am Fuß des Mount San Jacinto.
Palm Springs ist eine Wüstenstadt im Süden Kaliforniens, gut 150 Kilometer Luftlinie östlich von Los Angeles am Fuß des Mount San Jacinto. Du fährst hin für Mid-Century-Architektur, Palmenoasen in den Canyons der Agua Caliente und über 300 Sonnentage im Jahr.Seit den 1930er Jahren bauten sich Hollywoodstars hier Wochenendhäuser, und Architekten wie Albert Frey, E. Stewart Williams und Richard Neutra machten die Stadt zum Freilichtmuseum des Desert Modernism. Dazu kommen Pools, Cocktailbars mit Rat-Pack-Geschichte und eine Seilbahn, die dich in zehn Minuten von der Wüste in den Bergwald bringt.Die beste Reisezeit ist von Herbst bis Frühjahr, wenn sich die Einwohnerzahl durch Wintergäste etwa verdreifacht. Im Sommer wird es extrem heiß, dann sind frühe Morgenstunden und die Bergstation der Tramway die angenehmsten Ziele. Der Joshua Tree National Park liegt nordöstlich in Tagesausflugsentfernung.
Palm Springs hat rund 45.000 Einwohner und ist eine flache, weitläufige Stadt, deren Zentrum, The Village genannt, sich entlang des Palm Canyon Drive zieht. Hier liegen Restaurants, Bars, Läden und das Palm Springs Art Museum dicht beieinander, donnerstags abends findet die Straßenmesse VillageFest statt. Nördlich schließt sich der Uptown Design District mit Läden, Restaurants und Bars an. Östlich des Zentrums liegt die Movie Colony, wo sich ab den 1930er Jahren die Stars niederließen. Für die Canyons, die Tramway und die Architektur in den Wohnvierteln brauchst du ein Auto oder ein Fahrrad.
Sehenswürdigkeiten in Palm Springs
Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Sehenswürdigkeit
1Palm Springs Aerial Tramway
Die drehenden Gondeln fahren in rund zehn Minuten über vier Kilometer von der Talstation auf 806 Meter hinauf zur Bergstation auf 2.596 Metern. Oben im Mount San Jacinto State Park ist es bis zu 22 Grad kühler, und über 80 Kilometer Wanderwege beginnen direkt an der Station.
Die Canyons am Südrand der Stadt sind die Heimat der Agua Caliente Band of Cahuilla Indians und bergen eine der größten natürlichen Oasen mit Kalifornischen Washingtonpalmen. Leicht ist der Rundweg im Andreas Canyon, länger die Wanderung durch den Murray Canyon.
Der private Wüstengarten der Familie Moorten zeigt rund 3.000 Kakteen und andere Wüstenpflanzen, nach Herkunftsregionen geordnet. Im Gewächshaus Cactarium wachsen auch zwei Welwitschia aus Namibia.
Das 2023 eröffnete Museum im Zentrum steht an der Stelle der ursprünglichen heißen Quelle und erzählt die Geschichte der Cahuilla. Nebenan liegt das Spa at Séc-he mit Mineralwasser aus der Quelle.
Das Museum am Fuß der Berge zeigt seine Sammlung und wechselnde Ausstellungen; donnerstagabends ist der Eintritt frei. Sein Architecture and Design Center am Palm Canyon Drive widmet sich dem Desert Modernism.
Die ehemalige Tramway-Tankstelle von Albert Frey und Robson Chambers aus dem Jahr 1965 mit ihrem auskragenden, geschwungenen Dach ist ein Wahrzeichen des Desert Modernism. Seit 2003 bekommst du hier Karten und Infos zu Architekturtouren.
Die Küche von Palm Springs lebt von den Datteln des Coachella Valley, von Burgerständen und Brunchlokalen im Retrolook und von einer Barszene, die noch immer vom Glamour der 1950er und 1960er Jahre zehrt.
Date Shake
Milchshake mit zerkleinerten Datteln, der um 1930 im Coachella Valley erfunden wurde. Probier ihn in der Stadt oder fahr zu den Dattelgärten bei Indio.
Medjool-Datteln
Die weiche, karamellige Sorte kam 1927 als Ableger aus Marokko ins Tal. Fast 90 Prozent der in den USA angebauten Datteln stammen aus dem Coachella Valley.
Deglet Noor
Die festere, weniger süße Dattel aus Algerien wird hier seit 1903 angebaut und eignet sich gut zum Backen und als Snack für Wanderungen.
Tiki-Cocktails
Rumcocktails wie der Zombie gehören zur Stadtgeschichte: Am Palm Canyon Drive eröffnete 1953 ein Don the Beachcomber, heute mixt dort Bootlegger Tiki.
Cocktails im Rat-Pack-Stil
Martini und Klavierbar statt Craft-Beer: Klassische Drinks in historischen Hotelbars wie dem Melvyn's gehören zu einem Abend in Palm Springs dazu.
Geschichte und Kultur
Die heißen Quellen im heutigen Stadtzentrum nutzten die Cahuilla seit Tausenden von Jahren. Bis heute gehört über ein Zehntel des Stadtgebiets zur Reservation der Agua Caliente Band of Cahuilla Indians, die als Schachbrettmuster aus abwechselnden Quadratmeilen angelegt wurde, weil die übrigen Felder an die Southern Pacific Railroad gingen. Seit November 2023 erzählt das Agua Caliente Cultural Museum an der Stelle der ursprünglichen Quelle diese Geschichte.1938 wurde Palm Springs eigenständige Stadt. Hollywood entdeckte den Ort als Rückzugsort, Frank Sinatra ließ sich von E. Stewart Williams das Haus Twin Palms bauen und war Stammgast im Melvyn's. Die klare Architektur dieser Zeit, mit flachen Dächern, Glas und Stahl, prägt bis heute ganze Viertel und wird jedes Jahr im Februar bei der Modernism Week gefeiert.Palm Springs ist auch ein Zentrum der LGBTQ-Community: 2017 wählte die Stadt als erste in den USA einen vollständig aus LGBTQ-Mitgliedern bestehenden Stadtrat.
FlughafenDer Palm Springs International Airport (PSP) liegt nur rund drei Kilometer östlich des Zentrums. Das Terminal ist zum Teil unter freiem Himmel angelegt. Viele Verbindungen, etwa nach Kanada und in den Mittleren Westen, gibt es nur saisonal im Winter.Bahn und BusDer Amtrak-Bahnhof liegt weit außerhalb im Norden der Stadt und wird nur dreimal pro Woche vom Fernzug Sunset Limited bedient. Für die meisten Reisenden ist er keine praktische Option. Im Coachella Valley fahren die Busse von SunLine Transit.Auto und ParkenAus Los Angeles kommst du über die Interstate 10. In der Stadt ist ein Auto die bequemste Lösung, vor allem für Indian Canyons, Tramway und Ausflüge in den Joshua Tree National Park.Vor OrtThe Village und der Uptown Design District lassen sich gut zu Fuß erkunden. Für Architekturtouren durch die Wohnviertel eignet sich das Fahrrad. Nimm im Sommer immer Wasser mit und meide die Mittagshitze.