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    Miami

    USA

    Miami

    Stadt

    Miami liegt im Südosten Floridas an der Biscayne Bay, gegenüber auf einer Barriereinsel liegt Miami Beach. Du kommst wegen der Strände, der Art-déco-Architektur und der kubanisch geprägten Viertel.

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    Miami liegt im Südosten Floridas an der Biscayne Bay, gegenüber auf einer Barriereinsel liegt Miami Beach. Du kommst wegen der Strände, der Art-déco-Architektur und der kubanisch geprägten Viertel.Im Art Deco District von Miami Beach stehen rund 960 historische Gebäude, die seit 1979 im National Register of Historic Places eingetragen sind. Die Hotels am Ocean Drive blicken auf den Lummus Park und den Strand. In Little Havana an der Calle Ocho spielen Einheimische im Máximo Gómez Park, bekannt als Domino Park, Domino. In Wynwood zeigen die Wynwood Walls seit 2009 Wandbilder und Skulpturen von mehr als 130 Künstlern, für den Besuch brauchst du ein Ticket.Miami International ist das größte Flugdrehkreuz zwischen den USA und Lateinamerika. In Downtown und Brickell fährt der Metromover kostenlos. Die warme Trockenzeit dauert von November bis April, die Hurrikansaison von Juni bis Ende November.
    Miami zählt laut Zensus 2020 rund 442.000 Einwohner, die Metropolregion Südflorida gut 6,4 Millionen. Das Stadtgebiet umfasst 145 Quadratkilometer, mehr als ein Drittel davon ist Wasser der Biscayne Bay. Downtown, Brickell und die Museen am Wasser erreichst du mit Metrorail, dem kostenlosen Metromover und den ebenfalls kostenlosen Trolleys, für Miami Beach jenseits der Bucht nimmst du Bus, Trolley oder Auto. Die Stadt prägen das Erbe der kubanischen Einwanderung seit 1959, die Art-déco-Architektur von South Beach und eine junge Kunstszene. Lohnend sind vor allem South Beach, Little Havana, Wynwood mit dem Design District, Coconut Grove und Downtown mit Brickell.

    Weitere Stadtteile in Miami

    Little Havana

    Little Havana

    Little Havana liegt westlich von Downtown und ist seit den 1960er-Jahren das Herz des kubanischen Miami. Nach der Revolution von 1959 kamen Zehntausende Exilkubaner in die damaligen Viertel Riverside und Shenandoah, viele in der Erwartung, nur kurz zu bleiben. 1970 waren über 85 Prozent der Bewohner Kubaner. Seit den späten 1990er-Jahren sind viele Menschen aus Nicaragua, Honduras und anderen Ländern Mittelamerikas dazugekommen, die meisten Geschäfte werden aber weiterhin von Kubanern geführt.Die Lebensader ist die Calle Ocho, die SW 8th Street. Hier spielen ältere Herren im Máximo Gómez Park Domino, aus den Ventanitas, den Straßenfenstern der Cafés, gibt es Cafecito zum Mitnehmen, und auf dem Gehweg erinnern Sterne des Calle Ocho Walk of Fame an Stars wie Celia Cruz und Gloria Estefan. Am Cuban Memorial Boulevard stehen Denkmäler für die Kämpfer der Schweinebucht-Invasion von 1961.Little Havana ist kein Museumsviertel: Du kommst zum Essen, Kaffeetrinken und Zuhören. Abends spielen in Bars wie dem Ball & Chain Livebands, und an Salsa-Abenden ist die Tanzfläche voll.Beste Zeit: Am späten Vormittag, wenn im Domino-Park gespielt wird. Am letzten Freitag des Monats feiert das Viertel die Viernes Culturales mit Musik, Kunst und Ständen auf der Calle Ocho zwischen 14th und 17th Avenue, ab Mittag bis spät und mit freiem Eintritt.
    Downtown und Brickell

    Downtown und Brickell

    Downtown Miami und das südlich angrenzende Brickell bilden das Zentrum der Stadt: Hochhäuser, Banken, Hotels und dazwischen Parks an der Biscayne Bay. Brickell ist nach William und Mary Brickell benannt; Mary Brickell ließ die Brickell Avenue Anfang des 20. Jahrhunderts für Villen parzellieren. Ab den 1970er-Jahren verdrängten Bürotürme die Herrenhäuser, und Brickell wurde zu einem der größten Finanzviertel der USA. Heute wohnen hier vor allem Menschen in Apartmenttürmen, und die Straßen sind auch abends belebt.Für Besucher spielt sich vieles an der Bucht ab. Im Museum Park stehen das Pérez Art Museum mit seinen hängenden Gärten und das Frost Museum of Science mit großem Aquarium. Weiter südlich liegen der Bayfront Park, gestaltet vom Bildhauer Isamu Noguchi, und der Bayside Marketplace mit Läden und Bootsanlegern. Gegenüber erinnert der Freedom Tower an die 1960er-Jahre, als hier kubanische Flüchtlinge registriert wurden.Das Beste: Der Metromover, eine fahrerlose Hochbahn, ist kostenlos. Du gleitest über die Straßen, siehst die Skyline von oben und steigst aus, wo es dich interessiert.Beste Zeit: Museen am Vormittag, danach eine Runde mit dem Metromover. Am späten Nachmittag lohnt der Bayfront Park, abends die Rooftop-Bars in Brickell.
    Wynwood und Design District

    Wynwood und Design District

    Nördlich von Downtown liegen zwei Viertel, die sich in den letzten zwei Jahrzehnten komplett neu erfunden haben. Wynwood war ab den 1920er-Jahren ein Textilviertel, in den 1940er- und 1950er-Jahren zogen viele Familien aus Puerto Rico hierher, und das Viertel bekam den Spitznamen Little San Juan. Als die Bekleidungsfabriken Anfang der 1990er-Jahre schlossen, standen die Lagerhallen leer.2009 ließ der Immobilienentwickler Tony Goldman gemeinsam mit dem Kurator Jeffrey Deitch die Außenwände mehrerer seiner Gebäude von Street-Art-Künstlern bemalen: Die Wynwood Walls waren geboren. Heute ist fast jede Fassade im Viertel bemalt, dazwischen liegen Galerien, Brauereien, Cafés und Bars.Gleich nördlich schließt der Design District an. Hier baute T. V. Moore in den 1920er-Jahren auf einer ehemaligen Ananasfarm ein Möbelhaus; ab den späten 1990er-Jahren kaufte der Entwickler Craig Robins mit seiner Firma Dacra zahlreiche Gebäude auf und holte Designer und später Luxusmarken wie Louis Vuitton, Dior und Hermès. Zwischen den Boutiquen steht viel öffentliche Kunst, etwa Buckminster Fullers Fly's Eye Dome, und das ICA Miami zeigt Gegenwartskunst bei freiem Eintritt.Beste Zeit: Komm am Nachmittag, wenn Galerien und Museen offen sind, und bleib für den Abend in Wynwood. Am zweiten Samstag im Monat findet der Wynwood Art Walk statt.
    South Beach

    South Beach

    South Beach ist der Südzipfel von Miami Beach, einer eigenen Stadt auf der langen Barriereinsel vor Miami. Hier steht das Art Deco Historic District mit mehr als 800 erhaltenen historischen Gebäuden, 1979 ins National Register of Historic Places aufgenommen. Dass es die pastellfarbenen Hotels an Ocean Drive, Collins Avenue und Washington Avenue noch gibt, ist vor allem Barbara Capitman zu verdanken, die Ende der 1970er-Jahre die Miami Design Preservation League mitgründete und gegen den Abriss kämpfte.Am bekanntesten ist der Abschnitt der Ocean Drive zwischen 5th und 15th Street: tagsüber Strandpromenade, abends leuchten die Neonschriften der Hotels. Ein paar Blocks landeinwärts liegt die Lincoln Road, seit 1960 Fußgängerzone nach Plänen von Morris Lapidus, und die Española Way, eine kleine Gasse im Mediterranean-Revival-Stil aus den 1920er-Jahren.South Beach ist aber mehr als Strand und Fassaden. Die Wolfsonian zeigt Design und Propaganda aus der Zeit zwischen Industrialisierung und Zweitem Weltkrieg, das New World Center überträgt Konzerte kostenlos auf eine Großleinwand im Park, und im South Pointe Park an der Südspitze schaust du auf die Hafeneinfahrt Government Cut.Beste Zeit: Für Architekturfotos ist der frühe Morgen ideal, wenn das Licht weich ist und die Ocean Drive noch ruhig. Zum Sonnenuntergang lohnt sich der South Pointe Park, danach die Neonbeleuchtung an der Ocean Drive.
    Key Biscayne

    Key Biscayne

    Key Biscayne ist eine Insel südöstlich von Downtown Miami, verbunden über den rund 6,5 Kilometer langen Rickenbacker Causeway, der 1947 eröffnet wurde und über Virginia Key führt. Die Insel gliedert sich in drei Teile: Im Norden liegt der Crandon Park, in der Mitte das Village of Key Biscayne, 1991 als eigene Gemeinde gegründet, und im Süden der Bill Baggs Cape Florida State Park.Der Crandon Park geht auf eine Schenkung der Familie Matheson zurück, die hier eine Kokosplantage betrieb. 1940 übergab sie das Land dem County, das im Gegenzug den Damm baute. Heute hat der Park rund 3 Kilometer Atlantikstrand, ein Naturzentrum, einen Jachthafen und einen Golfplatz.An der Südspitze steht der Leuchtturm von Cape Florida. Der erste Turm wurde 1825 gebaut, 1836 bei einem Angriff der Seminolen in Brand gesetzt und Mitte der 1840er-Jahre neu errichtet. Rund um den Leuchtturm liegen Strand, Wanderwege und die kleine Bucht No Name Harbor.Die Insel ist ruhiger als Miami Beach: Familien, Radfahrer und Angler prägen das Bild. Zu den bekannteren Bewohnern gehörte Richard Nixon, der hier ab 1969 Häuser besaß.Beste Zeit: Komm früh am Tag, besonders am Wochenende, wenn sich auf dem Causeway Strandbesucher stauen. Bleib bis zum Sonnenuntergang in No Name Harbor.
    Coral Gables

    Coral Gables

    Coral Gables ist eine eigene Stadt südwestlich von Downtown Miami und eines der ersten durchgeplanten Gemeinwesen der USA. Der Immobilienentwickler George Merrick entwarf sie während des Florida-Baubooms der 1920er-Jahre nach den Ideen der City-Beautiful-Bewegung; 1925 wurde sie offiziell gegründet. Der ursprüngliche Plan schrieb den Mediterranean-Revival-Stil vor, und so prägen bis heute Ziegeldächer, Arkaden, Brunnen und von Bäumen gesäumte Straßen das Bild. Den Spitznamen The City Beautiful trägt Coral Gables nicht ohne Grund.Im Zentrum liegt die Miracle Mile, die Geschäftsstraße, die Merrick als Hauptachse plante. Gleich daneben ist die Giralda Avenue seit 2017 eine Fußgängerzone mit Restaurants. Das Coral Gables Museum im alten Polizei- und Feuerwehrgebäude erzählt die Stadtgeschichte und dient zugleich als Besucherzentrum.Zwei Bauten aus Merricks Zeit solltest du nicht verpassen: den Venetian Pool, ein Freibad in einem ehemaligen Steinbruch, und das Biltmore Hotel, dessen Turm wie der Freedom Tower in Downtown von der Giralda in Sevilla inspiriert ist. Weiter südlich liegen der Campus der University of Miami und der Fairchild Tropical Botanic Garden.Beste Zeit: Vormittags in den Venetian Pool, bevor er voll wird, mittags auf der Miracle Mile essen und am Nachmittag durch Fairchild spazieren.
    Coconut Grove

    Coconut Grove

    Coconut Grove ist eine der ältesten Siedlungen im Raum Miami und viel grüner als der Rest der Stadt. Der Name geht auf ein Postamt zurück, das Horace P. Porter 1873 einrichtete. Zu den ersten Bewohnern gehörten Segler, Naturforscher und Künstler aus dem Nordosten der USA, dazu Arbeiter von den Bahamas, die viele der frühen Gebäude errichteten. Im West Grove leben bis heute viele Familien mit bahamaischen Wurzeln. 1925 wurde Coconut Grove von der Stadt Miami eingemeindet.Das Viertel zieht sich am Ufer der Biscayne Bay entlang. Im Norden, am Rand des Viertels, liegt Vizcaya, die italienisch anmutende Winterresidenz des Industriellen James Deering. Im Zentrum rund um Main Highway und Grand Avenue gibt es Cafés, Restaurants und das Einkaufszentrum CocoWalk. In The Barnacle siehst du, wie die Pioniere im 19. Jahrhundert lebten, und an der Dinner Key residiert das Rathaus von Miami in einem ehemaligen Terminal für Pan-Am-Wasserflugzeuge.Wer Pflanzen mag, besucht The Kampong, den tropischen Garten des Pflanzensammlers David Fairchild. Ansonsten ist der Grove ein Ort zum Bummeln: unter Banyanbäumen, an Jachthäfen vorbei, mit einem Kaffee auf der Terrasse.Beste Zeit: Vormittags nach Vizcaya, bevor es heiß wird; nachmittags durch den Ortskern schlendern und zum Sonnenuntergang an die Bucht.

    Sehenswürdigkeiten in Miami

    Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

    Art Deco Historic District
    Sehenswürdigkeit

    1Art Deco Historic District

    Seit 1979 steht das Viertel in South Beach mit 960 historischen Gebäuden im National Register of Historic Places. Neben Art-déco-Bauten gibt es ältere Häuser im Mediterranean-Revival-Stil aus den 1920er Jahren, die Hotels am Ocean Drive blicken auf den Strand.
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    Vizcaya Museum and Gardens
    Museum

    2Vizcaya Museum and Gardens

    Der Industrielle James Deering ließ sich die Winterresidenz in Coconut Grove zwischen 1914 und 1923 im Mediterranean-Revival-Stil an der Biscayne Bay bauen, umgeben von rund vier Hektar formalen Gärten. Seit 1953 ist das Anwesen Museum, seit 1994 National Historic Landmark. Geöffnet täglich außer dienstags von 9.30 bis 16.30 Uhr.
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    Pérez Art Museum Miami (PAMM)
    Museum

    3Pérez Art Museum Miami (PAMM)

    Das Haus von Herzog & de Meuron eröffnete im Dezember 2013 im Maurice A. Ferré Park an der Biscayne Bay, an der Fassade hängen vertikale Gärten von Patrick Blanc. Gezeigt wird Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Eintritt 18 US-Dollar, donnerstags ab 17 Uhr frei, dienstags und mittwochs geschlossen.
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    Wynwood Walls
    Museum

    4Wynwood Walls

    Seit 2009 bemalen Street-Art-Künstler die Wände des Freilichtmuseums, inzwischen über 130 Künstler aus mehr als 30 Ländern. Erwachsene zahlen 12 US-Dollar, Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt.
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    Máximo Gómez Park (Domino Park)
    Park

    5Máximo Gómez Park (Domino Park)

    In dem kleinen Park an der Calle Ocho in Little Havana treffen sich ältere Exilkubaner zum Domino. Die SW 8th Street ist die Hauptachse des Viertels, mit dem Tower Theater und einem Walk of Fame unter anderem für Celia Cruz und Gloria Estefan.
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    Bayside Marketplace
    Einkaufszentrum

    6Bayside Marketplace

    Der Einkaufs- und Restaurantkomplex an der Biscayne Bay in Downtown eröffnete 1987 neben dem Jachthafen Miamarina. Auf der Bühne PIER 5 gibt es seit 2024 kostenlose Livemusik und DJ-Sets.
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    Restaurants in Miami

    1

    Versailles Restaurant

    Bekanntes kubanisches Restaurant an der Calle Ocho in Little Havana mit großem Speisesaal im Retro-Stil und Kronleuchtern.
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    2

    Joe's Stone Crab

    Fischrestaurant an der Washington Avenue in Miami Beach und größter Abnehmer von Stone Crabs, deren Saison vom 15. Oktober bis 15. Mai dauert.
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    Kubanische Küche und Meeresfrüchte

    In Miami prägt die kubanische Küche den Alltag, von der Kaffeepause am Straßenfenster bis zum Sandwich am Mittag.
    Cuban Sandwich

    Cuban Sandwich

    Kubanisches Weißbrot mit Schweinebraten, glasiertem Schinken, Schweizer Käse, Essiggurken und gelbem Senf. Die Miami-Variante kommt anders als die aus Tampa ohne Salami aus.
    Café cubano (Cafecito)

    Café cubano (Cafecito)

    Starker Espresso, dessen erste Tropfen mit braunem Zucker zu einer cremigen Espumita aufgeschlagen werden. Als Colada bekommst du mehrere Shots in einem Becher mit kleinen Tassen zum Teilen, als Cortadito mit aufgeschäumter Milch.
    Stone Crab

    Stone Crab

    Von den Steinkrabben werden nur die Scheren geerntet, die Tiere kommen zurück ins Meer und bilden sie nach. Saison ist vom 15. Oktober bis 15. Mai, größter Abnehmer ist Joe's Stone Crab in Miami Beach.
    Key Lime Pie

    Key Lime Pie

    Kuchen aus dem Saft der kleinen Key Limes, Eigelb und gezuckerter Kondensmilch, traditionell auf Graham-Cracker-Boden. Seit 2006 ist er offizieller Kuchen Floridas.

    Medianoche

    Die kleinere Schwester des Cuban Sandwich mit gleicher Füllung auf süßerem Eierbrot, ursprünglich ein Mitternachtsimbiss aus den Nachtclubs Havannas.

    Kubanisches Erbe, Kunstmessen und Straßenfeste

    Miami wurde am 28. Juli 1896 als Stadt gegründet, nachdem die Grundbesitzerin Julia Tuttle den Eisenbahnunternehmer Henry Flagler überzeugt hatte, seine Bahnlinie nach Süden zu verlängern. Nach der Kubanischen Revolution 1959 kamen Zehntausende Exilkubaner, 1985 wählte Miami mit Xavier Suárez seinen ersten in Kuba geborenen Bürgermeister. Spanisch hörst du heute fast überall, daneben prägen Gemeinschaften aus der Karibik und Mittelamerika Viertel wie Little Haiti.Calle Ocho Festival: kostenloses Straßenfest mit Livemusik auf Dutzenden Bühnen entlang der SW 8th Street, Teil des Carnaval Miami.Viernes Culturales: Kunst, Musik und Kino an jedem letzten Freitag im Monat in Little Havana.Art Basel Miami Beach: Die internationale Kunstmesse findet 2026 vom 4. bis 6. Dezember statt.Museen: Pérez Art Museum, Frost Museum of Science, Institute of Contemporary Art, Lowe Art Museum und Vizcaya.

    Nachtleben

    1

    Ball & Chain

    Bar und Livemusik-Lokal an der SW 8th Street in Little Havana mit kubanischer Küche.
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    2

    Red Phone Booth

    Cocktail- und Lounge-Bar an der Brickell Avenue.
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    3

    Old's Havana Cuban Bar & Cocina

    Kubanische Bar mit Küche an der SW 8th Street in Little Havana.
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    Unterwegs mit Metrorail, Metromover und Trolley

    Vom Miami International Airport fährt der MIA Mover zum Miami Intermodal Center, dort steigst du in die Metrorail Orange Line Richtung Downtown um. Eine Fahrt kostet 2,25 US-Dollar, kontaktlos mit Bank- oder Kreditkarte gilt eine Tagesobergrenze von 5,65 US-Dollar.Metrorail: zwei Linien (Orange, Green), täglich 5 bis 24 Uhr. Die EASY Card kostet 2 US-Dollar, der Tagespass 5,65 US-Dollar, der 7-Tage-Pass 29,25 US-Dollar.Metromover: kostenlose automatische Hochbahn durch Downtown und Brickell.Trolleys: Die City of Miami betreibt 13 kostenlose Linien, darunter Little Havana, Wynwood, Brickell und Coconut Grove. In Miami Beach fahren vier kostenlose Trolley-Linien täglich von 8 bis 23 Uhr, etwa alle 20 Minuten.Metrobus: 2,25 US-Dollar, Umstieg von Bus zu Bus innerhalb von drei Stunden kostenlos.

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      Miami-Reise

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      • 1Art Deco Historic District3 Tage
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      • 3Pérez Art Museum Miami (PAMM)5 Tage
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    In der Umgebung

    Downtown und Brickell

    Downtown Miami und das südlich angrenzende Brickell bilden das Zentrum der Stadt: Hochhäuser, Banken, Hotels und dazwischen Parks an der Biscayne Bay. Brickell ist nach William und Mary Brickell benannt; Mary Brickell ließ die Brickell Avenue Anfang des 20. Jahrhunderts für Villen parzellieren. Ab den 1970er-Jahren verdrängten Bürotürme die Herrenhäuser, und Brickell wurde zu einem der größten Finanzviertel der USA. Heute wohnen hier vor allem Menschen in Apartmenttürmen, und die Straßen sind auch abends belebt.Für Besucher spielt sich vieles an der Bucht ab. Im Museum Park stehen das Pérez Art Museum mit seinen hängenden Gärten und das Frost Museum of Science mit großem Aquarium. Weiter südlich liegen der Bayfront Park, gestaltet vom Bildhauer Isamu Noguchi, und der Bayside Marketplace mit Läden und Bootsanlegern. Gegenüber erinnert der Freedom Tower an die 1960er-Jahre, als hier kubanische Flüchtlinge registriert wurden.Das Beste: Der Metromover, eine fahrerlose Hochbahn, ist kostenlos. Du gleitest über die Straßen, siehst die Skyline von oben und steigst aus, wo es dich interessiert.Beste Zeit: Museen am Vormittag, danach eine Runde mit dem Metromover. Am späten Nachmittag lohnt der Bayfront Park, abends die Rooftop-Bars in Brickell.

    Little Havana

    Little Havana liegt westlich von Downtown und ist seit den 1960er-Jahren das Herz des kubanischen Miami. Nach der Revolution von 1959 kamen Zehntausende Exilkubaner in die damaligen Viertel Riverside und Shenandoah, viele in der Erwartung, nur kurz zu bleiben. 1970 waren über 85 Prozent der Bewohner Kubaner. Seit den späten 1990er-Jahren sind viele Menschen aus Nicaragua, Honduras und anderen Ländern Mittelamerikas dazugekommen, die meisten Geschäfte werden aber weiterhin von Kubanern geführt.Die Lebensader ist die Calle Ocho, die SW 8th Street. Hier spielen ältere Herren im Máximo Gómez Park Domino, aus den Ventanitas, den Straßenfenstern der Cafés, gibt es Cafecito zum Mitnehmen, und auf dem Gehweg erinnern Sterne des Calle Ocho Walk of Fame an Stars wie Celia Cruz und Gloria Estefan. Am Cuban Memorial Boulevard stehen Denkmäler für die Kämpfer der Schweinebucht-Invasion von 1961.Little Havana ist kein Museumsviertel: Du kommst zum Essen, Kaffeetrinken und Zuhören. Abends spielen in Bars wie dem Ball & Chain Livebands, und an Salsa-Abenden ist die Tanzfläche voll.Beste Zeit: Am späten Vormittag, wenn im Domino-Park gespielt wird. Am letzten Freitag des Monats feiert das Viertel die Viernes Culturales mit Musik, Kunst und Ständen auf der Calle Ocho zwischen 14th und 17th Avenue, ab Mittag bis spät und mit freiem Eintritt.

    Wynwood und Design District

    Nördlich von Downtown liegen zwei Viertel, die sich in den letzten zwei Jahrzehnten komplett neu erfunden haben. Wynwood war ab den 1920er-Jahren ein Textilviertel, in den 1940er- und 1950er-Jahren zogen viele Familien aus Puerto Rico hierher, und das Viertel bekam den Spitznamen Little San Juan. Als die Bekleidungsfabriken Anfang der 1990er-Jahre schlossen, standen die Lagerhallen leer.2009 ließ der Immobilienentwickler Tony Goldman gemeinsam mit dem Kurator Jeffrey Deitch die Außenwände mehrerer seiner Gebäude von Street-Art-Künstlern bemalen: Die Wynwood Walls waren geboren. Heute ist fast jede Fassade im Viertel bemalt, dazwischen liegen Galerien, Brauereien, Cafés und Bars.Gleich nördlich schließt der Design District an. Hier baute T. V. Moore in den 1920er-Jahren auf einer ehemaligen Ananasfarm ein Möbelhaus; ab den späten 1990er-Jahren kaufte der Entwickler Craig Robins mit seiner Firma Dacra zahlreiche Gebäude auf und holte Designer und später Luxusmarken wie Louis Vuitton, Dior und Hermès. Zwischen den Boutiquen steht viel öffentliche Kunst, etwa Buckminster Fullers Fly's Eye Dome, und das ICA Miami zeigt Gegenwartskunst bei freiem Eintritt.Beste Zeit: Komm am Nachmittag, wenn Galerien und Museen offen sind, und bleib für den Abend in Wynwood. Am zweiten Samstag im Monat findet der Wynwood Art Walk statt.

    South Beach

    South Beach ist der Südzipfel von Miami Beach, einer eigenen Stadt auf der langen Barriereinsel vor Miami. Hier steht das Art Deco Historic District mit mehr als 800 erhaltenen historischen Gebäuden, 1979 ins National Register of Historic Places aufgenommen. Dass es die pastellfarbenen Hotels an Ocean Drive, Collins Avenue und Washington Avenue noch gibt, ist vor allem Barbara Capitman zu verdanken, die Ende der 1970er-Jahre die Miami Design Preservation League mitgründete und gegen den Abriss kämpfte.Am bekanntesten ist der Abschnitt der Ocean Drive zwischen 5th und 15th Street: tagsüber Strandpromenade, abends leuchten die Neonschriften der Hotels. Ein paar Blocks landeinwärts liegt die Lincoln Road, seit 1960 Fußgängerzone nach Plänen von Morris Lapidus, und die Española Way, eine kleine Gasse im Mediterranean-Revival-Stil aus den 1920er-Jahren.South Beach ist aber mehr als Strand und Fassaden. Die Wolfsonian zeigt Design und Propaganda aus der Zeit zwischen Industrialisierung und Zweitem Weltkrieg, das New World Center überträgt Konzerte kostenlos auf eine Großleinwand im Park, und im South Pointe Park an der Südspitze schaust du auf die Hafeneinfahrt Government Cut.Beste Zeit: Für Architekturfotos ist der frühe Morgen ideal, wenn das Licht weich ist und die Ocean Drive noch ruhig. Zum Sonnenuntergang lohnt sich der South Pointe Park, danach die Neonbeleuchtung an der Ocean Drive.

    Coconut Grove

    Coconut Grove ist eine der ältesten Siedlungen im Raum Miami und viel grüner als der Rest der Stadt. Der Name geht auf ein Postamt zurück, das Horace P. Porter 1873 einrichtete. Zu den ersten Bewohnern gehörten Segler, Naturforscher und Künstler aus dem Nordosten der USA, dazu Arbeiter von den Bahamas, die viele der frühen Gebäude errichteten. Im West Grove leben bis heute viele Familien mit bahamaischen Wurzeln. 1925 wurde Coconut Grove von der Stadt Miami eingemeindet.Das Viertel zieht sich am Ufer der Biscayne Bay entlang. Im Norden, am Rand des Viertels, liegt Vizcaya, die italienisch anmutende Winterresidenz des Industriellen James Deering. Im Zentrum rund um Main Highway und Grand Avenue gibt es Cafés, Restaurants und das Einkaufszentrum CocoWalk. In The Barnacle siehst du, wie die Pioniere im 19. Jahrhundert lebten, und an der Dinner Key residiert das Rathaus von Miami in einem ehemaligen Terminal für Pan-Am-Wasserflugzeuge.Wer Pflanzen mag, besucht The Kampong, den tropischen Garten des Pflanzensammlers David Fairchild. Ansonsten ist der Grove ein Ort zum Bummeln: unter Banyanbäumen, an Jachthäfen vorbei, mit einem Kaffee auf der Terrasse.Beste Zeit: Vormittags nach Vizcaya, bevor es heiß wird; nachmittags durch den Ortskern schlendern und zum Sonnenuntergang an die Bucht.