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    • In der Umgebung
    Tschenstochau (Częstochowa)
    Adam Chamczyk / Wikimedia Commons / CC BY 3.0

    Polen

    Tschenstochau (Częstochowa)

    Stadt

    Tschenstochau (Częstochowa) an der Warthe ist mit rund 206.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Woiwodschaft Schlesien.

    von Felix Gillen

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    5. Tschenstochau (Częstochowa)
    Tschenstochau (Częstochowa) an der Warthe ist mit rund 206.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Woiwodschaft Schlesien. Bekannt ist sie durch das Paulinerkloster Jasna Góra, das Herzog Władysław von Oppeln (Władysław Opolczyk) 1382 gründete und das mit dem Gnadenbild der Schwarzen Madonna jedes Jahr drei bis vier Millionen Pilger und Besucher anzieht. Die Stadt erhielt 1502 das Magdeburger Recht und 1846 Anschluss an die Warschau-Wiener Eisenbahn.Die rund 1,5 Kilometer lange und 44 Meter breite Allee der Heiligsten Jungfrau Maria (Aleja Najświętszej Maryi Panny) verbindet die Altstadt und die Innenstadt mit dem Klosterberg. Sie beginnt am Plac Daszyńskiego, führt über den Plac Biegańskiego und endet an den Parks unterhalb von Jasna Góra. An ihr liegen Bürgerhäuser aus der Zeit um 1900, die neugotische Kirche des Heiligsten Namens Mariens und das Pilgermuseum. Abseits des Klosters zeigt das Zündholzmuseum ein Stück Industriegeschichte der Stadt.

    Sehenswürdigkeiten in Tschenstochau (Częstochowa)

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Kloster Jasna Góra
    Museum

    1Kloster Jasna Góra

    Das Paulinerkloster auf dem Hellen Berg wurde 1382 gegründet und ab etwa 1620 zur Festung ausgebaut, die 1655 einer Belagerung durch rund 4.000 schwedische Soldaten standhielt. Die Basilika wurde nach einem Brand 1690 barock erneuert, ihr 106 Meter hoher Turm ist kilometerweit sichtbar. Auf dem Gelände zeigen die Schatzkammer, das in den 1680er-Jahren als Waffenlager gebaute Arsenal und das Museum des 600-jährigen Jubiläums Sammlungen zur Klostergeschichte. Das Gelände ist täglich von 5.30 bis 21.30 Uhr offen, die Wälle von 6 bis 18.30 Uhr.
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    Kapelle des Gnadenbilds (Schwarze Madonna)

    2Kapelle des Gnadenbilds (Schwarze Madonna)

    In der gotischen Kapelle nördlich der Basilika hängt die Ikone der Schwarzen Madonna, bis 1644 wurde die Kapelle um einen dreischiffigen Teil erweitert. Das Bild wird täglich um 6 Uhr enthüllt und mittags für die Zeit um das Angelus verhüllt, um 21 Uhr findet hier der Appell von Jasna Góra statt. Den ganzen Tag über werden in der Kapelle Messen gefeiert, um 8 Uhr auf Latein.
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    Aleja Najświętszej Maryi Panny

    3Aleja Najświętszej Maryi Panny

    Die rund 1,5 Kilometer lange und 44 Meter breite Allee wurde ab 1818 angelegt, 1823 pflanzte man vier Reihen Kastanien. Sie führt vom Plac Daszyńskiego über den Plac Biegańskiego bis zu den Parks unterhalb von Jasna Góra. Sehenswert sind die neugotische Kirche des Heiligsten Namens Mariens (1859–1861) und das Haus Nr. 47, in dem das Museum Częstochowskie seit 2007 das Pilgermuseum zeigt.
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    Zündholzmuseum (Muzeum Produkcji Zapałek)

    4Zündholzmuseum (Muzeum Produkcji Zapałek)

    Die Zündholzfabrik an der ul. Ogrodowa 68 wurde 1881 gegründet, produziert wurde hier bis 2010. Seit 2002 ist sie ein Museum: Eine erhaltene Produktionslinie mit Maschinen von Durlach aus den Jahren 1926 bis 1930 zeigt den Weg vom Holz bis zur gefüllten Schachtel.
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    Restaurants in Tschenstochau (Częstochowa)

    1

    Browar Czenstochovia

    Brauereigaststätte mit Hotel in der ul. Janusza Korczaka 14 im Zentrum, auf zwei Ebenen und mit eigenem Bier. Auf der Karte stehen regionale Gerichte wie Żurek mit Buttermilch und Jura-Klöße mit Ente, viele Gerichte greifen die jüdische Küchentradition auf, die in Tschenstochau einst verbreitet war. Täglich ab 12 Uhr geöffnet.
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    2

    Gospoda Złoty Garniec

    Gasthaus in der ul. Iglasta 8 mit traditioneller polnischer Küche nach altpolnischen Rezepten und mit regionalen Produkten, die Karte wechselt mit den Jahreszeiten. Das Lokal besteht seit 2013.
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    Essen und Trinken in Tschenstochau

    Żurek mit Buttermilch

    Saure Suppe, die in Tschenstochau als regionales Gericht mit Buttermilch zubereitet wird, etwa in der Brauereigaststätte Browar Czenstochovia.

    Jura-Klöße mit Ente

    Klöße nach Art des Krakau-Tschenstochauer Juras mit Ente, die als regionales Gericht etwa im Browar Czenstochovia auf der Karte steht.

    Kultur in Tschenstochau

    Jasna Góra und die Schwarze MadonnaDas Gnadenbild wurde der Klosterkirche 1384 übergeben. Der Legende nach malte es der Evangelist Lukas, tatsächlich entstand es im 14. Jahrhundert, wohl durch einen unbekannten italienischen Künstler. 1430 plünderten Raubritter das Kloster und beschädigten das Bild mit Säbelhieben, bei der Restaurierung in Krakau blieben die Schnitte sichtbar. 1655 hielt das Kloster einer Belagerung durch schwedische Truppen stand, ein Ereignis von großer religiöser und symbolischer Bedeutung für Polen. 1717 wurde das Bild feierlich gekrönt.Ein lebendiges HeiligtumJasna Góra ist kein Museum, sondern ein Wallfahrtsort mit Gottesdiensten vom frühen Morgen bis in den Abend. Täglich um 21 Uhr beten die Gläubigen in der Kapelle den Appell von Jasna Góra (Apel Jasnogórski), der auch im Internet übertragen wird. Seit 1994 ist das Kloster polnisches Geschichtsdenkmal, die Kirche trägt seit 1906 den Titel einer Basilica minor. Während der Messen gilt Ruhe in der Kapelle.

    Anreise und Besuch von Jasna Góra

    AnreiseTschenstochau liegt an der Bahnstrecke Warschau–Kattowitz, rund 220 Kilometer südlich von Warschau. Der nächste Flughafen mit internationalen Linienflügen ist Kattowitz-Pyrzowice. Vom Zentrum gehst du über die Aleja NMP zu Fuß zum Kloster.Öffnungszeiten auf Jasna GóraDas Klostergelände ist täglich von 5.30 bis 21.30 Uhr zugänglich, die Wälle von 6 bis 18.30 Uhr. Das Gnadenbild wird täglich um 6 Uhr enthüllt und über Mittag für einige Zeit verhüllt; die genauen Zeiten unterscheiden sich je nach Wochentag. Die Museen öffnen von März bis Oktober 9–17 Uhr, von November bis Februar 9–16 Uhr, der Turm von April bis November 8–16 Uhr. Führungen vermittelt das Informationszentrum Jasnogórskie Centrum Informacji. Das Heiligtum behält sich Änderungen vor, prüfe die Zeiten vorab auf jasnagora.pl.

    Unterkünfte in Tschenstochau (Częstochowa)

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    Campingplätze in Tschenstochau (Częstochowa)

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    1. 1
      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
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      12 Tage · 4 Stopps

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      Tschenstochau (Częstochowa)-Reise

      Live
      • 1Kloster Jasna Góra3 Tage
      • 2Kapelle des Gnadenbilds (Schwarze Madonna)4 Tage
      • 3Aleja Najświętszej Maryi Panny5 Tage
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    In der Umgebung

    Schlesien

    Schlesien

    Die Woiwodschaft Schlesien (województwo śląskie) im Süden Polens entstand 1999 aus den früheren Woiwodschaften Kattowitz, Tschenstochau und Bielitz-Biala (Bielsko-Biała). Sie umfasst den östlichen Teil Oberschlesiens, einen Teil des Teschener Schlesiens und Gebiete, die historisch zu Kleinpolen gehörten, darunter Tschenstochau (Częstochowa) und das Dąbrowa-Becken. Auf 12.334 Quadratkilometern leben rund 4,3 Millionen Menschen.Ihr Kern ist das Oberschlesische Industriegebiet um Kattowitz (Katowice), Gleiwitz (Gliwice) und Zabrze, das im 19. Jahrhundert mit dem Steinkohlebergbau wuchs. Stillgelegte Zechen sind heute Museen und Kulturorte. Im Norden zieht sich der Krakau-Tschenstochauer Jura mit Burgruinen auf Kalkfelsen durch die Region, im Süden steigen die Schlesischen Beskiden an.
    Kattowitz (Katowice)

    Kattowitz (Katowice)

    Kattowitz (Katowice) ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Schlesien und Mittelpunkt eines Ballungsraums mit mehreren Millionen Einwohnern. Das Dorf wuchs im 19. Jahrhundert mit Kohle und Erz zur Industriestadt und erhielt 1865 das Stadtrecht. Nach der Volksabstimmung und Teilung Oberschlesiens kam es an Polen und wurde 1922 Hauptstadt der Autonomen Woiwodschaft Schlesien, von 1953 bis 1956 hieß es Stalinogród. Heute leben hier rund 279.000 Menschen.Das Zentrum (Śródmieście) reicht vom Bahnhof bis zum Rynek, in der Nähe liegt die Fußgängerstraße ul. Mariacka mit der neugotischen Marienkirche aus dem 19. Jahrhundert, abends das Zentrum des Nachtlebens. Wenige Gehminuten nördlich stehen die Halle Spodek und die Kulturzone (Strefa Kultury) auf dem Gelände der früheren Zeche Katowice. Im Osten der Stadt sind die Bergarbeitersiedlungen Nikiszowiec und Giszowiec erhalten.Seit 2015 gehört Kattowitz als Musikstadt zum Netzwerk der UNESCO Creative Cities. Neben den Konzerten des NOSPR prägen das OFF Festival im August und das Festival Tauron Nowa Muzyka den Kalender, im Spodek finden die Finals der E-Sport-Turniere Intel Extreme Masters statt.
    Region Łódź

    Region Łódź

    Die Woiwodschaft Łódź (Łódzkie) liegt im Herzen Polens und hat rund 2,34 Millionen Einwohner. Sie entstand 1999 im Wesentlichen aus den früheren Woiwodschaften Łódź, Sieradz und Piotrków; Hauptstadt und größte Stadt ist Łódź. Der Norden gehört zum mittelpolnischen Tiefland, der hügeligere Süden gehört bereits zu den Polnischen Hochländern. Rund 70 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, mit etwa 22 Prozent Waldanteil ist sie die waldärmste Woiwodschaft des Landes.
    Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

    Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

    Die Gedenkstätte und das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau liegen am Rand der Stadt Oświęcim westlich von Krakau (Kraków). Die deutschen Besatzer errichteten das Lager 1940, ab Oktober 1941 entstand Auschwitz II-Birkenau. Nach Schätzungen der Gedenkstätte wurden in Auschwitz rund 1,1 Millionen Menschen ermordet, etwa 1 Million von ihnen Juden. Unter den Opfern waren außerdem rund 70.000 Polen, 21.000 Sinti und Roma, 15.000 sowjetische Kriegsgefangene und etwa 12.000 Häftlinge anderer Nationalitäten.Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen das Lager; seit 2005 ist dieser Tag der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Das polnische Parlament gründete das Museum am 2. Juli 1947, seit 1979 steht der Ort auf der UNESCO-Welterbeliste. Das Gelände umfasst rund 191 Hektar: das frühere Stammlager Auschwitz I und das weit größere Birkenau, rund drei Kilometer entfernt; ein kostenloser Pendelbus der Gedenkstätte verbindet beide Teile. Für einen Besuch solltest du mindestens einen halben Tag einplanen.
    Krakau (Kraków)

    Krakau (Kraków)

    Krakau (Kraków) liegt an der Weichsel im Süden Polens und ist mit rund 800.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Bis 1596 war sie Hauptstadt des Königreichs Polen, auf dem Wawelhügel wurden die Könige bis 1734 gekrönt und die meisten von ihnen beigesetzt. Seit 1978 steht das historische Zentrum auf der UNESCO-Welterbeliste: Altstadt, Wawel, Stradom und Kazimierz.Die Altstadt (Stare Miasto) legt sich um den Rynek Główny, dessen Grundriss auf das Jahr 1257 zurückgeht. Ein Grüngürtel, die Planty, liegt an der Stelle der früheren Stadtbefestigung; der historische Königsweg beginnt am Florianstor und führte die Krönungszüge hinauf zum Wawel. Südlich davon liegt Kazimierz, 1335 als eigene Stadt gegründet und über Jahrhunderte Zentrum jüdischen Lebens. Heute mischen sich dort Synagogen, Cafés und Bars.Jenseits der Weichsel folgt Podgórze, wo die deutschen Besatzer 1941 das Ghetto errichteten; im Teil Zabłocie steht die frühere Emaillefabrik Oskar Schindlers. Im Osten ist Nowa Huta eine Industriestadt der sozialistischen Ära, 1951 eingemeindet.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Google Maps. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
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