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    Sounion

    Griechenland

    Sounion

    StadtKultur

    Kap Sounion ist die Südspitze Attikas, und auf seiner Klippe steht der Tempel des Poseidon, erbaut zwischen 444 und 440 v. Chr. Von den ursprünglich 34 dorischen Säulen stehen noch 15, fast 60 Meter über dem Meer.

    von Felix Gillen

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    Kap Sounion ist die Südspitze Attikas, und auf seiner Klippe steht der Tempel des Poseidon, erbaut zwischen 444 und 440 v. Chr. Von den ursprünglich 34 dorischen Säulen stehen noch 15, fast 60 Meter über dem Meer. Für Seeleute, die nach Athen zurückkehrten, war der Tempel das erste Zeichen der Heimat.Die meisten Besucher kommen zum Sonnenuntergang, wenn die Sonne über dem Saronischen Golf hinter den Säulen versinkt. Wer es ruhiger mag, kommt am Vormittag und verbindet den Besuch mit der Badebucht unterhalb des Kaps oder der Fahrt über die Küstenstraße der Athener Riviera.

    Sehenswürdigkeiten in Sounion

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Aussichtspunkt gegenüber dem Tempel

    1Aussichtspunkt gegenüber dem Tempel

    Vom Parkplatz und dem Hang westlich der Ausgrabung siehst du den Tempel im Profil gegen das offene Meer, ohne Eintritt und ohne Menschenmenge im Bild. Zum Sonnenuntergang steht die Sonne hinter den Säulen, weshalb sich hier die Fotografen sammeln. Wer die Anlage selbst betreten will, braucht ein Ticket und sollte vor der letzten Einlasszeit da sein.
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    Poseidontempel von Sounion

    2Poseidontempel von Sounion

    Der dorische Tempel entstand zwischen 444 und 440 v. Chr. auf den Fundamenten eines Vorgängerbaus, den die Perser 480 v. Chr. zerstört hatten. Von den ursprünglich 34 Säulen aus Marmor stehen noch 15, fast 60 Meter über dem Meer auf der Klippe. Für heimkehrende Seeleute war der Tempel das erste Zeichen von Attika, für Athen ein Vorposten zur Überwachung der Seewege. In den Sockel einer Säule ist der Name Lord Byrons geritzt, ob er selbst dafür verantwortlich war, ist nicht belegt.
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    Athena-Heiligtum von Sounion

    3Athena-Heiligtum von Sounion

    Rund 300 Meter nordöstlich des Poseidontempels liegen auf einem niedrigen Hügel die Fundamente eines zweiten Heiligtums, geweiht der Athena Sounias. Der Tempel hatte einen ungewöhnlichen Grundriss mit Säulenhallen nur an der Süd- und Ostseite, was schon antike Autoren bemerkten. Von der Anlage ist wenig mehr als der Grundriss erhalten, Besucher kommen selten hierher.
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    Bucht und Strand von Sounion

    4Bucht und Strand von Sounion

    Direkt unterhalb des Tempels liegt eine geschützte Sandbucht mit flachem Einstieg, erreichbar über eine Stichstraße von der Küstenstraße. Von hier siehst du den Tempel von unten, was die Größenverhältnisse besser zeigt als der Blick aus der Anlage. Ein paar Tavernen und ein Strandbad teilen sich das Ufer, im Hochsommer am Wochenende gut besucht.
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    Antike Schiffshäuser am Kap

    5Antike Schiffshäuser am Kap

    Im Nordwesten der Festung, die Athen 413 v. Chr. auf dem Kap anlegte, liegen die Reste eines Schiffshauses für zwei Kriegsschiffe, die hier an Land gezogen wurden. Sounion war nicht nur Heiligtum, sondern auch Militärstützpunkt, der im Peloponnesischen Krieg die Getreidetransporte aus Euböa nach Athen sicherte. Die Mauerzüge sind niedrig, aber im Gelände gut nachvollziehbar.
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    Essen & Trinken

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    Yali Restaurant

    Fischrestaurant des Hotelresorts Grecotel Cape Sounio, wenige Kilometer nordwestlich des Kaps. Die Küche konzentriert sich auf Fisch und Meeresfrüchte, die Tische stehen am Wasser mit Blick über die Bucht. Das Restaurant steht auch Gästen offen, die nicht im Resort wohnen.
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    2

    Taverna Syrtaki

    Familiengeführte Taverne in Kato Sounio, wenige Autominuten vom Poseidontempel entfernt. Auf der Karte stehen Fisch nach Gewicht, gegrillter Oktopus, Mezedes und griechische Klassiker wie Moussaka. Gegessen wird auch auf der Terrasse.
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    3

    Naos Cafe - Restaurant

    Café und Restaurant direkt an der archäologischen Stätte, wenige Schritte unterhalb des Poseidontempels. Serviert werden Kaffee, Snacks und einfache griechische Gerichte, von der Terrasse blickst du über den Saronischen Golf. Praktisch für eine Pause vor oder nach dem Besuch des Tempels.
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    4

    Acrogiali

    Fischtaverne an der Bucht von Sounion unterhalb des Tempels, direkt an der Küstenstraße von Athen. Serviert werden Fisch vom Grill, Meeresfrüchte und Mezedes, von vielen Tischen siehst du den Tempel auf der Klippe.
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    5

    Ilias

    Fischtaverne an der Bucht von Sounion, nur wenige Meter neben dem Akrogiali. Im Mittelpunkt stehen Tagesfang vom Grill, gegrillter Oktopus und frittierte Kalamari, dazu klassische Vorspeisen. Die Terrasse liegt direkt über dem Strand.
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    Essen & Trinken

    Am Kap selbst gibt es wenig mehr als das Café an der Ausgrabung. Gegessen wird in den Buchten darunter und in den Orten entlang der Küstenstraße, wo Fisch die Karte bestimmt.

    Fisch in den Buchten

    In Legrena, Charakas und an der Bucht unterhalb des Tempels liegen Fischtavernen direkt am Wasser. Bestellt wird nach Tagesfang, frag vorher nach dem Kilopreis. Am Wochenende kommen Athener her, dann ist eine Reservierung sinnvoll.

    Weine der Mesogeia

    Das Weinbaugebiet beginnt wenige Kilometer nördlich. Die weiße Sorte Savatiano wird heute meist trocken und ohne Harz ausgebaut und steht auf den Karten der Lokale entlang der Küste.

    Mezedes zum Sonnenuntergang

    Die Lokale mit Blick auf den Tempel verlangen Aufschlag für die Aussicht. Wer nur einen Ouzo und ein paar kleine Teller nimmt, kommt günstiger weg als beim Abendessen mit Fisch.

    Lavrio und der Markt

    Die Hafenstadt zehn Kilometer nördlich hat den nächsten richtigen Wochenmarkt und eine Reihe Tavernen, die von Einheimischen und nicht von Tagesgästen leben.

    Geschichte und Kultur

    Heiligtum des PoseidonAuf dem Kap stand schon in archaischer Zeit ein Tempel für Poseidon, den die Perser 480 v. Chr. zerstörten. Der heutige dorische Bau entstand zwischen 444 und 440 v. Chr., zur Zeit des Perikles. Von seinen 34 Säulen aus Marmor stehen noch 15, zwei weitere stürzten erst 1825 ein. Einer Überlieferung nach stürzte sich hier König Aigeus ins Meer, als er das schwarze Segel seines Sohnes Theseus sah, und gab der Ägäis ihren Namen.Festung und SeewegWährend des Peloponnesischen Kriegs befestigten die Athener das Kap 413 v. Chr., um die Getreidetransporte aus Euböa zu schützen. In der Festung lag ein kleiner Flottenstützpunkt mit einem Schiffshaus für zwei Kriegsschiffe. Etwa 300 Meter nordöstlich des Poseidontempels liegt das Heiligtum der Athena Sounias, dessen Tempel Säulenhallen nur an der Süd- und Ostseite hatte.Reisende der NeuzeitFür die Reisenden des 19. Jahrhunderts gehörte Sounion zum festen Programm. In den Sockel einer Säule ist der Name Lord Byrons geritzt, ob er ihn selbst einkerbte, ist nicht belegt.

    Unterwegs vor Ort

    Mit dem BusBusse von KTEL Attikis fahren von Athen über die Küstenstraße mit Halt in Orten wie Varkiza, Lagonisi und Anavyssos nach Sounion. Die Abfahrtsorte im Zentrum und die Fahrpläne prüfst du am besten vorab beim Betreiber, vor allem für die Rückfahrt nach Sonnenuntergang.Mit dem AutoMit dem Mietwagen fährst du entweder die Küstenstraße entlang der Athener Riviera oder durch das Binnenland über die Mesogeia und Lavrio. Am Eingang der Ausgrabung gibt es einen Parkplatz, der zum Sonnenuntergang im Sommer schnell voll ist.Vor OrtDie Ausgrabung, der Aussichtspunkt am Hang und das Athena-Heiligtum liegen nah beieinander und sind zu Fuß erreichbar. Zur Bucht unterhalb des Kaps führt eine Stichstraße von der Küstenstraße.

    Unterkünfte in Sounion

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      Sonnenaufgang über Alpengipfeln und einem Wolkenmeer
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    In der Umgebung

    Plaka

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    Die Plaka ist die Altstadt von Athen an den Nord- und Osthängen der Akropolis. Enge Gassen, klassizistische Stadthäuser und kleine byzantinische Kirchen prägen das Viertel, das sich zwischen Syntagma und Monastiraki erstreckt. Die Adrianou-Straße teilt es in die obere Plaka direkt unter dem Burgfelsen und die untere Plaka.
    Kolonaki

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    Kolonaki ist ein gehobenes Wohn- und Geschäftsviertel an den Südhängen des Lykavittos. Rund um den Kolonaki-Platz liegen Boutiquen, Galerien, Cafés und Botschaften, entlang der Vasilissis-Sofias-Allee mehrere große Museen. Den Namen trägt das Viertel von einer kleinen Säule auf dem Platz.
    Monastiraki und Psyrri

    Monastiraki und Psyrri

    Monastiraki ist das Markt- und Flohmarktviertel der Athener Altstadt, benannt nach der kleinen Klosterkirche Pantanassa am gleichnamigen Platz. Nördlich schließt Psyrri an, ein früheres Handwerkerviertel, in dem heute Tavernen, Bars und Werkstätten dicht beieinanderliegen. Beide Viertel sind bis spät in die Nacht belebt.
    Athen

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    Athen ist eine Stadt, die ihre 3.400 Jahre nicht im Museum aufbewahrt, sondern im Alltag trägt: Unter der Akropolis liegen Viertel voller Tavernen, Plattenläden und Dachterrassenbars. Wer nur die Antike sucht, bleibt zwei Tage. Wer die Stadt kennenlernen will, braucht vier.
    Attika

    Attika

    Attika ist die Halbinsel rund um Athen und mit knapp vier Millionen Einwohnern die mit Abstand bevölkerungsreichste Region Griechenlands. Hier liegen die Akropolis und die großen Museen der Hauptstadt, aber auch Heiligtümer wie Eleusis, Brauron und Rhamnous, die nur wenige Besucher sehen.Wer ein paar Tage über Athen hinaus einplant, findet an der Küste Badebuchten und den Poseidontempel von Sounion, im Norden das Schlachtfeld von Marathon und mit dem Parnitha ein bewaldetes Bergland, das von der Stadt aus in weniger als einer Stunde erreichbar ist.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons, Unsplash, Pexels. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
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