Der Khao-Yai-Nationalpark war 1962 der erste Nationalpark Thailands und gehört als Teil des Waldkomplexes Dong Phayayen-Khao Yai zum UNESCO-Welterbe. Mit 2.168 Quadratkilometern ist er der drittgrößte des Landes und erstreckt sich über vier Provinzen: Bergland mit immergrünem Regenwald, Grasflächen und Bachläufen.Am bekanntesten sind die Wasserfälle Haew Suwat und Haew Narok, Letzterer ist derzeit gesperrt. Markierte Wanderwege beginnen am Besucherzentrum, für längere Routen durch den Wald brauchst du einen Führer.Der Hauptgrund für einen Besuch ist die Tierbeobachtung: wilde Elefanten, Weißhandgibbons, Makaken, Sambarhirsche und mehrere Nashornvogelarten. Am besten sind die Aussichtstürme an Salzlecken und Wiesen wie bei Nong Phak Chi, früh am Morgen und in der Dämmerung. Abends werden geführte Fahrten mit Scheinwerfer angeboten.Elefanten queren regelmäßig die Straßen: Abstand halten, im Fahrzeug bleiben, nicht hupen. Übernachten kannst du auf Campingplätzen und in Bungalows der Parkverwaltung. Die Zugänge liegen im Norden bei Pak Chong und im Süden bei Prachinburi.
Sehenswürdigkeiten
Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
1Khao Khiao Grassland
Offene Graslandflächen an den Hängen des Khao Khiao, die zwischen dem geschlossenen Bergwald liegen. Sie werden gepflegt, weil sie Weidefläche für Hirsche und Gaure sind, und sind deshalb eine der besten Stellen für Tierbeobachtung im Park. In der Dämmerung lohnt es sich, dort langsam zu fahren und anzuhalten. Fernglas mitbringen.
Felskante im Park mit Blick über den Wald in Richtung der Ebene von Prachinburi. Es gibt kein durchgehendes Geländer, halte Abstand zur Kante. Am Morgen liegt oft Nebel in den Tälern. Erreichbar nur mit eigenem Fahrzeug oder Tour.
Aussichtspunkt an der Parkstraße mit Blick über das Kronendach in Richtung der Bergketten. Kurzer Halt vom Fahrzeug aus, keine Wanderung nötig. Am späten Nachmittag steht die Sonne günstig; morgens hängt häufig Nebel über dem Wald.
Kleinerer Wasserfall im Parkgebiet, abseits der Hauptziele und entsprechend wenig besucht. Mehrere Stufen über Felsen mit Becken darunter, umgeben von dichtem Wald. Nach der Regenzeit führt er am meisten Wasser, in der Trockenzeit bleibt wenig. Der Zustieg ist feucht und rutschig, festes Schuhwerk nötig.
Der bekannteste Wasserfall des Parks, rund 20 Meter hoch, in ein Becken im Waldtal. Vom Parkplatz führen Treppen zur Aussichtsplattform oberhalb und weiter hinunter zum Fuß des Falls. Wassermenge und Zugang hängen von der Jahreszeit ab; nach starkem Regen wird der untere Bereich gesperrt. Baden ist nicht überall erlaubt, die Beschilderung vor Ort gilt.
Der höchste Wasserfall des Parks im Süden, drei Stufen über insgesamt rund 150 Meter. An der Oberkante stürzten mehrfach Elefanten ab, 2019 starben hier elf Tiere. Der Zugang ist derzeit bis auf Weiteres gesperrt, nachdem eine Holzbrücke nach Starkregen eingestürzt ist. Frag vor dem Besuch bei der Parkverwaltung nach.
Restaurant bei einer Unterkunftsanlage am Rand des Khao-Yai-Gebiets, mit thailändischer Karte und Sitzplätzen im Freien. Auch für Gäste von außerhalb offen. Praktisch, wenn du am Nordzugang unterwegs bist.
Kantine an der Station Khao Khiao im Park, betrieben als Sozialeinrichtung. Thailändische Grundkarte über die Theke, Sitzplätze unter Dach. Eine der wenigen Verpflegungsstellen innerhalb des Parkgebiets, tagsüber geöffnet.
Lokal an der Südseite des Parks bei Nang Rong in Nakhon Nayok, mit thailändischer Karte. Nützlich, wenn du über den Südzugang kommst oder zu den Wasserfällen am Fuß des Massivs fährst.
Kleines Speiselokal am Südrand des Parkgebiets mit thailändischer Alltagskarte. Einfache Ausstattung, Publikum aus der Umgebung, keine englische Karte.
Restaurant im Umland des Parks, das sich als Cowboy-Küche ausweist: Grillgerichte neben thailändischer Karte, rustikale Einrichtung. Der Western-Anklang ist in der Khao-Yai-Region ein verbreitetes Motiv, weil hier Rinderzucht betrieben wird.
Im Park gibt es Verpflegung nur an wenigen Stellen: am Besucherzentrum bei Kong Kaeo, an der Station Khao Khiao und bei den größeren Wasserfällen. Es sind einfache Kantinen mit thailändischer Grundkarte, die tagsüber arbeiten und abends schließen. Alles andere liegt außerhalb: entlang der Thanarat-Straße zwischen Nordtor und Pak Chong reihen sich Cafés, Restaurants und Weingüter für das Wochenendpublikum.
Kantinen im Park
Am Besucherzentrum und an der Station Khao Khiao gibt es Ausgaben mit gebratenem Reis, Nudelsuppen, Pfannengerichten und Getränken. Einzige verlässliche Verpflegung innerhalb des Parks; öffnen morgens und schließen am späten Nachmittag.
Proviant für den Tag
Zwischen den Zielen im Park findest du nichts. Nimm Wasser und Essen mit, verpackt so, dass Makaken nichts riechen und nichts sehen — an den Parkplätzen öffnen sie Taschen und Autofenster, wenn sie eine Chance sehen. Müll nimmst du wieder mit hinaus.
Restaurants an der Thanarat-Straße
Auf der Zufahrt vom Nordtor nach Pak Chong liegen Lokale mit thailändischer und westlicher Karte, dazu Grillrestaurants und Cafés mit Aussicht. Am Wochenende voll, an Wochentagen halb leer.
Weingüter der Region
In den Hügeln vor dem Nordtor liegen Weinbaubetriebe mit eigenen Restaurants, die zu den bekanntesten des Landes gehören. Führungen und Verkostungen werden angeboten; wer selbst fährt, sollte das einplanen.
Milchprodukte aus Pak Chong
Die Milchbetriebe der Region verkaufen Frischmilch, Joghurt und Milcheis — an den Ständen entlang der Zufahrt und in der Stadt. Praktische Erfrischung nach einem heißen Tag im Park.
Vor Ort unterwegs
Der Park liegt zwischen etwa 400 und 1.350 Metern Höhe. Von einem Eingang zum anderen sind es über 50 Kilometer Bergstraße.Zugänge: Der Nordeingang liegt bei Pak Chong an der Thanarat Road, der Südeingang bei Prachinburi. Die Straße zwischen den Toren führt am Besucherzentrum vorbei.Öffnungszeiten und Eintritt: Tore täglich 6 bis 18 Uhr, 400 Baht für Erwachsene, 200 Baht für Kinder.Kein öffentlicher Verkehr: Songthaews aus Pak Chong enden am Nordtor. Ohne eigenes Fahrzeug brauchst du eine gebuchte Tour.Fahrzeug: Die Straßen sind asphaltiert, aber steil und kurvig. Fahr langsam, besonders in der Dämmerung, und rechne mit Makaken auf der Fahrbahn.Wanderwege: Mehrere Routen beginnen am Besucherzentrum. Für längere Wege brauchst du einen Führer, anmelden kannst du dich am Besucherzentrum.Elefanten: Wenn du einem Tier begegnest, Motor laufen lassen, Abstand halten, langsam zurückfahren, nicht aussteigen und nicht füttern.Ausrüstung: Regenjacke, lange Hose und Wanderschuhe. In der Regenzeit gibt es viele Blutegel, hohe Socken helfen.Aktuelle Hinweise zu Sicherheit und Gesundheit findest du beim Auswärtigen Amt.
Unterkünfte in Khao Yai Nationalpark
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