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    Tennessee
    Rhododendrites / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

    USA

    Tennessee

    Region

    Tennessee ist der lang gestreckte Bundesstaat zwischen den Appalachen und dem Mississippi, rund 440 Meilen (etwa 700 km) von Ost nach West.

    von Felix Gillen

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    Tennessee ist der lang gestreckte Bundesstaat zwischen den Appalachen und dem Mississippi, rund 440 Meilen (etwa 700 km) von Ost nach West. Du fährst hin wegen der Musik, von Country in Nashville bis Blues und Soul in Memphis, und wegen der Great Smoky Mountains, des meistbesuchten Nationalparks der USA.Der Staat teilt sich in drei „Grand Divisions“, für die auch die drei Sterne auf der Flagge stehen: East Tennessee mit Knoxville, Chattanooga und den Smokies, Middle Tennessee mit der Hauptstadt Nashville und sanften Hügeln voller Whiskey-Brennereien, und das flache West Tennessee mit Memphis am Mississippi. Die Interstate 40 verbindet alle drei.
    Die meisten Reisen durch Tennessee folgen der Interstate 40, die auf rund 455 Meilen von Memphis über Nashville nach Knoxville und weiter Richtung North Carolina führt. Das Stück zwischen Memphis und Nashville heißt offiziell „Music Highway“. Für einen ersten Besuch reichen zehn Tage gut für die drei Schwerpunkte:Nashville (2 bis 3 Tage): Honky Tonks am Lower Broadway, Ryman Auditorium, Grand Ole Opry, Country Music Hall of Fame.Great Smoky Mountains (2 bis 3 Tage): Cades Cove, Newfound Gap, Kuwohi. Basis ist meist Gatlinburg oder Townsend.Memphis (2 Tage): Graceland, National Civil Rights Museum im ehemaligen Lorraine Motel, Blues auf der Beale Street, Barbecue.Auf dem Weg von Nashville in die Smokies liegen Chattanooga und Knoxville. Südöstlich von Nashville findest du die Whiskey-Gegend um Lynchburg mit der Jack-Daniel's-Brennerei. Angenehm zum Reisen sind Frühling (April, Mai) und Herbst (Oktober), wenn es mild ist und in den Bergen das Laub färbt. Im Oktober sind die Smokies allerdings am vollsten.Mit dem WohnmobilGreat Smoky Mountains: Cades Cove und Elkmont: Die beiden großen NPS-Plätze auf der Tennessee-Seite des Nationalparks. Cades Cove ist ganzjährig geöffnet und hat eine Dump Station, Elkmont ist saisonal und hat keine. Beide ohne Strom, Wasser und Abwasser am Platz und ohne Duschen; Reservierung über Recreation.gov ist Pflicht. Für jedes Fahrzeug, das länger als 15 Minuten parkt, brauchst du außerdem ein Parking Tag.Nashville KOA Resort: 2626 Music Valley Drive nahe Opryland, rund 20 Autominuten von Downtown. Viele Stellplätze mit Full Hookups und ein kostenpflichtiger Shuttle nach Downtown, so lässt du das Wohnmobil auf dem Platz.
    Great-Smoky-Mountains-Nationalpark
    xiquinhosilva / Wikimedia Commons / CC BY 4.0

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    Great-Smoky-Mountains-Nationalpark

    Der Great-Smoky-Mountains-Nationalpark liegt in den Appalachen an der Grenze von Tennessee und North Carolina, je etwa zur Hälfte in beiden Staaten, rund eine Autostunde südöstlich von Knoxville.

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    Nashville
    Jschnake / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

    Ort 2 von 2

    Nashville

    Nashville ist die Hauptstadt von Tennessee und das Zentrum der Countrymusik, rund drei Autostunden östlich von Memphis.

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    Essen und Trinken

    Tennessees Küche ist deftig und südstaatlich. In Nashville stehen die Leute für scharfes Hühnchen an, in Memphis für Ribs.
    Nashville Hot Chicken

    Nashville Hot Chicken

    Frittiertes Hühnchen, das nach dem Ausbacken mit einer Paste aus Cayennepfeffer und Gewürzen bestrichen wird. Die Geschichte geht auf Thornton Prince in den 1930er-Jahren zurück, dessen Familie bis heute Prince's Hot Chicken betreibt. Bestell beim ersten Mal eine mittlere Schärfestufe, „Hot“ ist für die meisten schon grenzwertig.
    Memphis-Barbecue

    Memphis-Barbecue

    In Memphis dreht sich alles um Schwein, langsam im Pit gegart: Ribs gibt es „dry“ mit Gewürzrub und ohne Sauce oder „wet“ mit Sauce bestrichen, dazu Pulled Pork. Klassiker sind Rendezvous (seit 1948) und Central BBQ. Jeden Mai findet das Memphis in May World Championship Barbecue Cooking Contest statt.
    Tennessee Whiskey

    Tennessee Whiskey

    Seit 2013 schreibt ein Landesgesetz vor, dass Whiskey mit diesem Namen im Staat hergestellt und vor der Fassreifung durch Ahornholzkohle gefiltert wird (Lincoln County Process). Die bekanntesten Brennereien sind Jack Daniel's in Lynchburg und George Dickel bei Tullahoma, beide mit Führungen. Tickets für Jack Daniel's solltest du am Wochenende vorab online buchen.
    Meat and Three

    Meat and Three

    Das typische Mittagessen im Süden: ein Fleischgericht und drei Beilagen wie Mac and Cheese, Collard Greens oder Süßkartoffeln, dazu Cornbread und Sweet Tea. In Nashville steht Arnold's Country Kitchen für diese Tradition, vom Guide Michelin empfohlen und nur mittags geöffnet.

    Kultur und Geschichte

    Tennessee hat die amerikanische Popmusik geprägt wie kaum ein anderer Staat. In Nashville ging 1925 die Radiosendung auf Sendung, aus der die Grand Ole Opry wurde, laut Wikipedia die am längsten laufende Radiosendung der USA. In Memphis lebte Elvis Presley, seine Villa Graceland ist heute ein Museum, und die Beale Street gilt als eine der Wiegen des Blues.Die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung ist hier sehr präsent: Im Lorraine Motel in Memphis wurde 1968 Martin Luther King Jr. erschossen, heute steht dort das National Civil Rights Museum.Im Osten prägt die Appalachen-Kultur das Bild, mit Bluegrass, Handwerk und Blockhütten, wie du sie in Cades Cove siehst. Achte auf die Zeitzonen: Der größte Teil von East Tennessee liegt in der Eastern Time, Nashville und Memphis in der Central Time, eine Stunde früher.Alkohol: Viele Countys im ländlichen Tennessee schränken den Verkauf bis heute ein. Ausgerechnet Lynchburg, Sitz der Jack-Daniel's-Brennerei, ist seit der Prohibition „dry“.

    Unterwegs in Tennessee

    Für eine Rundreise durch Tennessee brauchst du ein Auto. Busse verbinden nur die großen Städte, und im Nationalpark gibt es keinen öffentlichen Nahverkehr.Anreise: Größter Flughafen ist Nashville (BNA). Memphis und Knoxville haben kleinere Flughäfen, Knoxville liegt rund 40 Meilen von Gatlinburg und den Smokies entfernt.Fahrzeiten: Memphis–Nashville sind auf der I-40 rund 3 Stunden, Nashville–Knoxville gut 2,5 bis 3 Stunden, Knoxville–Gatlinburg etwa eine Stunde. Rund um Nashville und Knoxville staut es sich werktags im Berufsverkehr.Zeitzone: Auf der Fahrt von Nashville nach Osten springst du auf dem Cumberland Plateau eine Stunde vor.Nationalpark: In den Great Smoky Mountains brauchst du für jedes Auto, das länger als 15 Minuten parkt, ein Parking Tag (5 US-Dollar pro Tag, 15 pro Woche, 40 pro Jahr).

    In der Umgebung

    Nashville

    Nashville

    Nashville ist die Hauptstadt von Tennessee und das Zentrum der Countrymusik, rund drei Autostunden östlich von Memphis. Du fährst hin, um an einem Abend Livemusik in einem Dutzend Bars ohne Eintritt zu hören und am nächsten in der Grand Ole Opry oder im Ryman Auditorium zu sitzen, wo die Geschichte des Genres geschrieben wurde.Die ViertelLower Broadway (Downtown): Zwischen 1st und 5th Avenue reihen sich die Honky Tonks, Musik läuft ab etwa 10 Uhr morgens bis 3 Uhr nachts, Eintritt verlangen die Bars nicht. Hier liegen auch Ryman Auditorium und Country Music Hall of Fame. Freitag- und Samstagabend ist es am vollsten.The Gulch: Am südwestlichen Rand von Downtown, vor zwanzig Jahren noch vor allem Parkplätze, heute Apartmenthäuser, Restaurants und Boutiquen. Für Bluegrass gehst du ins Station Inn.East Nashville: Jenseits des Cumberland River, keine Meile von Downtown und zu Fuß über die Fußgängerbrücke erreichbar. Rund um Five Points findest du kleine Restaurants, Plattenläden und Bars mit Americana und Indie statt Honky Tonk.Germantown und Music Row: Germantown nördlich von Downtown hat mit Rolf and Daughters und City House einige der bekanntesten Restaurants der Stadt. Auf der Music Row sitzen Labels und das historische RCA Studio B.
    Great-Smoky-Mountains-Nationalpark

    Great-Smoky-Mountains-Nationalpark

    Der Great-Smoky-Mountains-Nationalpark liegt in den Appalachen an der Grenze von Tennessee und North Carolina, je etwa zur Hälfte in beiden Staaten, rund eine Autostunde südöstlich von Knoxville. Du fährst hin für bewaldete Bergrücken bis über 6.600 Fuß (gut 2.000 m), Schwarzbären und Blockhütten der früheren Siedler in Cades Cove, und das ohne Eintritt.Mit gut 12 Millionen Besuchern (2024) ist er laut Wikipedia der meistbesuchte Nationalpark der USA, seit 1983 UNESCO-Welterbe. Rund 1.900 Schwarzbären leben hier.Was du wissen musstKein Eintritt, aber Parking Tag: Seit 2023 brauchst du für jedes Auto, das länger als 15 Minuten parkt, ein Parking Tag: 5 US-Dollar pro Tag, 15 pro Woche, 40 pro Jahr (Stand Oktober 2026). Das Tag muss ausgedruckt sichtbar hinter der Scheibe liegen, digitale Versionen gelten nicht. Tages- und Wochentags gibt es online bei recreation.gov zum Selbstausdrucken oder an Automaten und in den Visitor Centers, an den meisten Trailheads stehen keine Automaten. Der America the Beautiful Pass gilt hier nicht.Basis: Auf der Tennessee-Seite übernachten die meisten in Gatlinburg, rund 2 Meilen vom Sugarlands Visitor Center am Parkeingang, oder im ruhigeren Townsend nahe Cades Cove. Auf der Seite von North Carolina ist Cherokee der Eingang.Hurrikan Helene (September 2024): Am stärksten getroffen wurde der Osten des Parks in North Carolina, vor allem Cataloochee und Big Creek. Laut NPS (Stand 23. Oktober 2026) sind dort einzelne Wege weiter gesperrt, darunter Caldwell Fork, Gunter Fork und Swallow Fork, der Big Creek Trail ist nur auf den ersten zwei Meilen offen. Die Hauptziele auf der Tennessee-Seite sind nicht betroffen. Prüf vor Wanderungen die NPS-Seite „Current Road, Facility, Trail Closures“.Weitere Sperrung: Der beliebte Laurel Falls Trail bei Gatlinburg ist wegen Sanierung voraussichtlich bis 2027 geschlossen.
    Georgia

    Georgia

    Georgia im Südosten der USA reicht von den Ausläufern der Appalachen bis an eine stille Atlantikküste mit Marschland und Barriereinseln. Du reist hierher für Savannah, für die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung in Atlanta und für Natur wie den Okefenokee-Sumpf und das unbebaute Cumberland Island.In Atlanta erinnert der Martin Luther King Jr. National Historical Park an den Bürgerrechtler, der hier geboren wurde und predigte. An der Küste liegen die Golden Isles: Jekyll Island war von 1888 bis 1942 Winterquartier eines exklusiven Clubs reicher Industrieller und gehört seit 1947 dem Staat, auf Cumberland Island leben rund 100 bis 200 verwilderte Pferde. Im Südosten liegt der Okefenokee, ein riesiges Feuchtgebiet und Quellgebiet von Suwannee und St. Marys River.Georgia war eine der 13 Gründerkolonien und später Teil der Konföderation. Sklaverei, Bürgerkrieg und Bürgerrechtsbewegung haben an vielen Orten, die du besuchst, sichtbare Spuren hinterlassen.
    Illinois

    Illinois

    Illinois reicht vom Michigansee im Nordosten bis an Ohio und Mississippi im Süden und Westen. Abseits von Chicago führt dich die Reise zu den Stätten Abraham Lincolns in Springfield, zu den Erdhügeln der Mississippi-Kultur bei St. Louis und zu den Sandsteinschluchten am Illinois River.Springfield, die Hauptstadt, ist das Ziel für Lincoln-Interessierte: Wohnhaus, Grab und das Presidential Museum liegen nah beieinander, ein voller Tag reicht für das Wichtigste. Die Stadt liegt an der alten Route 66, rund 3,5 Autostunden von Chicago.Cahokia Mounds bei Collinsville, 15 Minuten von der Innenstadt von St. Louis, war um 1100 die größte Siedlung nördlich von Mexiko. Der rund 30 m hohe Monks Mound lässt sich über eine Treppe besteigen. Gelände und Parkplatz sind kostenlos und täglich von morgens bis zur Dämmerung offen.Im Starved Rock State Park, etwa 100 Meilen (160 km) südwestlich von Chicago, schneiden sich 18 Schluchten in den Sandstein, acht davon mit Wasserfällen, die vor allem von März bis Juni Wasser führen. Im Nordwesten lohnt das Bergbaustädtchen Galena mit dem Wohnhaus von Ulysses S. Grant, im hügeligen Süden der Shawnee National Forest.
    South Carolina

    South Carolina

    South Carolina liegt an der Atlantikküste zwischen North Carolina und Georgia. Für Reisende dreht sich vieles um das Lowcountry: flaches Marschland, Inseln mit Eichenalleen und Städte, in denen die Geschichte der Südstaaten an jeder Ecke sichtbar ist. Du kommst wegen Charleston, wegen der Strände und wegen eines der ungewöhnlichsten Nationalparks der USA.Bei der Hauptstadt Columbia im Landesinneren schützt der Congaree National Park den größten erhaltenen Rest an ursprünglichem Auwald in den USA. An der Küste liegen ganz unterschiedliche Ziele: im Norden der Grand Strand um Myrtle Beach mit Promenade und Hochhaushotels, im Süden Hilton Head Island mit Radwegen und Golfplätzen, dazwischen Beaufort, wo ein Nationalpark die Zeit der Reconstruction nach dem Bürgerkrieg erzählt.Die Geschichte des Staates ist eng mit Reisanbau und Sklaverei verbunden. Viele Plantagen und Museen gehen heute offen damit um. Wähle im Lowcountry Touren, die das Leben der versklavten Menschen in den Mittelpunkt stellen.

    Quellen & Methode

    • Fotos: Wikimedia Commons. Die Urheber stehen jeweils am Bild.
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