Los Angeles ist mit knapp 3,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt der USA und das kulturelle Zentrum Südkaliforniens.
Los Angeles ist mit knapp 3,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt der USA und das kulturelle Zentrum Südkaliforniens. Die Stadt liegt größtenteils im Los Angeles Basin am Pazifik, schon 1921 war hier der Großteil der weltweiten Filmindustrie angesiedelt.Vom 1935 eröffneten Griffith Observatory am Hang des Mount Hollywood siehst du aus der Nähe auf das Hollywood Sign, der Eintritt ist frei. Auch das Getty Center kostet keinen Eintritt, verlangt aber eine Reservierung mit Zeitfenster, Parken kostet 25 Dollar, montags ist geschlossen. An der Küste liegen der Santa Monica Pier und Venice mit Strandpromenade und historischem Kanalviertel.Das Metro-Rail-Netz umfasst sechs Linien mit 110 Stationen. Seit Juni 2025 halten die Linien C und K an der Station LAX/Metro Transit Center, von dort fahren Shuttlebusse zu den Terminals. Die E Line endet in Downtown Santa Monica. Die Stadt zählt über 3.000 Sonnenstunden im Jahr.
Los Angeles zählte beim Zensus 2020 knapp 3,9 Millionen Einwohner, und schon 1921 war hier über 80 Prozent der Filmindustrie der Welt ansässig. Die Stadt ist weitläufig, doch das Metro-Netz verbindet Downtown, Hollywood, Koreatown und Universal City, und über das LAX/Metro Transit Center kommst du auch per Bahn in die Nähe des Flughafens. Zur Stadt gehören die Studios, eine Museumsszene vom Getty Center bis zum LACMA und eine Küche, die von großen mexikanischen und koreanischen Gemeinschaften geprägt ist. Lohnend sind Downtown mit Little Tokyo und Chinatown, Hollywood, Koreatown entlang des Wilshire Boulevard und Miracle Mile. Am Pazifik kommen das benachbarte Santa Monica und Venice hinzu.
Stadtteil 1 von 4
Hollywood
Hollywood ist weniger Glamour als Pilgerort: Auf dem Hollywood Boulevard schieben sich Besucher über die Sterne des Walk of Fame, Kostümfiguren posieren für Trinkgeld, dazwischen Souvenirläden und alte Kinopaläste.
Venice war der Traum von Abbot Kinney: 1905 legte der Unternehmer hier ein Seebad namens „Venice of America“ an, mit Kanälen, Pier und venezianischer Architektur.
Downtown ist der Teil von Los Angeles, der am meisten nach Großstadt aussieht: Hochhäuser auf Bunker Hill, alte Kinopaläste am Broadway, dazwischen Markthallen, Museen und Loft-Gebäude.
Zwei eigene Städte mitten im Stadtgebiet von Los Angeles, zwei Temperamente: Beverly Hills steht für Villen, Palmenalleen und Luxusboutiquen, das erst 1984 gegründete West Hollywood für Rockgeschichte, Comedy und Nachtleben.
Santa Monica ist eine eigene Stadt am Meer, für die meisten Besucher aber der Ort, an dem Los Angeles den Pazifik erreicht. Breiter Sandstrand, ein Radweg am Wasser, Palmen auf der Klippe über der Küstenstraße. Das Zentrum ist kompakt und lässt sich gut zu Fuß erkunden, was in LA selten ist.Herzstück ist der Santa Monica Pier. Der Municipal Pier wurde 1909 eröffnet, 1916 kam südlich davon der Vergnügungspier der Familie Looff dazu. Im Looff Hippodrome dreht sich ein Karussell von 1922, auf dem Pier liegt der Freizeitpark Pacific Park mit dem solarbetriebenen Riesenrad Pacific Wheel. Seit 2009 steht hier das Schild „End of the Trail“, das Fotomotiv für alle, die die Route 66 abgefahren sind. Offiziell endete die Straße allerdings an der Kreuzung von Lincoln und Olympic Boulevard. 2026 feiert die Route 66 ihren 100. Geburtstag.Wenige Blocks landeinwärts verläuft die Third Street Promenade zwischen Wilshire Boulevard und Broadway, seit 1965 Fußgängerzone, mit Straßenmusikern und Dinosaurier-Formschnitthecken. Mittwochs und samstags gibt es dort einen Farmers Market. Südlich des Piers liegt das Original Muscle Beach, wo ab den 1930er-Jahren Turner und Bodybuilder wie Jack LaLanne trainierten.Am schönsten ist der Pier zum Sonnenuntergang, wenn das Riesenrad zu leuchten beginnt. Für Strand und Radweg sind die Vormittage ruhiger.
Malibu ist keine Stadt mit Zentrum, sondern ein rund 34 Kilometer langer Küstenstreifen am Pacific Coast Highway, eingeklemmt zwischen den Santa Monica Mountains und dem Pazifik. Formal liegt Malibu außerhalb der Stadt Los Angeles, es wurde erst 1991 als eigene Gemeinde gegründet. Bekannt ist es für Surfstrände, Felsbuchten und Steilküste.Die Brände vom Dezember 2024 und Januar 2025 haben Malibu hart getroffen, das Palisades Fire zerstörte einen großen Teil der Strandhäuser im Osten der Stadt. Der Pacific Coast Highway ist seit Mai 2025 wieder für alle befahrbar, der Wiederaufbau dauert an, und viele Restaurants haben erst nach und nach wieder geöffnet.Am östlichen Rand der Küste liegt die Getty Villa, ein Nachbau der römischen Villa dei Papiri aus Herculaneum mit rund 44.000 griechischen, römischen und etruskischen Antiken. Weiter westlich ragt Point Dume ins Meer, die Landspitze am Nordende der Santa Monica Bay. Von Februar bis ins Frühjahr siehst du von hier oft Grauwale und Buckelwale auf ihrer Wanderung. Rund 16 Kilometer westlich des Zentrums führen Pfade und Treppen hinunter zum El Matador State Beach, einer kleinen Bucht unter den Klippen.Für Malibu brauchst du einen ganzen Tag und am besten ein Auto. Die Strände sind morgens leerer, als Abschluss eignet sich der Sonnenuntergang am El Matador oder auf Point Dume.
Griffith Park ist ein Stück wilde Bergwelt mitten in der Stadt: trockene Hänge, Wanderwege, Aussichtspunkte über das Becken von Los Angeles. Griffith J. Griffith schenkte der Stadt 1896 den Grundstock, heute umfasst der Park rund 1.740 Hektar.Hauptattraktion ist die Griffith Observatory am Südhang des Mount Hollywood, eröffnet 1935. Der Eintritt ist frei, durch das Zeiss-Teleskop auf dem Dach haben schon über neun Millionen Menschen geschaut, und bei klarem Himmel darfst du abends kostenlos mitgucken. Vom Parkplatz aus siehst du das Hollywood Sign, und von dessen hinterem Ende führen Wanderwege auf den Mount Hollywood zu weiteren Aussichtspunkten. Im Film „…denn sie wissen nicht, was sie tun“ (1955) spielt die Sternwarte gleich zweimal mit.Im Park verteilt liegen außerdem der Los Angeles Zoo, das Greek Theatre von 1930, die Bronson Caves, die in der Batman-Serie der 1960er-Jahre die Bathöhle spielten, und das schattige Tal Fern Dell. Südlich grenzt Los Feliz an, ein Hangviertel mit Villen in den Hügeln und dem Los Feliz Village rund um Vermont und Hillhurst Avenue mit Cafés, Restaurants und Vintage-Läden. Auf dem Olive Hill steht das Hollyhock House von Frank Lloyd Wright, seit 2019 die erste UNESCO-Welterbestätte in Los Angeles.Zum Wandern gehst du am besten früh am Morgen, die Sternwarte lohnt sich am Abend: Sie hat bis 22 Uhr geöffnet, und das Lichtermeer der Stadt ist nach Sonnenuntergang am schönsten.
Sehenswürdigkeiten in Los Angeles
Entdecke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Historische Stätte
1TCL Chinese Theatre und Walk of Fame
Das Chinese Theatre öffnete 1927, im Vorhof hinterließen fast 200 Stars Hand- und Fußabdrücke. Davor verläuft der Hollywood Walk of Fame, der im Juni 2026 2.850 Sterne zählte. Gehweg und Vorhof sind frei zugänglich.
Die Studiotour gibt es seit 1964, dazu kommen unter anderem die Wizarding World of Harry Potter (2016) und Super Nintendo World (2023). Die Metro B Line hält an der Station Universal City/Studio City.
Das 1935 eröffnete Observatorium am Südhang des Mount Hollywood bietet Ausstellungen, das Samuel Oschin Planetarium und einen Blick über das Becken bis zum Hollywood Sign. Der Eintritt ist frei, geöffnet ist Dienstag bis Freitag von 12 bis 22 Uhr und am Wochenende ab 10 Uhr, montags geschlossen.
Der Museumskomplex in den Hügeln über Brentwood ist dienstags bis sonntags geöffnet, montags geschlossen. Der Eintritt ist frei, du brauchst aber eine kostenlose Zeitfensterreservierung, Parken kostet 25 $.
Das Museum hat im April 2026 die David Geffen Galleries des Architekten Peter Zumthor eröffnet. Erwachsene zahlen 30 $, mittwochs ist geschlossen, freitags ist bis 20 Uhr geöffnet.
Das Museum für zeitgenössische Kunst in Downtown liegt neben der Walt Disney Concert Hall. Der Eintritt ist frei, ein Zeitticket wird empfohlen, für den Infinity Mirror Room musst du vorab reservieren. Montags ist geschlossen.
Die Küche von Los Angeles spiegelt die großen Einwanderergemeinschaften der Stadt und einige Erfindungen, die auf die Stadt selbst zurückgehen.
Korean BBQ in Koreatown
Entlang des Wilshire Boulevard zwischen Vermont und Western Avenue liegen zahlreiche koreanische Grillrestaurants und Karaokebars, viele bis spät geöffnet. Am bequemsten erreichst du das Viertel mit der Metro D Line bis Wilshire/Normandie.
Tacos
Fast ein Drittel der Bevölkerung hat mexikanische Wurzeln, und das prägt das Straßenessen der Stadt. Tacos bekommst du an Ständen und aus Food Trucks.
Korean Tacos
Der Food Truck Kogi startete im November 2008 mit Bulgogi-Tacos und Kimchi-Quesadillas, einer mexikanisch-koreanischen Fusion. Sein Koch Roy Choi wurde 2010 als erster Food-Truck-Koch von Food & Wine zum „Best New Chef“ gewählt.
French Dip
Das warme Sandwich besteht aus dünn geschnittenem Roastbeef in einem französischen Brötchen und wird mit Rinderbrühe zum Eintunken serviert. Philippe the Original und Cole's in Downtown, beide 1908 gegründet, beanspruchen die Erfindung für sich.
Kultur und Geschichte
Los Angeles wurde am 4. September 1781 von 44 spanischen Siedlern, den „Pobladores“, gegründet. Hollywood kam 1910 zur Stadt, und seitdem prägt das Filmgeschäft ihr Selbstbild. Am Hollywood Boulevard erinnern die Handabdrücke vor dem TCL Chinese Theatre und die Sterne des Walk of Fame daran.Museen: Das Getty Center ist kostenlos, braucht aber eine Zeitfensterreservierung. The Broad zeigt zeitgenössische Kunst bei freiem Eintritt. Das LACMA hat im April 2026 die von Peter Zumthor entworfenen David Geffen Galleries eröffnet, Erwachsene ohne Wohnsitz im L.A. County zahlen 30 $.Musik: Die Walt Disney Concert Hall von Frank Gehry wurde 2003 eröffnet und ist die Heimat des Los Angeles Philharmonic.Gemeinschaften: Rund 32 Prozent der Einwohner haben mexikanische Wurzeln. Dazu kommen Koreatown, Little Tokyo und Chinatown.
Die Metro ist mit der TAP-Karte oder der TAP-App für Strecken zwischen Downtown, Hollywood und Universal City praktisch. Für die Küste und die Hügel planst du mehr Zeit ein.Flughafen: Der FlyAway-Bus fährt von den Terminals zur Union Station und nach Van Nuys und kostet 12,75 $ pro Strecke. Kostenlose Shuttles an den rosa Schildern bringen dich zum LAX/Metro Transit Center mit Anschluss an die C und K Line.Metro-Tarif: Eine Fahrt kostet 1,75 $, Umsteigen ist zwei Stunden lang frei. Wer mit TAP zahlt, zahlt höchstens 5 $ am Tag und 18 $ in sieben Tagen. Barzahlung geht nur im Bus, und dafür gelten die Obergrenzen nicht.Parken: Am Getty Center kostet Parken 25 $, ab 15 Uhr 15 $ und ab 18 Uhr 10 $. Am Griffith Observatory sind die Parkplätze direkt am Gebäude kostenpflichtig.