Das Zentrale Tiefland ist die Ebene des Chao Phraya zwischen Nakhon Sawan und dem Golf von Thailand. Auf diesem fruchtbaren Schwemmland entstanden nacheinander die Machtzentren des Landes: Dvaravati-Städte wie Nakhon Pathom, dann Ayutthaya und schließlich Bangkok.Zu den Zielen gehören der Geschichtspark Ayutthaya, der Sommerpalast Bang Pa-In, die Khmer-Bauten und der Narai-Palast in Lopburi sowie Phra Pathom Chedi in Nakhon Pathom. Die meisten Orte sind von Bangkok aus in ein bis drei Stunden erreichbar.
Die Ebene des Chao Phraya ist das Kernland des thailändischen Staates und von Bangkok aus gut erschlossen. Viele Ziele lassen sich als Tagesausflug mit Zug oder Bus besuchen. Schwerpunkte sind Geschichte (Ayutthaya, Lopburi, Nakhon Pathom), Kanallandschaften und Bootsmärkte sowie der Reisanbau, der die Landschaft zwischen den Städten prägt.
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Geschichtspark Ayutthaya
Der Geschichtspark Ayutthaya bewahrt die Reste der Hauptstadt des Königreichs Siam, die 1350 gegründet und 1767 im Krieg mit Burma zerstört wurde.
Lopburi gehört zu den alten Städten Thailands und ist bekannt für seine Makaken. Im Zentrum stehen Bauten aus mehreren Epochen dicht beieinander: Khmer-Heiligtümer, Tempel der Ayutthaya-Zeit und Reste eines Palastes aus dem 17.
Nakhon Pathom westlich von Bangkok war in der Dvaravati-Zeit die größte Siedlung dieser Kultur. Historisch ist der Ort deshalb bedeutender, als sein heutiges Bild als Provinzstadt vermuten lässt.
Sehenswürdigkeiten in Zentrales Tiefland (Chao Phraya Ebene)
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Geschichtspark Ayutthaya
Die Ruinen der Hauptstadt des Reiches Ayutthaya liegen auf einer von drei Flüssen umschlossenen Insel und gehören zum UNESCO-Welterbe. Zu den Hauptpunkten zählen Wat Mahathat mit dem in Baumwurzeln eingewachsenen Buddhakopf, die drei Chedi von Wat Phra Si Sanphet und Wat Chaiwatthanaram am Flussufer. Mit dem Fahrrad lässt sich das Gelände an einem Tag abfahren.
Königliche Sommerresidenz südlich von Ayutthaya. König Prasat Thong legte die erste Anlage 1632 an, die meisten heutigen Gebäude ließ König Chulalongkorn zwischen 1872 und 1889 errichten. Zwischen Gärten und Teichen stehen ein Pavillon mitten im Wasser, ein chinesischer Thronsaal und ein bunter Aussichtsturm. Für Palastanlagen gilt in Thailand in der Regel eine Kleiderordnung.
Die Chedi in Nakhon Pathom ist mit rund 120 Metern die höchste Thailands. König Mongkut fand den alten Bau 1831 als Mönch in Ruinen und ließ ihn nach seiner Thronbesteigung im srilankischen Stil überbauen, fertig wurde die Anlage 1870. Im Kern steckt ein Monument der Dvaravati-Zeit, als Nakhon Pathom die größte Siedlung dieser Kultur war. Von Bangkok etwa eine Stunde entfernt.
Khmer-Bau aus dem 13. Jahrhundert mit drei verbundenen Türmen, mitten in der Altstadt von Lopburi und direkt an der Bahnlinie. In der Umgebung liegen der Palast von König Narai aus dem 17. Jahrhundert und Reste europäischer Handelsstationen. Die Ruinen sind von einer Makakenpopulation bewohnt, die Wertsachen zuverlässig aufgreift.
Das größte Süßwassersumpf- und Seengebiet Zentralthailands, rund 224 Quadratkilometer groß, liegt östlich von Nakhon Sawan nahe dem Zusammenfluss von Ping und Nan. Das Feuchtgebiet ist ein wichtiger Lebensraum für Wasservögel, Bootstouren starten am Ufer.
Die zentralthailändische Küche ist das, was international meist als thailändisches Essen gilt: ausbalanciert zwischen süß, salzig, sauer und scharf, mit Kokosmilch in den Currys, Reis als Grundlage und viel frischem Gemüse. Der Zugriff auf Fluss und Meer, die Obstgärten der Ebene und die chinesische Handelsgeschichte haben eine besonders breite Auswahl entstehen lassen. Gegessen wird an Garküchen, auf Märkten und in Reisrestaurants, in denen Du auf fertige Gerichte zeigst.
Süßwasserfisch und Flussgarnelen
Der Chao Phraya und seine Kanäle liefern Fisch und große Flussgarnelen. In Ayutthaya gibt es Restaurants, die sich auf gegrillte Flussgarnelen spezialisiert haben.
Bootsnudeln
Kuay Teow Ruea, die dunkle, kräftige Nudelsuppe, die früher von Booten verkauft wurde. Die Schüsseln sind klein, man bestellt mehrere.
Roti Sai Mai aus Ayutthaya
Feine Zuckerfäden, die in ein weiches Fladenbrot gewickelt werden, ein typisches Mitbringsel aus Ayutthaya.
Chinesische Einflüsse
Gerichte wie Khao Man Gai, Reis mit gedämpftem Huhn, und Kuay Chap sind in den Marktstraßen der Provinzstädte verbreitet.
Obst und Palmzucker
In den Obstgärten an den Kanälen wachsen Pomelo und andere Früchte, im Süden der Ebene wird Palmzucker hergestellt.
Kultur und Geschichte
Die Ebene des Chao Phraya ist das Kernland des thailändischen Staates. Bei Nakhon Sawan fließen Ping und Nan zusammen, von dort führt der Fluss rund 370 Kilometer bis zum Golf. Auf diesem Schwemmland entstanden nacheinander die Machtzentren: Dvaravati-Städte wie Nakhon Pathom, dann Ayutthaya, vom 14. bis ins 18. Jahrhundert Hauptstadt und Handelsplatz zwischen Asien und Europa, und nach dessen Zerstörung 1767 schließlich Bangkok.Dieses Erbe ist auf engem Raum ablesbar. In Ayutthaya stehen Ruinen von Palast und Klöstern zwischen den Wohnvierteln, in Lopburi überlagern sich Khmer-Prangs und der Palast König Narais aus dem 17. Jahrhundert, in Nakhon Pathom geht Phra Pathom Chedi auf eine der wichtigsten Stätten der Dvaravati-Zeit zurück.Wasser bestimmt den Alltag. Lange waren Khlongs die Hauptverkehrswege, in Nonthaburi, Pathum Thani und Samut Songkhram wird bis heute an Kanälen gelebt. Die Region ist anfällig für Überschwemmungen, wie zuletzt großflächig 2011.Reisanbau prägt die Landschaft zwischen den Städten.Vielfalt gehört zur Geschichte der Ebene: chinesische Kaufmannsfamilien, portugiesische und persische Händler in Ayutthaya, Mon-Dörfer und muslimische Gemeinden am Fluss. Tempel, Moscheen und chinesische Schreine stehen oft in derselben Straße.
Vor Ort unterwegs
Die Ebene ist mit Bangkok als Knoten für Bahn, Bus und Flug gut erschlossen. Von der Hauptstadt liegen die meisten Ziele im Radius von einer bis drei Stunden. Ayutthaya erreichst du mit dem Zug in etwa 50 bis 90 Minuten, Lopburi und Nakhon Pathom liegen ebenfalls an regulären Bahnstrecken.Die Nordbahn von Bangkok folgt dem Flusstal über Ayutthaya, Lopburi und Nakhon Sawan weiter nach Phitsanulok und Chiang Mai. Nach Westen führt die Strecke über Nakhon Pathom. Busse und Minivans fahren dichter getaktet, hängen aber stärker vom Verkehr ab.In den Orten kommst du mit Songthaew, Tuk-Tuk oder Motorradtaxi weiter. In Ayutthaya ist das Fahrrad praktisch, weil der Geschichtspark auf einer Flussinsel liegt.Auf dem Wasser: In Bangkok und Nonthaburi verkehren Boote auf dem Chao Phraya, dazu Longtailboote in den Khlongs. Der Markt in Damnoen Saduak ist am Morgen am lebhaftesten, der Markt in Amphawa findet von Freitag bis Sonntag ab dem Nachmittag statt.Mit dem Auto ist die Ebene bequem zu befahren. Rechne in und um Bangkok mit langen Staus, besonders am Freitagabend und vor Feiertagen.Von November bis Februar ist es trocken und angenehmer, das ist die beste Zeit für die schattenlosen Ruinenfelder. Von März bis Mai wird es sehr heiß. In der Regenzeit gibt es kurze, kräftige Schauer, in tiefliegenden Bereichen kann Wasser stehen.