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    Philadelphia

    USA

    Philadelphia

    Stadt

    Philadelphia ist die größte Stadt Pennsylvanias, rund 150 km südwestlich von New York, und der Ort, an dem 1776 die Unabhängigkeitserklärung und 1787 die Verfassung der USA entstanden.

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    Philadelphia ist die größte Stadt Pennsylvanias, rund 150 km südwestlich von New York, und der Ort, an dem 1776 die Unabhängigkeitserklärung und 1787 die Verfassung der USA entstanden. Du fährst hin, weil Independence Hall und die Liberty Bell hier stehen, aber auch wegen Märkten, Wandbildern und einer der besten Sandwich-Kulturen des Landes.Die Altstadt rund um den Independence National Historical Park lässt sich an einem Tag zu Fuß erkunden. Danach lohnen das Kunstmuseum mit den Rocky-Stufen, das alte Gefängnis Eastern State Penitentiary und Viertel wie Society Hill oder Fishtown.Zwischen New York und Washington gelegen, bietet sich Philadelphia als Stopp auf jeder Ostküstenreise an.
    Philadelphia hat rund 1,6 Millionen Einwohner und ist damit die sechstgrößte Stadt der USA. Center City liegt im Schachbrettmuster, das William Penn 1682 anlegen ließ, zwischen den Flüssen Delaware und Schuylkill, sodass du dich leicht zurechtfindest. Die Altstadt und Center City erkundest du zu Fuß, für weitere Wege nimmst du U-Bahn, Bus oder Straßenbahn von SEPTA. Besonders ist, wie dicht hier Gründungsgeschichte und Alltag beieinanderliegen; die Stadt hat zudem mehr Wandbilder und Skulpturen im öffentlichen Raum als jede andere in den USA. Lohnend sind Old City und Society Hill mit ihren Backsteinhäusern, der Rittenhouse Square, das Italian Market in South Philly und das Kneipenviertel Fishtown.

    Sehenswürdigkeiten in Philadelphia

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Independence Hall
    Sehenswürdigkeit

    1Independence Hall

    Hier wurden 1776 die Unabhängigkeitserklärung und 1787 die Verfassung beschlossen, seit 1979 UNESCO-Welterbe. Führungen sind kostenlos, brauchen aber ein Zeitticket von Recreation.gov (1 Dollar Gebühr, bis 30 Tage im Voraus); morgens von 9 bis 10:30 Uhr ist das Gebäude ohne Ticket offen.
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    Liberty Bell
    Historische Stätte

    2Liberty Bell

    Die Glocke mit dem berühmten Riss trägt die Jahreszahl 1753 und das Bibelzitat „Proclaim Liberty Throughout All the Land“. Der Eintritt ins Liberty Bell Center ist frei, geöffnet täglich von 9 bis 17 Uhr.
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    Philadelphia Museum of Art
    Museum

    3Philadelphia Museum of Art

    Eines der großen Kunstmuseen der USA mit über 240.000 Objekten. Die Freitreppe kennt jeder als Rocky Steps, am Fuß der Treppe steht die Rocky-Statue.
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    Eastern State Penitentiary
    Museum

    4Eastern State Penitentiary

    Das 1829 eröffnete Gefängnis war das erste Penitentiary der USA und schloss 1971. Heute führt ein von Steve Buscemi gesprochener Audioguide durch verfallene Zellblöcke bis zur Zelle von Al Capone.
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    Elfreth's Alley
    Museum

    5Elfreth's Alley

    Die schmale Gasse in Old City geht auf 1703 zurück und zählt zu den ältesten durchgehend bewohnten Wohnstraßen der USA. Zwei Häuser sind als kleines Museum zugänglich.
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    Reading Terminal Market
    Markt

    6Reading Terminal Market

    Die Markthalle unter dem ehemaligen Bahnhof von 1893 ist der beste Ort für einen Snack: Sandwiches, Pennsylvania-Dutch-Stände und Bäckereien unter einem Dach. Täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
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    Restaurants in Philadelphia

    1

    Zahav

    Michael Solomonovs israelisches Restaurant in Society Hill ist das bekannteste der Stadt, berühmt für Hummus, Laffa-Brot und Lammschulter. Lange im Voraus reservieren.
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    2

    John's Roast Pork

    Der kleine Imbiss in South Philly ist für viele die Adresse für Roast Pork Sandwiches und Cheesesteaks. Öffnungszeiten vorher prüfen, oft nur mittags.
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    3

    Pat's King of Steaks

    Hier am Italian Market soll Pat Olivieri das Cheesesteak erfunden haben. Pat's ist bis heute in Betrieb, gleich gegenüber steht der Konkurrent Geno's.
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    Essen und Trinken

    Philadelphia ist eine Sandwich-Stadt. Dazu kommen die Stände im Reading Terminal Market und die italienischen Läden in South Philly.
    Philly Cheesesteak

    Philly Cheesesteak

    Dünn geschnittenes, auf der Platte gebratenes Rindfleisch in einem langen italienischen Brötchen, mit Zwiebeln und Provolone, American Cheese oder Cheez Whiz. Erfunden haben es in den frühen 1930er Jahren die Brüder Olivieri in South Philly.

    Roast Pork Sandwich

    Für viele Einheimische das bessere Sandwich: Schweinebraten mit Bratensaft, scharfem Provolone und Brokkoli rabe oder Spinat im Sesambrötchen.
    Soft Pretzel

    Soft Pretzel

    Die Philly-Brezel ist länglich und in Achterform gebacken. Man isst sie mit Senf, gern schon zum Frühstück.

    Water Ice

    Philadelphias Sommererfrischung, ein weiches Fruchteis zwischen Sorbet und Granita, verkauft an Straßenständen.
    Pennsylvania-Dutch-Küche

    Pennsylvania-Dutch-Küche

    Die deftige, bäuerliche Küche der Pennsylvania Dutch findest du an eigenen Ständen im Reading Terminal Market.

    Geschichte und Kultur

    Der englische Quäker William Penn gründete Philadelphia 1682 als Stadt der Toleranz, der Name bedeutet „brüderliche Liebe“. Im 18. Jahrhundert war sie die wichtigste Stadt der Kolonien: In der heutigen Independence Hall wurde am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung verabschiedet, 1787 tagte dort der Verfassungskonvent. Bis 1800 war Philadelphia mehrfach Sitz der Regierung.Die Liberty Bell trägt ein Bibelzitat über die Freiheit und wurde im 19. Jahrhundert von Gegnern der Sklaverei zum Symbol erkoren, die ihr auch den Namen gaben. Mit dem 1829 eröffneten Eastern State Penitentiary schrieb die Stadt außerdem Gefängnisgeschichte.Heute ist Philadelphia eine Arbeiter- und Universitätsstadt mit starker Identität: Man ist stolz auf Cheesesteaks, die Sportteams und die Rocky-Filme, deren berühmteste Szene auf den Stufen des Kunstmuseums spielt.

    Nachtleben

    1

    McGillin's Olde Ale House

    Die Kneipe in einer Seitengasse von Center City schenkt seit 1860 aus und ist Philadelphias älteste Taverne. Gut für ein Bier zwischen Einheimischen.
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    2

    Tattooed Mom

    Bar an der South Street, deren Wände komplett mit Street Art bedeckt sind. Lässig und laut, mit regelmäßigen Veranstaltungen.
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    Anreise und Unterwegs

    FlughafenPhiladelphia International Airport liegt südwestlich der Stadt. Die Airport Line der SEPTA Regional Rail fährt alle 30 Minuten und braucht rund 20 bis 25 Minuten bis Center City (Suburban Station).Bahn und BusAmtrak-Züge des Northeast Corridor halten an der 30th Street Station, von dort sind New York, Washington und Boston direkt erreichbar. Fernbusse halten in Center City.Auto und ParkenEin Auto brauchst du in der Stadt nicht, Parkhäuser in Center City sind teuer. Für Ausflüge ins Amish Country oder nach Gettysburg lohnt sich ein Mietwagen.Vor OrtCenter City und die Altstadt sind flach und gut zu Fuß zu erkunden. SEPTA betreibt U-Bahn-Linien unter Market Street und Broad Street, Busse und Straßenbahnen. Seit 2023 kannst du in Bussen und U-Bahnen kontaktlos mit Kreditkarte oder Smartphone zahlen.

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      Philadelphia-Reise

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      • 2Liberty Bell4 Tage
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    In der Umgebung

    Lower Manhattan und Financial District

    Lower Manhattan und Financial District

    An der Südspitze Manhattans liegt der älteste Teil der Stadt. Ein paar Schritte westlich von Castle Clinton entstand 1626 Fort Amsterdam, und die Stone Street wurde schon 1658 als erste gepflasterte Straße von Nieuw Amsterdam mit Kopfsteinen belegt. Heute stehen dazwischen die Bürotürme des Financial District, und unter der Woche bestimmen Pendler im Anzug das Tempo.Der emotionale Mittelpunkt ist das World Trade Center. Die beiden Becken des 9/11 Memorial liegen exakt in den Grundrissen der Twin Towers, an ihren Rändern stehen die Namen von 2.977 Opfern des 11. September 2001 und sechs Opfern des Anschlags von 1993. Direkt daneben ragt das One World Trade Center mit Antenne 541 Meter auf, das höchste Gebäude der westlichen Hemisphäre. Von der Aussichtsetage im 100. Stock siehst du den ganzen Hafen.Unten am Wasser beginnt der Battery Park. Im runden Fort Castle Clinton, gebaut zwischen 1808 und 1811, sitzt heute die Ticketstelle für die Freiheitsstatue. Wer nur den Blick auf Lady Liberty will, nimmt die Staten Island Ferry: Sie ist kostenlos, fährt rund um die Uhr und braucht 25 Minuten für die Strecke.Komm am besten früh am Morgen, dann ist das Memorial noch ruhig und die Sicherheitsschlangen an der Battery sind kürzer. Abends lohnt sich eine Fährfahrt hin und zurück, wenn die Skyline zu leuchten beginnt. Am Wochenende wirken die Straßen zwischen den Hochhäusern fast leer.
    New York City

    New York City

    New York City im gleichnamigen Bundesstaat verteilt sich auf fünf Boroughs: Manhattan, Brooklyn, Queens, die Bronx und Staten Island. Du kommst wegen der Skyline, der großen Museen und der vielen Viertel mit ganz eigenem Charakter, in denen rund 8,8 Millionen Menschen leben.Mitten in Manhattan liegt der Central Park, 341 Hektar groß und seit 1858 öffentlich zugänglich. Auf der West Side verläuft die High Line, ein Park auf einer früheren Güterbahntrasse, rund 2,3 Kilometer durch den Meatpacking District und Chelsea. Über den East River führt die 1883 eröffnete Brooklyn Bridge nach Brooklyn. Die Freiheitsstatue wurde 1886 eingeweiht.Die U-Bahn fährt rund um die Uhr, eine Fahrt kostet 3 Dollar. Du bezahlst kontaktlos mit Kreditkarte oder Smartphone direkt an der Sperre. Die Flughäfen JFK und LaGuardia liegen in Queens.
    Brooklyn

    Brooklyn

    Auf der anderen Seite des East River hat Brooklyn längst eigene Anziehungskraft. Der schönste Weg hinüber führt zu Fuß über die Brooklyn Bridge, die 1883 eröffnet wurde und damals die längste Hängebrücke der Welt war. Seit 2021 gehört der Fußweg allein den Fußgängern, Radfahrer haben eine eigene Spur.Am anderen Ende liegt DUMBO, kurz für Down Under the Manhattan Bridge Overpass. Die alten Lagerhäuser, in denen früher Maschinen, Gewürze und Brillo-Schwämme hergestellt wurden, beherbergen heute Büros und Läden. Davor erstreckt sich der Brooklyn Bridge Park am East River. Gleich südlich liegt Brooklyn Heights, 1965 das erste Denkmalschutzviertel der Stadt, mit Brownstones und der Promenade über der Autobahn. Im Park dreht sich Jane's Carousel von 1922 in einem gläsernen Pavillon.Weiter nördlich ist Williamsburg das Viertel für Bars, Konzerte und den Domino Park auf dem Gelände einer alten Zuckerraffinerie. Im Süden liegt der Prospect Park, ebenfalls von Olmsted und Vaux entworfen, und gleich daneben das Brooklyn Museum.Kombiniere DUMBO und Brooklyn Heights an einem Nachmittag und bleib bis zum Sonnenuntergang, wenn die Skyline von Manhattan gegenüber zu leuchten beginnt. Für Williamsburg oder Prospect Park nimmst du dir am besten einen eigenen Tag.
    Lower East Side, East Village, Chinatown und Little Italy

    Lower East Side, East Village, Chinatown und Little Italy

    Kaum ein Teil Manhattans erzählt so viel über Einwanderung wie diese Ecke. In den Mietskasernen der Lower East Side lebten ab dem 19. Jahrhundert Einwandererfamilien auf engstem Raum. Ihre Geschichte lebt in Feinkostläden und Delis weiter, die seit über hundert Jahren bestehen. Das Katz's Delicatessen von 1888 kennst du vielleicht aus der Restaurantszene in Harry und Sally.Südlich davon geht Little Italy fast nahtlos in Chinatown über. Little Italy ist heute auf wenige Blocks der Mulberry Street geschrumpft, weil Chinatown seit den späten 1960er-Jahren nach Norden gewachsen ist. In Chinatown findest du Dim-Sum-Hallen, Gemüsestände und die geknickte Doyers Street, die früher wegen der Bandenkriege den Spitznamen Bloody Angle trug.Nördlich der Houston Street beginnt das East Village mit Kneipen, kleinen Restaurants aus aller Welt und dem Tompkins Square Park. Hier wurde 1966 unter einer Ulme die Hare-Krishna-Bewegung in den USA begründet, und 1990 eröffnete im Park der erste Hundeauslauf New Yorks.Plane den Tag ums Essen herum: Dim Sum zum Mittag in Chinatown, nachmittags eine Tour im Tenement Museum, abends Bier im East Village. Für die Touren im Museum solltest du vorab buchen.
    SoHo, Greenwich Village und West Village

    SoHo, Greenwich Village und West Village

    Zwischen Houston Street und 14th Street wird Manhattan kleinteilig. Die Straßen verlassen das Schachbrettmuster, Bäume beschatten Backsteinhäuser, und an fast jeder Ecke sitzt ein Café. Greenwich Village war jahrzehntelang das Zuhause von Künstlern, Musikern und der Gegenkultur, und auch wenn die Mieten heute hoch sind, spürst du das noch in den Jazzkellern und Comedy-Clubs.Herz des Viertels ist der Washington Square Park mit seinem Marmorbogen. Unter dem Park liegen vermutlich die Überreste von mehr als 20.000 Menschen, denn hier war von 1789 bis 1823 ein Armenfriedhof. Heute spielen hier Schachspieler, Straßenmusiker treten auf, und Studierende der New York University belagern den Brunnen.Ein paar Blocks westlich ging 1969 der Stonewall-Aufstand von der gleichnamigen Bar aus, ein Wendepunkt der LGBTQ-Bewegung. Südlich der Houston Street beginnt SoHo, kurz für South of Houston. Ab den 1960er-Jahren zogen Künstler in die leer stehenden Fabriklofts, heute füllen Boutiquen die Erdgeschosse der Gusseisenfassaden.Komm am späten Nachmittag: Bummle durch SoHo, schlendere im Abendlicht durch die Seitenstraßen des West Village und reservier dir für später einen Platz im Jazzclub oder bei der Comedy. Am Wochenende sind die Shoppingstraßen in SoHo sehr voll.